[anDROID für Anfänger erklärt] Teil 13: Android im Auto

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Android für Anfänger und Android im Auto

Android hat sich über die Jahre hin zum meist genutzten mobilen Betriebssystem hin gemausert, das in diesem Jahr erstmals auch das Auto erobern will. Haupt-Entwickler Google höchstselbst treibt diesen Weg voran, dabei gibt es schon jetzt umfangreiche Möglichkeiten sein Smartphone und Tablet im Auto zu nutzen. Und wir zeigen euch mal wie in unserem neusten Teil von anDROID für Anfänger.

Die Open Automotive Alliance hat Google erst vor Kurzem frisch angekündigt, mit deren Hilfe Android als Betriebssystem für die Entertainment- und Infotainment-Systeme im Fahrzeuge etabliert werden soll. Apple unternimmt mit iOS in the Car bzw. CarPlay ähnliche Anstrengungen. Dabei ist schon heute weitaus mehr möglich als man vielleicht denken mag. Das Navigieren mit Navigon, TomTom, Sygic, Waze oder Google Maps ist schon lange nicht mehr das Ende der Fahnenstange, wenn man es mal so formulieren möchte. Sicherlich ist das die hauptsächliche Nutzung eines Smartphones und mittlerweile vereinzelt auch Tablets aber es geht auch anders.

 

Android, Navigation und das Auto

Trotzdem bleiben wir zunächst bei diesem Einsatz-Zweck, denn auch hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Im Google Play Store gibt es auch die eine oder andere Navigationsanwendung, falls wem die vorinstallierte Lösung mit Google Maps Navigation nicht gefällt. Denn der Kartendienst lässt sich auch dazu nutzen. Einen richtigen Offline-Modus bietet Google Maps allerdings nicht wie die klassischen Navigationsanbieter aber immerhin lässt sich mit einem kleinen Trick zumindest ein kleiner Kartenausschnitt speichern. Dazu einfach den gewünschten Kartenausschnitt in Google Maps aufrufen und im Suchfeld „ok maps“ eingeben.

Durch diesen versteckten Befehl wir der aktuelle Ausschnitt von Google Maps in den Offline-Cache der App geladen. Für längere Fahrten durch Deutschland eignet sich das aber trotz allem nicht. Abgesehen davon bietet Google Maps quasi als Allround-Lösung noch die Möglichkeit der Navigation mit Öffentlichen Verkehrsmitteln (Straßenbahn, Bus, U-Bahn, S-Bahn, Metro), mit dem Fahrrad und auch zu Fuß. Es sollte aber bedacht werden, dass Google Maps für all diese Funktionen eine aktive Internetverbindung benötigt.

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Maps – Navigation, Bus & Bahn
Entwickler: Google Inc.
Preis: Kostenlos
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Navi-Apps, der klassische Einsatzzweck

Auch wenn Google Maps praktisch bei jedem Android-Smartphone (und Tablet) vorinstalliert und auch recht nützlich ist, eignet sich die App für den Auslandseinsatz keinesfalls. Zu schnell würden die Roaming-Kosten für die übertragenen Daten explodieren und auch eine lokale Prepaid-SIM kann kaum einen Ersatz darstellen. Aber dafür gibt es ja auch die Offline-Navigationsapps, die festeingebaute Lösungen und selbst den klassischen PNA verdrängt haben. Diese bieten nicht nur in der Regel detailierte Offline-Karten für ein komplettes Land an: POIs (Points of Interests), Sprachführer, Sehenswürdigkeiten, Fahrtenbuch und eine detaillierte Tourplanung gehören zum Standardumfang solcher Lösungen. An dieser Stelle wollen wir euch allerdings nur eine kleine Auswahl der eventuell bekanntesten Apps bieten, denn das Angebot an Navi-Apps ist schier riesig.

Achtung: Für Offline-Karten sind je nach Anzahl Länder mehrere Gigabyte an Speicher notwendig!

TomTom

Die App TomTom des gleichnamigen niederländischen Unternehmens ist der Klassiker schlechthin unter den Navigationslösungen. Im Jahre 1991 als Palmtop gegründet, hat das Unternehmen mit seiner Software überhaupt erst den Markt für Privatkunden entstehen lassen. Wie die meisten anderen Apps auch gibt es TomTom für Android in verschiedenen Paketen: Deutschland, die DACH-Region (Deutschland, die Schweiz und Österreich), Westeuropa und Europa. Außerdem gibt es optional buchbare Zusatzpakete wie Radarfallen-Warner, aktuelle Verkehrsinformationen für eine automatische Neuberechnung der Route bei Verkehrsbehinderungen und noch einiges anderes mehr.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁 #wpappbox

Links: → Store öffnen → Google-Suche

 

Navigon

Seit jeher ist Navigon der größte Konkurrent von TomTom mit einem sehr ähnlichen Funktionsumfang. Auch bei Navigon gibt es verschiedene Funktionen die zum Grundpaket bestehend aus Offline-Navigation, umfangreicher Routenplanung und dergleichen zugebucht werden können. Eigentlich unterscheiden sich die Apps nur in ihren Algorithmen zur Zielführung, Streckenberechnung und dem Aussehen.

NAVIGON DACH
Preis: 29,99 €+
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Sygic

Zu Windows-Mobile-Zeiten war Sygic als iGo gestartet und hat sich schnell großer Beliebtheit erfreut. Das lag damals vor allem an der schnellen Streckenberechnung, dem vergleichsweise kleinen Kartenmaterial und der Möglichkeit, die App umfangreich den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Heute zählt Sygic nach wie vor mit zu den beliebtesten Navi-Apps was in erster Linie am niedrigeren Preis zu TomTom, Navigon und Co liegt. Aber auch die 3D-Darstellung der Umgebung sowie 3D-Objekten bekannter und markanter Bauwerke. Als eine der ganz wenigen Navi-Apps lässt sich Sygic zudem ganze sieben Tage auf Herz und Nieren testen. Eine Besonderheit ist der optional kaufbare HUD-Modus, bei dem die nächsten Aktionen auf die Windschutzscheibe projiziert werden können.

GPS Navigation Sygic
Entwickler: Sygic.
Preis: Kostenlos+
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CoPilot

Die Navi-App CoPilot war einige Zeit lang mal auf HTC-Geräten vorinstalliert aber das war einmal. Die Partnerschaft war nicht so fruchtbar wie sich das die beiden Unternehmen damals vorgestellt hatten, weswegen CoPilot als einzeln erwerbbare App vermarktet wird. Wie bei den meisten Apps gibt es auch hier gibt es wieder etliche optionale Pakete, die gegen einen kleinen Obolus hinzugekauft werden können.

CoPilot DACH GPS Navigation
Entwickler: ALK Technologies
Preis: 19,99 €+
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OpenStreetMap

Die ganz große und auch beliebteste Konkurrenz zu Google Maps ist das freie Projekt OpenStreetMap. Wie Google Maps auch ist OpenStreetMap auf Online-Karten angewiesen und dennoch gibt es einen großen Unterschied: Bis zu 10 Länder des mit weit über 100 Ländern umfangreich gefüllten Kartenpools können zur Offline-Nutzung heruntergeladen werden. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann für 6,99 die Plus-Version erstehen.

Karten & Navigation — OsmAnd
Entwickler: OsmAnd
Preis: Kostenlos+
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Karten & Navigation — OsmAnd+
Entwickler: OsmAnd
Preis: 6,99 €+

 

Waze

Die Navi-App Waze gibt es im Gegensatz zu den meisten anderen Navi-Apps kostenlos im Google Play Store und funktioniert nach dem Prinzip von Google Maps. Allerdings stammt das Kartenmaterial von Navteq, einem Tochter-Unternehmen für Geodaten im Besitz von Nokia. Außerdem sorgen mehr als 50 Millionen Nutzer für aktuelle Verkehrsdaten, die den anderen Nutzern in Echtzeit auf ihrem Gerät zur Verfügung stehen. Über kurz oder lang wird sich das allerdings ändern, denn Google hat Waze für 1,3 Milliarden US-Dollar übernommen und will dessen Technologie im Laufe der Zeit bei Google Maps integrieren. Trotzdem wird Waze wie es ist auch weiter so bestehen bleiben, nur das man mit Google als Besitzer nicht mehr so stark auf Gewinn hin arbeiten muss.

Waze - GPS, Karten & Verkehr
Entwickler: Waze
Preis: Kostenlos
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Das Smartphone im Kfz-Modus

Aber nicht nur Navi-Apps stellen die Auto-Fähigkeit von Smartphones mit Android dar. Einige Hersteller nehmen sogar explizit auf Autofahrer Rücksicht indem spezielle Kfz-Modi in die Firmwares eingebaut werden. Das sind für das Auto angepasste Oberflächen, die sich auf die wichtigsten Funktionen mit besonders großen Tasten beschränken. Im Normalfall startet nach entsprechender Einstellung der Auto-Modus des Smartphones automatisch, sobald dieses in eine entsprechende Kfz-Halterung mit Stromversorgung über den Zigarettenanzünder gesteckt wird.

 

HTC Car

Bei dem taiwanischen Hersteller HTC nennt sich die Sache HTC Car und kommt neben einer eigenen Oberfläche auch mit eigenem Zubehör. Das HTC Car Kit ist für die drei One-Modelle One, One mini und One max verfügbar, allerdings funktioniert auch jede andere Auto-Halterung für HTC Car. Die Oberfläche selbst lässt sich anpassen, bzw. die einzelnen Verknüpfungen für Apps und Funktionen. Ob Navi-App, Telefon, der Kalender, Nachrichten oder der Musikplayer, fast alles lässt sich auf eine der Verknüpfungen legen. Die Uhrzeit  mit Wetter und der Kalender sind immer an erster Stelle zu sehen. Wie das aussieht in Verbindung mit MirrorLink haben wir zuletzt auf dem MWC 2014 ausprobiert.

 

Samsung Freisprechmodus

Bei Samsung nennt sich das Ganze nur noch Freisprechmodus und ist nichts anderes als ein Profil mit voller Lautstärke und sprachgesteuerter Unterstützung. Allerdings ist die Sache mehr hinderlich als nützlich, denn zum einen ist die Sprachausgabe sehr deutlich hörbar gekünstelt und akkurat ist auch etwas anderes. Wenn man auf den Freisprechmodus bei Samsung verzichtet tut man sich eher einen Gefallen. Da wäre eine in Deutschland leider nicht erhältliche App schon besser: Samsung Eyes on the Road.

Dabei handelt es sich im Prinzip um eine App mit Ansporn zum sichereren Fahren. Ab einer Geschwindigkeit von 20 km/h werden automatisch alle Benachrichtigungen stumm geschaltet und Anrufe sowie SMS-nachrichten abgeblockt. Über eine automatisch verschickte SMS wird der jeweilige Kontakt über die Fahrt unterrichtet, natürlich auch wahlweise mit einer eigenen Nachricht. Nach 15 Minuten im Stillstand schaltet sich die App automatisch aus.

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Google Car Home

Interessanterweise hatte sich sogar Google mal dem Thema „Smartphone im Auto“ auseinander gesetzt und Car Home entwickelt. Dieser Aufsatz ist wirklich auf das Nötigste beschränkt aber so gut wie kaum noch zu installieren aus dem Play Store. Eine Suche via Google sollte aber zu einer per Sideload installierbaren APK führen. Oder man schaue bei den XDA Developers vorbei, dann gibt es dort die APK(s) zum Download.

Car Home
Entwickler: Google Inc.
Preis: Kostenlos
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Automation im Auto

Aber nicht nur Apps können im Cockpit vom Auto sehr hilfreich sein. Selbst die Nahfunk-Technologie NFC hat ihren äußerst praktischen Nutzen, allerdings erst in Zusammenspiel mit sogenannten NFC-Tags und einer entsprechenden App zum Beschreiben der NFC-Tags. Allerdings sollte man darauf achten welche Tags man kauft: Es gibt unterschiedliche Speichergrößen von wenigen Kilobyte bis hin zu etlichen Hundert Kilobyte. Der einzige Unterschied zwischen diesen Tags besteht im Umfang von speicherbaren Anweisungen.

Mit der App Trigger können solche NFC-Tags bequem beschrieben und mit Funktionen ausgerüstet werden. Zum Beispiel lässt sich auf einem genügend großen NFC-Tag (groß im Sinne des Speichers) das Einschalten von GPS, Bluetooth für die Kfz-Freisprecheinrichtung und die Navi-App starten. Es lassen sich aber auch andere Ereignisse mit Trigger erstellen, was in die Richtung eines weitaus mächtigeren Tools namens Tasker geht

Trigger
Entwickler: Coleridge Apps LLC
Preis: Kostenlos+
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Denn Tasker ist eine (kostenpflichtige) App mit einem sehr großen Umfang an Funktionen, die bei bestimmten Ereignissen ausgelöst werden können. Wie bei Trigger bedarf es für manches Feature allerdings Root-Zugriff, was für manchen schon als Rechtfertigung zum Rooten dient. Manch einer behauptet ja das erst Tasker ein Smartphone so richtig smart macht. Mit einem Tasker-Profil lässt sich beispielsweise ab einer einstellbaren Mindestgeschwindigkeit automatisch die Navi-App starten. Wie solch ein Profil aussehen kann, könnt ihr hier nachlesen und als Anreiz bzw. kleinen Einblick in die fast endlosen Möglichkeiten mit Tasker betrachten. Denn Tasker eignet sich nicht nur für Aufgaben im Auto.

Tasker
Entwickler: Crafty Apps EU
Preis: 2,99 €
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Mehr als nur Entertainment

Wer jetzt denkt dass es damit getan ist, der hat sich ganz gewaltig getäuscht. Mit etwas größerem Aufwand kann man ein Android-Tablet auch gleich komplett als Festeinbau in seinem Auto betreiben. Gerade die multimedialen Fähigkeiten eines solchen Tablets lassen sich als Infotainment oder Entertainment-System nutzen. In Kombination mit einem 3G- bzw. LTE-Modem sogar ganz besonders, dann kann man auch in Pinkelpausen seine Mails checken und Glückwünsche zum schönen Italienurlaub via Facebook abrufen ohne sein Smartphone aus der Tasche holen zu müssen. Wie so etwas aussehen könnte zeigt der Edeltuner Sonic Electronix mit einem Nexus 7 im Cockpit eines Dodge Ram, Baujahr 2008. Allerdings ist diese Lösung sogar noch besser: Das Tablet verschwindet in einer Dockingstation auf der Mittelkonsole im Auto.

Oder man bedient sich bereits vorgefertigter Einbausätze von Parrot bzw. Pioneer. Parrot ist einer der ersten Hersteller gewesen, der ein Autoradio in DIN-Norm mit Android auf den Markt und somit die Welt von Google in das Auto brachte. Allerdings sollte man sich im Klaren sein, dass das Parrot Asteroid kein Android-Gerät im eigentlichen Sinne ist sondern vielmehr ein besseres Radio. Während solche Geräte damals vor allem noch mit der Rechenleistung zu kämpfen hatten und einer entsprechenden Anpassung sowie eingeschränkten Funktionsumfang, ist die heutige Generation dieser Gerätschaften schon etwas ausgebuffter.

Als bestes Beispiel lässt sich hier das SPH-DA110 von Pioneer nennen, dass mit seinen 2 DIN-Schächten zwar ein halbes Monstrum ist aber dafür auch einen 7 Zoll großen Touchscreen mit sich bringt. Und da sich die Smartphone-Welt deutlich schneller weiterentwickelt als Zubehör für das Auto, wird kurzerhand das eigene Smartphone über MirrorLink als Herzstück verwendet. Jedoch sind nur spezielle Apps von Pioneer über das AppRadio3 installierbar, die komplette Welt des Google Play Store im Auto ist nicht drin. Wer ein wenig mehr als das will, für den hat Pioneer mit dem AVH-X8500BT entsprechend Besseres im Angebot.

 

Abgesehen von der reinen Nutzung als besseres Entertainment-System kann ein Android-Tablet auch als echtes Infotainment-System genutzt werden. Möglich macht das die sogenannten OBD2-Schnittstelle, die in den meisten Fahrzeugen heutzutage zu finden ist. Mit einem speziellen Adapter kann man via Bluetooth, Tablet und einer speziellen App die kompletten Fahrzeugdaten auslesen. Eigentlich für Werkstätten und Techniker zur Fehlerdiagnose bei einer Panne erdacht, lässt sich mit einer App wie Torque Pro die Beschleunigung, Geschwindigkeit, Drehmoment und vieles weiteres direkt aus der Motor-Elektronik auslesen und das in Echtzeit. Abgesehen davon lassen sich schneller als im Normalfall Probleme mit dem Motor oder der Elektrik des Autos feststellen und das ohne der Fahrt in die Werkstatt.

Torque Pro (OBD2 / Auto)
Entwickler: Ian Hawkins
Preis: 3,55 €
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  • Torque Pro (OBD2 / Auto) Screenshot
  • Torque Pro (OBD2 / Auto) Screenshot
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Die Zukunft von Android im Auto

Das Alles ist zwar ganz schön, mit Navi-Apps für Android-Smartphones oder das Tablet als Entertainment- und Infotainment-System. Wie genau die Zukunft von Android im Bereich des Autos aussehen könnte, gab der Google-Konzern im Rahmen der CES 2014 bekannt. Zusammen mit dem Chip-Entwickler NVIDIA und den Fahrzeug-Herstellern Audi, General Motors, Hyundai sowie Honda treibt Google unter der Open Automotive Alliance die Entwicklung voran. Das Ziel von Google ist die Implementation von Android-basierten Systemen in der Bordelektronik und die stärkere Vernetzung von Smartphones mit dem Fahrzeug. Wie solch eine Vernetzung aussehen könnte zeigt ein Patentantrag von Motorola.

Als einziger Partner bisher hat Audi auf der CES 2014 die ersten Ausblicke gegeben, wie man sich eine solche Umsetzung vorstellen kann. Ein Android-Tablet als optionales Paket wird bereits mit den nächsten Modell-Generationen eingeführt, bevor es Ende des Jahres die ersten Modelle mit Android als Betriebssystem für Infotainment-Systeme geben würde. Worauf die OAA besonderen Wert legt und vor allem auch muss, ist die Sicherheit der Plattform an sich. Denn so offen Android auch sein mag: In Brems- und Steuersysteme zum Beispiel darf weder der Fahrer noch ein Beifahrer oder eine andere dritte Person eingreifen können und das gilt es technisch auch wirklich sicher abzugrenzen.

Die Ambitionen von Google sein Smartphone-Betriebssystem im Auto zu verankern dürfte dem kanadischen Smartphone-Konzern und Pushmail-Pionier Blackberry alles andere als gefallen: Deren Betriebssystem QNX ist derzeit die vorherrschende Plattform was Entertainment- und Infotainment-Systeme betrifft.

 

Bereits veröffentlichte Beiträge:

In Kürze folgende Beiträge:

  • Teil 6: Datensicherung
  • Teil 7: Datenaustausch über BT, WLAN und USB
  • Teil 8: Welches ist das richtige anDROID Smartphone für mich?

Wie sieht es mit euch aus: Gibt es noch Themenbereiche die wir völlig vergessen haben und über die dringend aufgeklärt werden muss? Dann ab in die Kommentare damit!

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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