AdBlock Plus wird 2016 zum Standard im ASUS Browser

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Um die Preise für Smartphones niedrig zu halten gehen Hersteller mitunter Software-Subventionen ein, wo auch Werbe-Blocker wie AdBlock Plus hin wollen. Während man bei Websites und Browser-Entwickler einige große Namen zu seinen Kunden zählen kann, erfolgt nun der Angriff auf den Smartphones selbst. Den ersten Partner hat das Kölner Unternehmen nun bei kein geringeren als bei dem taiwanischen Hersteller ASUS gefunden.

Werbung im Browser nervt tierisch, was etliche AdBlocker für Browser hervor gerufen hat. Vor allem bei mobilen Geräten können Werbe-Anzeigen nicht nur das Surf-Vergnügen stören, sondern auch das Datenvolumen des Mobilfunktarifs belasten. Wer sein Smartphone rootet wird durch Tools wie AdAway vor zu aufdringlicher Werbung geschützt und wer ab 2016 ein ASUS ZenFone Smartphone kauft, wird von AdBlock Plus geschützt.

ASUS setzt auf AdBlock Plus

Als eigene App wird es den Werbe-Blocker nicht geben, denn laut der offiziellen Bekanntmachung wird AdBlock Plus Bestandteil des ASUS-eigenen Web-Browser werden. Vorinstalliert ist der Browser auf den ASUS-Modellen der Serien Zenfone und ZenPad. Ob auch ältere Modelle der Fonepad oder Padfone-Serie mit einem neuen Update der Firmware, den erweiterten Browser bekommen, ist bis dato nicht bekannt.

Wenn das Modell von ASUS aufgeht, könnten zahlreiche andere Hersteller dem Beispiel folgen und ebenfalls einen Werbe-Blocker in die eigene Browser-App integrieren. Immerhin hat selbst Apple mit iOS 9 die Installation von Werbe-Blocker ermöglicht und das ist bezeichnend für einen neuen Trend. Von daher könnte ASUS tatsächlich erst der Anfang im Android-Bereich sein, der AdBlock Plus auf seinen Geräten vorinstalliert.

Die Idee von ASUS bei der Partnerschaft mit AdBlock Plus ist, dass der Nutzer wieder mehr Kontrolle über das Surf-Erlebnis bekommen soll und nicht von Werbung „zugemüllt“ wird auch wenn der ein oder andere Blog diese zwingend für seine Existenz benötigt. Für App-Entwickler hat die Partnerschaft indes keine schwerwiegende Folgen auf längere Sicht und das liegt nicht nur an den vergleichsweise rund 15 Millionen Nutzern mit einem Smartphone von ASUS, die einen Bruchteil gegenüber den Nutzern von Chrome, Firefox und Safari bilden.

Keine Gefahr für App-Entwickler

App-Entwickler haben unterdessen noch nichts zu fürchten, da ihre Werbe-finanzierten Apps von dem AdBlocker nicht beeinträchtigt sind. Sobald jedoch Tools wie AdAway zum Standard-Umfang für Android-Smartphones gehören, könnte das App-Modell der Werbe-finanzierten Freeware zu einem Ende kommen. Bis dahin wird es aber hoffentlich noch sehr lange dauern.

Besorgniserregender ist da der Werbe-Blocker AdBlock Plus selbst. Wer bei unseren Kollegen von MobileGeeks in diesem Jahr hin und wieder ein wenig gelesen hat, wird mit Sicherheit die Artikel von Sascha Pallenberg rund um den Werbeblocker gelesen haben. Deren Konzept der „Accetable Ads“ über eine sogenannte Whitelist hat für starke Kritik gesorgt und zu der Aussage verleiten lassen, dass es sich um ein Werbe-Netzwerk mit Mafia-ähnlichen Strukturen handelt.

Alleine die Kritik an der Vorgehensweise, der sich keine größere Website einschließlich Google mehr entziehen kann, macht hellhörig.

[Quelle: Motherboard]

 

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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