Als Notenblattersatz: Brüsseler Philharmonie setzt auf Samsungs Galaxy Note 10.1

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Das Galaxy Note 10.1 ist ein wirklich sehr gute Tablet. Exynos 4412 Quadcore, als erstes seiner Art mit 2 GB RAM, dazu ein Infrarot-Port und allerlei weitere schöne Dinge, welche die Arbeit angenehm gestalten. Aber erst der S-Pen macht das große Note zu etwas wirklich Besonderem, womit vielfältige Einsatzmöglichkeiten gegeben sind. Eine dieser Möglichkeiten ist der Ersatz für Papier, wie derzeit die Brüsseler Philharmonie in einem Experiment beweisen will.

Normalerweise lesen Musiker eines Orchesters ihre zu spielenden Noten von Notenblättern ab, die vor ihnen stehen. Im Laufe der Zeit sammeln sich allerdings richtig viele Notenblätter an, die entsprechenden Aufwand in der Sortierung und Lagerung benötigen, von der Bereitstellung neuer Notenblätter mal ganz zu schweigen. Aus diesem Grund dürfte die Brüsseler Philharmonie das erste Orchester seiner Zunft sein, welches klassische Musik mit modernster Technologie in Form eines digitalen Notenblattes einsetzt.

 

Classic meets Modern Technology

Auf seiner Suche nach einer effizienteren Notenblattverwaltung, sind die Verantwortlichen der Philharmonie auf neoScores gestoßen. Die App erlaubt die einfache Verwaltung von Notenblättern, deren Verteilung sowie das Notieren von Ergänzungen innerhalb des digitalen Notenblattes. Im Prinzip also ideal für einen modernen Musiker, weshalb Samsung über 100 Galaxy Note 10.1 Tablets an die Mitglieder des Orchesters verteilen wird. Natürlich mit vorinstallierter neoScores-App und S-Pen.

Eines der Ziele des Experiments ist es, die Zeit für das erstellen, drucken, kopieren und verteilen der Notenblätter drastisch zu reduzieren. Samsung erklärte dazu, dass die Brüsseler Philharmonie durch den Wechsel zum Galaxy Note 10.1 bis zu 25.000 Euro an Papierkosten einsparen kann, von den Dutzenden Stapeln an Papier in einem einfachen, nur knapp 600 Gramm schweren Gerät einmal abgesehen. Als weiteres Extra sind die Galaxy Note 10.1 für die Brüsseler Philharmonie mit dem sogenannten Concert Mode ausgestattet. Dieser ist ähnlich zum Flug-Modus, denn nichts ist störender für einen Musiker als während eines Konzertes durch irgendetwas gestört zu werden.

[Quelle: Samsung Tomorrow | via AndroidPolice]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

6 Kommentare

  1. Und dann heißt es: „Ups mein Tablet hat sich aufgehangen“ oder „oh nein mein Akku ist leer“ oder „das Programm reagiert nicht“ etc.

    Nein, das ist wirklich keine Lösung…gerade weil man ja nicht mal eben sein Tablet wieder Neustarten kann, wenn man mitten in einem Musikstück ist (von den evtl. Bugs die auftreten können, ganz abgesehen).

  2. Eigentlich ganz cool ABER: Es gibt eben immer die Gefahr das, wie Tobi schon angesprochen hat, sich das Gerät aufhäng, ausgeht wegem leeren Akku oder sonstiges. Idee nett aber sinnlos.

    • Ob die Idee wirklich sinnlos ist/war, muss sich erst noch zeigen. Könnte mir gut vorstellen, dass früher oder später ein Bericht im TV dazu mal ausgestrahlt wird. Außerdem ist es ja mehr oder weniger ein Pilotprojekt, dem man eine gewisse Zeit gewähren sollte vor einem wertenden Urteil.

      • Da sind Notenblätter dennoch besser, sehe da keine Vorteile für ein Tablet.

        • Es geht da vielmehr um die Kosten die eingespart werden können, nicht mehr alle Notenblätter ausdrucken zu müssen. Von der Verwaltung der Notenblätter mit aus Lager holen, auf den Platz legen, wieder abholen, wieder zurück ins Lager und so weiter mal ganz abgesehen.

          Wie im Video zu sehen versehen die Musiker die Notenblätter zudem mit Notizen, was wiederum eine Einarbeitung in die Notenblätter bedarf was wiederum erneut ausgedruckt werden muss. Ich denke mal das Brüssel damit hauptsächlich Kosten einsparen will.

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