Android 4.4 KitKat für Einsteigersmartphones optimiert

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Android 4.4 KitKat

Nachdem die Aufregung rund um das Nexus 5 durch Saturn erneut ins Unermessliche getrieben wird, gibt es passend dazu die nächsten Informationshäppchen zu Android 4.4 KitKat selber. Zwar erhoffen wir uns noch immer, dass Google uns heute endlich erlösen möge, aber klare Fakten zu Android 4.4 KitKat sind uns auch sehr willkommen.

Erst recht wenn diese Informationen von einem Insider kommen, der eine respektable Geschichte und Trefferquote mit seinen Vorhersagen zu Google vorzuweisen hat. Amir Efranti heißt der gute Mann und wirft etwas Licht auf die vielen Spekulationen zur neuen Android-Version, sodass wir zumindest dort wieder etwas herunter kommen können. Allzu viel Neues weiß zwar auch Efranti zu Android 4.4 KitKat nicht zu berichten aber bestätigt immerhin einiges. Insofern kommen wir direkt zu dem, was der Herr uns zu erzählen hat.

 

Fragmentierung und Einsteigergeräte

Ein recht großes Problem für Google ist ohne Zweifel die Fragmentierung der Android-Plattform selbst, was die vielen verschiedenen Versionen des Betriebssystems betrifft. Sicherheitslücken werden in der Regel mit einem Firmware-Update behoben und auch neue Funktionen gibt es in der Regel mit solchen. Allerdings kommen die wenigsten Hersteller Zeitnah mit Updates hinterher und dann bestenfalls für die eigenen Flaggschiff-Modelle.

Um das Problem besser anzugehen, lagert Google für Android 4.4 immer mehr seiner eigenen Apps in den Play Store aus, sodass Updates von Android selbst weniger notwendig erscheinen. Gerade beim Thema Sicherheit ist das von Vorteil, wie die ausgelagerte App-Verifizierung zu den Google Play Services zeigt. Unterstützend dazu werden die Hardware-Anforderungen auf 512 MB RAM gesenkt. Trotzdem heißt das noch lange nicht, dass Einsteiger-Smartphones deswegen mit Android 4.4 KitKat versorgt werden von ihren Herstellern.

 

Android 4.4 und Wearable Devices

Das Google Android 4.4 KitKat fit machen will für tragbare Geräte wie Smart Watches, kommt nicht ganz von ungefähr. Der Internet-Konzern arbeitet selbst an einem Wearable Device, welches bisher als Google Gem bekannt ist: Eine Smart Watch mit Android als Betriebssystem und Google Now fokussierter Oberfläche. Da macht die Optimierung für Wearable Devices einiges an Sinn, nicht wahr? Übrigens wird Android 4.4 drei neue Sensoren unterstützen: Schritterkennung, Schrittzähler und Geomagnetik. Das Moto X zeigt da bereits, wo die Richtung hinführen könnte.

 

Near Field Communication (NFC)

NFC wurde erstmals mit Android 2.3 Gingerbread und dem Nexus S eingeführt und die Unterstützung durch Android seither Stück für Stück ausgebaut. In der Praxis sieht das aber meistens etwas anders aus, denn da mischen sich Netzbetreiber in die Sache mit ein, insbesondere in den USA im Bezug auf Google Wallet. Mit Android 4.4 KitKat kappt Google kurzerhand den Einfluss der Netzbetreiber und gewährt Entwicklern umfangreichere Möglichkeiten über die NFC-API. So kann eine virtuelle Kreditkarte emuliert werden, ohne das die Daten in einem NFC-Secure-Element gespeichert werden müssen. Das zieht allerdings die Frage nach sich, wo denn die Informationen dann gespeichert werden.

 

Infrarot und Bluetooth

HTC und Samsung haben für Smartphones den Weg geebnet für Infrarot-Sensoren, indem das Smartphone kurzerhand als Universal-Fernbedienung herhalten darf. Laut den Informationen von Efrati zufolge, wird Android 4.4 diesen Weg künftig vermutlich mit unterstützen und eine verbesserte API-Schnittstelle für Infrarot-Sensoren bieten. Entwickler werden dann mit ihren Apps direkt auf verbaute Infrarot.-Sensoren zugreifen können. Würde beispielsweise vom neuen Vollbild-Modus profitieren und echtes TV-Feeling ermöglichen.

Selbst die Unterstützung von Bluetooth wird Google ausbauen und zwar mit weiteren Bluetooth-Profilen. Laut Efrati sind das Bluetooth HID over GATT und Bluetooth Message Access. Soll vermutlich in erster Linie die Kompatibilität zu einer Vielzahl an weiteren Bluetooth-fähigen Geräten erweitern, um den Vorsprung bei Smartphones weiter auszubauen bzw. zu festigen.

 

Ihr seht, die Neuerungen rechtfertigen wirklich den Schritt auf eine neue Major-Version, auch wen Android 4.4 KitKat in der Nummerierung einen anderen Anschein machte. Egal, Google sollte nur endlich mal aus den puschen kommen und Android 4.4 KitKat mitsamt Nexus 5 und Nexus 10 vorstellen.

[Quelle: Jessica Lessin | via XDA Developers]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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