Android M mit neuer Update-Garantie für Nexus-Geräte

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Google I/O 2015 mit Android M

Auch wenn es keine Tradition bei Google ist, so wird kommende Woche die Vorstellung von Android M zur anstehenden Entwickler-Konferenz Google I/O 2015 erwartet. Mit dieser Version wird es vermutlich kaum dermaßen große Umbrüche auf technischer und funktioneller Ebene geben, aber was Updates für die Nexus-Familie betrifft sehr wohl.

Updates sind eines der vielleicht umstrittensten Themen in der Welt von Android, denn die wenigsten Modelle erhalten regelmäßig und vor allem zeitnah die neusten Android-Versionen. Selbst bei der Nexus-Familie ist ein zeitnahes Update nicht immer gewährleistet, wie Besitzer eines Nexus 9 leidvoll bekunden können. Mit Android M soll sich genau das allerdings einem neuen Gerücht zufolge erheblich verändern. Zumindest was die Nexus-Familie von Google betrifft stehen große Veränderungen an.

Neue Update-Regeln für Android M

Wenn die Informationen stimmen, welche die Kollegen von AndroidPolice erhalten haben, dann wird ab Android M jedes unterstützte Nexus-Gerät eine Update-Garantie für zwei Jahre erhalten was größere Android-Versionen betrifft. Zusätzlich sollen für ganze drei Jahre zumindest Updates für die Sicherheit der jeweiligen Android-Version bereitgestellt werden, sodass ein Nexus-Smartphone bzw. Tablet beginnend mit Android M für maximal vier bis fünf Jahre unterstützt wird. Alternativ werden Sicherheitspatches für mindestens 18 Monate garantiert, je nachdem welcher Fall länger Gültigkeit hat.

Das Interessante daran ist, dass diese neue Update-Garantie sowohl für künftige als auch bereits verfügbare Nexus-Modelle gelten soll, unabhängig davon wann sie verkauft wurden. So dürften die Modelle Nexus 4, Nexus 7 (2012) und das Nexus 10 offiziell zwar kein Android M erhalten – inoffiziell dürfte zum Beispiel CyanogenMod 13 eine Abhilfe darstellen – aber immerhin noch einige Sicherheits-Updates.

Einer ersten Rechnung zufolge dürfte das Nexus 4 noch bis diesen Herbst mit genannten Sicherheits-Updates versorgt werden, da dessen Verkauf im Herbst 2013 eingestellt wurde. Für das Nexus 10 ist erst 2016 Schluss, da es bis Herbst 2014 im Google Play Store verblieb. Das Nexus 7 (2012) hingegen kam im Sommer 2012 auf den Markt und wurde schon im Sommer 2013 wieder eingestellt, weswegen es mit dem Release von Android M auch außerhalb der Sicherheits-Updates liegt. Bei den anderen Nexus-Geräten ist es ähnlich.

Verbleib beim Status Quo

Die neue Update-Politik rund um Android M dürfte Google kommende Woche auf der Google I/O 2015 angekündigt werden. Unklar ist allerdings, inwiefern diese Vorgaben bezüglich der Updates für die OEM-Partner gelten und wie diese umzusetzen sind. Immerhin dauert es selbst bei aktuellen Flaggschiff-Modellen zum Teil mehrere Monate im Schnitt, bevor die neuste Android-Version als Update verfügbar ist – Ausnahmen wie das LG G3 bei Android 5.0 Lollipop bestätigen die Regel.

Ob Google nun endlich den richtigen Mittelweg gefunden hat, die Fragmentierung und langsamen Updates in den Griff zu bekommen, darf dennoch mit allem Respekt bezweifelt werden. Der Aufwand eine neue Android-Version auf die Geräte anzupassen, die Oberfläche zu portieren und die eigenen Apps, Dienste sowie Funktionen zu implementieren, sind einfach bei der Größe mancher Portfolios eine wirtschaftlich nicht lohnende Sache. Insofern dürfte alles beim Alten bleiben, auch mti Android M.

Abgesehen von der Nexus-Familie.

[Quelle: AndroidPolice]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

  1. roberto schreibt:

    Wundert es euch wirklich noch?
    Google versteht es nicht mit den Herstellern zusammenzuarbeiten.
    Das machen Apple und Microsoft wesentlich geschickter, da sie nicht nur beta-Versionen anbieten, sondern diese auch regelmäßig updaten. Daher stehen für diese Systeme sogar vor oder kurz nach dem Release der Firmwareversion alle möglichen neuen Funktionen in den Apps – v.a. auch der Dritthersteller – bereit.
    Mittlerweile haben zwar auch viele Apps bei Android ein Material Design Update bekommen, aber viele Funktionen des Systems werden trotzdem (noch) nicht unterstützt (Backup der App-Daten).

    Ich bin zu Windows Phone gewechselt und muss sagen, dass ich sehr positiv überrascht bin. Das Gerät funktioniert out of the box ohne das ich rooten, xposen oder haufenweise ergänzende „Systemapps“ (Titanium, Foldersync, Greenify, sd-maid, …) installieren muss. Das ist bei einem Androiden undenkbar geworden.

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