Android SDK mit neuer Klausel: Google will Fragmentierung bekämpfen

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Als Android 2008 in Form des T-Mobile G1 auf den Markt kam, war dessen Werdegang noch nicht einmal ansatzweise vorherzusehen. Knapp 4 Jahre später ist es zum meist genutzten Betriebssystem für Smartphones geworden, kämpft aber auch mit einem großen Problem: Der Fragmentierung der Betriebssystemversionen.

Die Fragmentierung der Androidversionen dürfte zudem mit das größte Problem sein, das Google und die Open Handset Alliance zu bekämpfen haben. Immerhin sind von Android 1.6 bis Android 4.2 dutzende Versionen auf dem Markt in Verwendung, gerade auf den billigeren Geräten der Einsteiger- und unteren Mittelklasse sind Updates der Androidversion eher Mangelware. Die Schuld an diesem Zustand wurde in der Vergangenheit immer wieder zwischen Google, den Herstellern und den Netzbetreibern als hin und her geschoben, sodass kaum eine Besserung in Sicht war.

Nun unternimmt Google einen ersten Schritt, um die steigende Fragmentierung zu bekämpfen. Dazu hat der Konzern erstmals seit 2009 die Nutzungsbedingungen für das Software Development Kit, kurz SDK angepasst. Der Punkt 3.4 der aktualisierten Nutzungsbedingungen sieht vor, dass das SDK nicht in seinem Umfang verändert oder sonstigen Modifikationen und Anpassungen unterzogen werden darf.

You agree that you will not take any actions that may cause or result in the fragmentation of Android, including but not limited to distributing, participating in the creation of, or promoting in any way a software development kit derived from the SDK.

Deutsche Übersetzung

Sie willigen ein, dass Sie nichts unternehmen werden, was eine Fragmentierung von Android auslösen oder dazu führen könnte, einschließlich (aber nicht beschränkt auf) Verteilung von, Mitarbeit an oder Förderung von einem Software Development Kit, das von diesem SDK abgeleitet ist.

Aber was bedeutet das nun für uns? Für uns Nutzer selbst erst mal nichts auf den ersten Blick, da mit den Nutzungsbedingungen in erster Linie Entwickler von Apps angesprochen werden. Mit diesem Schritt will Google die größtmögliche Kompatibilität der Apps gewährleisten, da eine zu große Fragmentierung Entwickler abschreckt. Andererseits wird auch gemunkelt, dass das als kleine Drohung in Richtung Amazon verstanden werden kann. Bei seinen Kindle-Fire-Tablets setzt Amazon zwar auch auf Android als Betriebssystem, allerdings überhaupt nicht mehr als solches zu erkennen. Außerdem finden sich keinerlei Google-Apps auf dem Kindle Fire wieder, weshalb alles aus der Hand von Amazon kommt.

[Quelle: CNet]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

  1. Das bezieht sich nicht auf die „Fragmentierung“ der verschieden aktuellen Android Versionen,
    sondern auf den Fall mit Acer und diesem China Alibaba OS, welches ein nicht (vollständig)
    kompatibler Fork von Android ist.
    Ich denke mit Amazon hat das auch nichts zu tun.
    Die machen eigentlich auch nichts anderes als Samsung mit Sense, nur halt ne Nummer extremer,
    in dem sie die Suche, den App Store etc. „austauschen“. Abgesehen davon ist es immer noch Android.

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