Android kostete Google damals nur 50 Millionen Dollar

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Android

Android ist das erfolgreichste mobile Betriebssystem aller Zeiten. Millionen wenn nicht sogar Milliarden Smartphones und Tablets haben das Betriebssystem von Google installiert, womit die Plattform deutlich der Marktführer ist. Da möchte man doch fast meinen, dass sich Google das damals ordentlich was kosten lassen hat. Die Realität sieht ganz anders aus.

Heutzutage ist man es fast schon gewohnt, dass die Übernahme eines Unternehmens durch einen Konzern in der Höhe von etlichen Milliarden US-Dollar liegt. Bestes Beispiel ist die Facebook-Übernahme von WhatsApp, wofür der Social-Network-Gigant mal eben schlappe 19 Milliarden US-Dollar auf den Tisch gelegt hat. Selbst die Virtual-Reality-Brille Rift von Oculus ist mit gut 2 Milliarden nicht gerade ein Schnäppchen gewesen, was aber scheinbar dem möglichen Potential gerecht wird. Nimmt man diese Maßstäbe heran, dann müsste Google doch eigentlich auch Milliarden für die Übernahme von Android gezahlt haben, oder?

Der Verkauf von Android

Die Geschichte von Android zeigt, dass dem nicht so ist. Nachdem Andy Rubin das gleichnamige Unternehmen im Jahre 2003 gründete und mit der Entwicklung begann, war es ursprünglich als Betriebssystem für Digital-Kameras gedacht. Etwa ein Jahr später war Rubin auf der Suche nach Investoren, da die finanziellen Mittel allmählich zur Neige gingen. Also versuchte er die Großen der Branche für sich zugewinnen, darunter Samsung. Die Südkoreaner hatten jedoch kein Interesse an der Plattform und so zog Rubin weiter zu Google. In einem ersten Gespräch mit Google-CEO Larry Page ging es zunächst um Analysen, dass der Smartphone-markt deutlich lukrativer werden würde als der PC-Markt.

Eigentlich hatte Rubin nach seiner Vorstellung von Android gehofft, dass Google ein wenig Geld in das StartUp investieren würde. Allerdings gefiel Page das Konzept dermaßen gut, dass der Internet-Konzern kurzerhand das Unternehmen von Andy Rubin aufkaufte: Für 50 Millionen US-Dollar. Ab 2005 waren dann alle Sorgen Rubins zerstreut, denn Google investierte gleich mal 10 Millionen US-Dollar in den Erwerb diverser Patente und die Kreativität und Vorstellungen des kleinen Entwickler-Teams konnten sich voll entfalten.

Der Rest ist Geschichte und zeigt, dass nicht die teuersten Übernahmen auch die lukrativsten sein müssen.

[Quelle: PhoneArena]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

  1. Jupp schreibt:

    Ganz schön teuer!
    Gates hatte für QDOS nur 50.000 Dollar bezahlt.

    • Ich denke das man die Relationen der jeweiligen Zeit nicht außer Acht lassen sollte. Der Markt für Heimcomputer dürfte zu DOS-Zeiten vielleicht ein paar Millionen Dollar groß gewesen sein, der Smartphone-Markt gegen 2005 hingegen schon in Bereichen von Milliarden. Insofern wäre Android wiederum ein Schnäpperle gewesen, im Vergleich zu WhatsApp auf jeden Fall. 😉

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