Android N: Zweite Developer Preview mit etlichen Veränderungen

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So wie bereits im letzten Jahr mit Android M, wird auch dieses Jahr Android N im monatlichen Rhythmus eine neue Version der Developer Preview erhalten. Nur das dieses Jahr alles schon vor der Google I/O und via OTA-Update funktioniert. Im Laufe der letzten Nacht verteilte Google nun die zweite Developer Preview mit der Build NPC91K, welche wieder einmal jede Menge Änderungen und neue Funktionen mit sich bringt.

Wie schon bei der ersten Developer Preview von Android N ist die neue Build nur für die Nexus-Modelle Nexus 5X, Nexus 6P, Nexus 9, Nexus Player und quasi als Sonder-Modell das General Mobile 4G Smartphone aus der Android One Reihe. Ob es im Juni tatsächlich etwas wird mit einer Developer Preview für ausgewählte Geräte von HTC, LG, Sony, Samsung oder HUAWEI (zum Beitrag) wird sich noch zeigen.

Android N DP2 bringt neue Grafik-Schnittstelle

OpenGL ist eine offene API-Schnittstelle für Entwickler, um grafische Elemente möglichst Hardware-übergreifend umsetzen zu können. Der Nachfolger Vulkan übernimmt diese Vorteile, ist dabei aber erheblich effizienter und Ressourcen-schonender, sodass auch grafisch umfangreichere Konsolen-Spiele sich auf Android portieren lassen. Eben diese neue Grafik API wird fester Bestandteil von Android N, nachdem Google als Teil der verantwortlichen Entwickler-Gruppe Khronos die API für Android optimiert hat.

Neu sind mit der zweiten Developer Preview von Android N auch die neuen Launcher Shortcuts, womit sich bestimmte Funktionen einer App direkt auf dem Homescreen ablegen lassen. Zum Beispiel kann man per Icon direkt den SMS-Editor öffnen, das Nach-Hause-Navigieren mit einer Karten-App oder direkt zur nächsten Episode in der aktuell geschauten Serie springen. Das Interessante dabei: Diese Launcher Shortcuts sind nicht auf Google-eigene Apps beschränkt mit Android N. Entwickler müssen lediglich entsprechende Intends in ihren Apps einbauen, damit die Launcher Shortcuts diese nutzen können.

Zu den eher kleineren Neuheiten der Android N Developer Preview 2 gehört die vollständige Unterstützung von UNICODE 9 inklusive neuer Emojis, Multi Window wurde mit getrennt festlegbaren minimalen Größen für Breite und Höhe von App-Aktivitäten weiter verbessert (zum Beitrag) und einige API-Schnittstellen mussten umbenannt werden. Grund für letzteres ist unter anderem das Fein-Tuning der Schnittstellen von Android N insgesamt. Die genauen Details gibt es in dem API-Referenzpaket für Entwickler.

Kleine Details der Developer Preview 2

Abgesehen von den offiziell genannten Veränderungen gibt es auch kleinere nicht dokumentierte Veränderungen in der Android N Developer Preview 2. Wer Ordner für thematisch passende Apps nutzt wird direkt über die erste Änderung stolpern: Die Ordner-Vorschau ist neu. Außerdem kann man nun alle offenen Apps in der Multi-Tasking-Übersicht mit einem Button schließen, da Google nun offiziell den „Clear all“-Button in Android N implementiert hat.

Weiterhin sind auch zwei neue Tiles für die Quick Settings mit dabei. Zum einen wird die Build-Nummer der Developer Preview von Android in der Benachrichtigungsleiste angezeigt und die Rechner-App lässt sich direkt aus besagter Benachrichtigungsleiste starten. Was aber ein wenig sehr deutlich gegen die eigenen Entwickler-Vorgaben verstößt: Entwickler sollen die Quick Settings nicht zum Starten bestimmter Apps nutzen.

Vielleicht nicht ganz so wichtig, aber für einen einheitlicheren Look nicht ganz unwichtig, hat Google einige der bereits existierenden Emojis überarbeitet und sie gleichmäßiger ausgerichtet. Heißt konkret, dass alle Emojis nun nach vorne schauen und nicht in verschiedene Richtungen.
Außerdem sind einige der neuen Emojis nun zu sehen.

Bugfixes und bekannte Probleme

Nebenbei haben die Entwickler bei Google natürlich auch etliche Bugs behoben, welche wagemutige Nutzer auf ihren Nexus-Geräten entdeckt haben. Diese sind wie folgt:

  • Verbindung zu versteckten SSIDs oder  Non-Broadcast WLAN (Fehler 203116)
  • Mikrofon bleibt über mehrere Aktivitäten hinweg stumm (Fehler 205922)
  • Verändern des Multi-Window Fokus pausiert YouTube-Wiedergabe (Fehler 203424)
  • Direktantwort könnte Aktivität schließen (Fehler 204411)
  • Diverse Stabilitätsverbesserungen

Ganz fehlerfrei wird aber auch die zweite Developer Preview von Android N nicht sein. Google merkt an, dass man die nachfolgenden Fehler auf seinem Nexus-Gerät durchaus erleben kann, aber nicht muss.

  • General Mobile 4G (Seed): Datenverbindung schlägt fehl, wenn man von SIM1 auf SIM2 wechselt
  • Pixel C (Ryu): Die Option“ Immer an“ der Sprachsuche lässt sich nicht umschalten
  • Nexus 6 (Shamu):  Kamera-Fotos im Hochformat sind korrumpiert, ausgenommen von HDR+ Fotos
  • Nexus Player (Fugu): Wiedergabe der HD-Inhalte von Netflix funktioniert nicht; jede App die auf dynamischer Video-Auflösung basiert könnte abstürzen; jede App welche den VP9 Videocodec nutzt könnte abstürzen

Zu beachten ist, dass das Update auf die zweite Developer Preview sowohl als Factory Image zum sauberen Flashen bereitgestellt wird, aber auch als OTA-Update im Rahmen des neuen und offiziellen Android Beta Programms von Google (zur Anmeldung) zur Verfügung steht.

[Quelle: Android Developers Blog]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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