Amazon arbeitet an einem vollwertigen Spotify-Konkurrenten

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Amazon Prime Music

Streaming gehört die Zukunft des Musikhörens wird immer gesagt, weswegen sich immer mehr Anbieter in diesem Markt tummeln und selbst Amazon zu einem zaghaften Angebot veranlasst hat. Nun soll CEO Jeff Bezos jedoch Größeres vorhaben und niemand geringeres als den aktuellen Marktführer Spotify im Visier haben.Hat Prime Music ausgedient?

Wie die New York Post mit Verweis auf Quellen aus der Musikbranche berichtet, will Jeff Bezos das Medienangebot von Amazon kräftig ausbauen. Nachdem er bereits von einem Oscar für die eigenen Inhalte träumt und sogar die Ausstrahlung von Sport-Veranstaltungen nicht ausschließen will (zum Beitrag), wäre ein vollwertiger Streaming-Dienst für Musik die logische Expansion.

Neues Amazon Music Prime?

Und genau dafür sollen seit wenigen Wochen die ersten Verhandlungen mit den großen Musikverlagen laufen, um der Konkurrenz wie Spotify, Apple Music, Deezer, Google Play Music sowie Tidal udn andere Dienste Nutzer abjagen zu können. Bei den Preisen wird es wohl kaum großartige Unterschiede geben wie es heißt. Angeblich scheint auch Amazon für seinen Streaming-Dienst eine monatliche Gebühr von 9,99 US-Dollar anzusetzen, wobei in diesem Punkt noch lange nicht das letzte Wort gesprochen ist.

Immerhin muss der Versandriese auch Anreize bieten können, damit Musikhörer sich für das Streaming-Angebot des Konzerns entscheiden. Eine Möglichkeit wäre es, den Streaming-Dienst in Kombination mit dem Connected Cloud-Lautsprecher Amazon Echo (zum Beitrag) als Bundle anzubieten. Überlegungen rund um dieses Gerücht zufolge könnte die monatliche Gebühr des Streaming-Dienstes dabei auf 3 bis 4 US-Dollar fallen, um das Angebot attraktiver zu machen.

Im Umkehrschluss könnte der Konzern seinen Amazon Echo stärker als bisher verkaufen, welcher nicht gerade allzu stark nachgefragt sein soll. Ob dies mit den nicht sonderlich positiven ersten Tests zu tun hat (zum Beitrag) oder der sehr engen Verknüpfung mit dem Amazon Bestellsystem sei dahin gestellt. Fakt ist, dass der Lautsprecher mit der Sprachsteuerung nicht so erfolgreich zu sein scheint wie es sich Gründer und CEO Jeff Bezos vorgestellt hatte.

Letztlich hängt diese Möglichkeit davon ab, ob die Musikindustrie mitspielt und ob der Konzern ähnlich der ersten Fire-Tablets bereit ist, ein Verlustgeschäft zugunsten einer größeren Verbreitung in Kauf zu nehmen.

Strategie mit Hintergedanken

Jedoch wird der neue Streaming-Dienst, sofern die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, kein Bestandteil des Prime-Angebots sein. Stattdessen wird das vollwertige Streaming-Erlebnis als eigenständiges Angebot realisiert und läuft parallel neben Amazon Prime Music (zum Beitrag). Dieses umfasst lediglich knapp 1 Million ausgewählter Titel und kann von Prime-Kunden ohne Aufpreis genutzt werden. Eine Konkurrenz zu den etablierten Streaming-Anbietern stellt das Angebot nicht wirklich dar.

Nur sollte man nicht so schnell mit einem Start des geplanten Angebots rechnen. Da sich die Verhandlungen noch in einer sehr frühen Phase befinden, könnte der Start frühestens im Herbst diesen Jahres erfolgen, sodass noch einige Monate vergehen werden.

Hinter vorgehaltener Hand freut sich die Musikindustrie über die Ambitionen der großen Anbieter. Immerhin erhofft sich die Branche, dass Streaming zu einem Mainstream-Produkt wird und die Musikverlage sowie Künstler durch die monatlichen Streaming-Gebühren die nachlassende Nachfrage für digitale sowie kostenpflichtige Musik-Downloads auffangen zu können.

[Quelle: New York Post]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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