Adobe stellt neue Video-Funktionen für die Creative Cloud vor

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adobe-creative-cloudVirtual Reality und 360-Grad-Videos gelten als eines der beherrschenden Themen der Multimedia-Welt in diesem Jahr, dem nun auch Adobe Rechnung tragen wird. Das Unternehmen aus dem sonnigen Kalifornien wird anlässlich der anstehenden Fachmesse für Medien-Schaffende NAB 2016 eine Ausweitung seines Angebots an Apps im Rahmen der Adobe Creative Cloud ankündigen.

Fast schon traditionell gehören die Software-Produkte von Adobe zu den führenden Programmen im Medien-Bereich, wobei sich die Palette von der Erstellung bis hin zur Bearbeitung von Grafik, Foto und Video erstreckt.

Kein Wunder also, dass der Konzern im Vorfeld der National Association of Broadcasters Show 2016 in Las Vegas die ersten neuen Programme sowie Funktionen existierender Programme offiziell vorgestellt hat. Passend zu der Messe wird am 19. April 2016 das Team hinter dem Kinohit „Deadpool“ auf einer Podiumsdiskussion Einblicke darin geben, warum man sich für die Produkte von Adobe zur Postproduktion entschieden hat.

Auch bei reinen Internetproduktionen kommen Programme wie Premiere Pro CC immer häufiger zum Einsatz. Unter anderem bei dem YouTube-Kanal RocketJump mit seinen mehr als 8 Millionen Abonnenten und 1,3 Milliarden angeklickter Inhalte.

Adobe setzt auf VR und 360-Grad-Inhalte

Den Anfang der neuen Creative-Suite-Funktionen macht Premiere Pro CC, welches etliche neue Funktionen zur Verwaltung von Videomaterial mit sich bringt. Insbesondere das Speicher-Modell von Lightroom soll für einen besseren Workflow sorgen, indem Premiere Pro CC im Hintergrund von einem Speichermedium das Rohmaterial kopieren und mit sogenannten Stellvertretern mit einer geringeren Auflösung umgehen kann. Dies hat zur Folge, dass Adobe Premiere Pro CC und der Media Encoder CC auch auf schwächerer Hardware mit 8K-, HDR- und HFR-Inhalten umgehen können mittels der Stellvertreter-Funktion.

Neue Looks gibt es indes für die Lumetri-Farbe, während die HSL-Palette komplett neu ist. Mit deren Hilfe lassen sich bestimmte Farbbereiche einfacher auswählen, um deren Farbtemperatur, Kontraste und Sättigung bequem über Regler zu verändern.

Eine weitere Neuheit ist die nun native Unterstützung von 360-Grad-Videos für Virtual Reality Medien, die sich in einer Mini-Vorschau zudem für verschiedene VR-Geräte betrachten lassen. Auf Wunsch kann Adobe Premiere Pro CC die Stereobilder in einem Splitscreen-Fenster ausgeben oder die Farbanaglyphenbilder auf einer angeschlossenen 3D-Brille.

In dem nachfolgenden (englisch-sprachigen) YouTube-Video erklärt Adobe genauer, wie man sich das Ganze vorstellen kann:

Leistungsoptimierung im Detail

Auch bei den anderen Programmen zur Videobearbeitung hat Adobe an etlichen Stellen geschraubt. So kann After Effects CC mit einer neuen Vorschau für Film und Audio aufwarten, welche durch eine erweiterte Unterstützung für dedizierte Grafikchips schneller sowie flüssiger arbeitet. Für die Wiedergabe von echten 3D-Sequenzen ist nun Cinema 4D Lite fester Bestandteil von Adobe After Effects CC.

Zum Erstellen eigener Animationen steht nun mit Character Animator ein neues Werkzeug zur Verfügung, womit Bewegungen von Augen, Lippen und Kopf über die Webcam aufgenommen und für das 3D-Modell umgesetzt werden. Voraussetzung dafür ist wiederum, dass der Nutzer entsprechende Vorlagen für diese Bewegungen korrekt erstellt hat.

Im Bereich der Audio-Bearbeitung hält die Essential-Sound-Konsole in Adobe Audition CC Einzug. Mit ihr kann man Aufnahmen gezielt reparieren, die Lautstärke der Musik angleichen oder auch Sprachpassagen stärker hervorheben. Bei der Oberfläche haben sich die Entwickler an der Lumetri-Palette von Premiere Pro CC orientiert, sodass selbst Profis aus dem Videobereich ohne größere Vorkenntnisse im Audio-Bereich das Tonmaterial für ihre Filme bearbeiten können.

Auch dazu hat Adobe ein kleines Video erstellt, welches wir euch nicht vorenthalten wollen:

Preise und Verfügbarkeit

Wie es bei der Creative Cloud üblich ist, werden die Programme nicht mehr zu einem Festpreis verkauft, sondern als Abo angeboten. Hierbei gibt es verschieden umfangreiche Abos: Das Fotografie-Paket für 11,89 pro Monat zum Beispiel enthält Lightroom CC und Photoshop CC, während das Einzelabo für 23,79 Euro pro Monat nur eine einzige Creative-Cloud-App umfasst. Will man die komplette Palette aller über 20 Programme der Creative Cloud nutzen, fallen pro Monat 59,49 Euro an – oder 95,18 Euro, wenn man zusätzlich Adobe Stock noch dazu braucht. Für Unternehmen sind es pro Arbeitsplatz 69,99 Euro im Monat und für Schüler/Studenten/Lehrkräfte sind es sogar nur 19,34 Euro pro Monat im ersten Jahr.

Die neuen Funktionen sollen dabei im Laufe der kommenden Wochen und Monate in dem jeweiligen Programm Einzug halten.

[Quelle: Pressemitteilung]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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