Android N: Ist das nahtlose Update wirklich so toll?

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android-n-flashnews-4Kurz hinterfragt: In den vergangenen Tagen kamen nach und nach einige Zusatzinformationen ans Tageslicht, was uns mit Android N 7.0 in Zukunft noch erwarten wird. Neben einigen Funktionen wie der die „App Shortcuts“ und die Unterstützung von „Force Touch„, die man vorerst auf Eis gelegt hat, ist auch das nahtlose Update im Hintergrund ein Thema, welches ich gar nicht so positiv begrüße.

Android N und das nahtlose Update

Eine neue Funktion von Android N 7.0 soll das automatische und somit nahtlose Firmware-Update im Hintergrund sein. Das bedeutet, steht ein Update für euer Android Smartphone zur Verfügung, wird es automatisch im Hintergrund (ich hoffe mal nur im WLAN) heruntergeladen und installiert. Es ist von euch lediglich ein Neustart des Smartphone notwendig.

1. Kontrapunkt

Eine Sache die wir von Chrome OS und vor allen Dingen von Windows her schon kennen. Dort heißt es einfach „Doch höre ich mich in meinem Umfeld so um, sind alle von den Windows Updates genervt. „Ich möchte selber entscheiden was auf meinen Rechner installiert wird und was nicht.“ Wird da argumentiert, was man ja auch inzwischen kann. Aber selbst bei einer Installation im Hintergrund und der darauf folgenden Aufforderung einen Neustart auszuführen oder zu planen, bekommen viele Windows Anwender einen dicken Hals. Warum sollte das nun plötzlich bei einem Smartphone anders sein?

Nur Nexus Modelle?

Viele sind aktuell nahezu traurig dass ihr Smartphone von der neuen Funktion nicht partizipieren wird. Hieß es zuletzt es werden nur Google Nexus Devices die neuen nahtlosen Updates erhalten, wissen wir nun das dies auch nicht der Fall sein wird. Grund hierfür ist eine notwendige „Formatierung“ des Systemspeichers und eine Unterteilung in zwei Partitionen.

Bedeutet im Klartext, nur zukünftige Android Smartphones mit Android N werden von den „nahtlosen Updates“ berücksichtigt werden. Ein heißer Kandidat wäre mit Sicherheit das im August erwartete Samsung Galaxy Note 6, welches ja Gerüchten zufolge mit satten 6 GB RAM ausgestattet sein soll. Samsung als Hersteller und Entwickler von Flashspeicher wäre dafür nahezu prädestiniert.

Samsung Galaxy Note 6: Die neuen 6 GB RAM Module sind bereits offiziell

2. Kontrapunkt

Doch auch hier habe ich weitere Bedenken. Denn die zwei Partitionen des ROM Speichers, machen auch eine Aufteilung des Gesamtspeichers notwendig. Das bedeutet dass die „unangetastete“ Partition, welche unter anderem auch für das nahtlose Update Speicher frei lassen muss, vom Gesamtspeicher abgeht. Smartphones mit 16 oder 8 GB internen Programmspeicher haben hier von vornherein verloren.

Ich werde die Entwicklung diesbezüglich aufmerksam verfolgen und bin überzeugt dass die große Vorfreude sich ganz schnell in Ärger wandelt.

[Quelle: Android Police]

 

 

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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