Android Silver: Google plant Premium-Support für ausgewählte Geräte

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Premium Android Silver

Google will in Zukunft die Marke „Android“ wieder stärker in den Mittelpunkt rücken, wozu neben den neuen Vorgaben für Boot-Animationen auch das Projekt „Android Silver“ gehören wird. Auch wenn das Alles noch alles größte Spekulationen sind, ist die Aussicht auf solch ein Premium-Angebot von Google sehr verlockend.

Ein ganz großes Problem der Android-Plattform und das schon seit Jahren ist die Fragmentierung des Marktes. Etliche Versionen von Android befinden sich im Umlauf und immer wieder bekommt Google genau diese Fragmentierung von der Konkurrenz vorgehalten. Zwar hat der Konzern mit etlichen Maßnahmen erste Schritte unternommen, um zumindest Teile des Problems elegant zu lösen, das Hauptproblem beseitigen werden diese sie aber nicht. Mit dem gemunkelten Projekt „Android Silver“ wird sich das zwar auch nicht großartig ändern aber dadurch ist das Projekt nicht minder interessant. Sollte es denn wirklich so in der Form realisiert werden.

>Die Gerüchte zu Android Silver stammen zunächst einmal von den Kollegen bei AndroidPolice, welche die Sache selber sehr skeptisch betrachten. Die einzigen brauchbaren Informationen stammen aus älteren Dokumenten die AndroidPolice vorliegen und das sie überhaupt jemals so umgesetzt werden, ist vollkommen unklar.

Ein Projekt namens Android Silver

Das Projekt Android Silver selbst ist ein Versuch von Seiten Googles, um den Support für Käufer auf ein neues Level zu heben. Lediglich fünf ausgewählte Geräte werden in das Projekt aufgenommen, die zuvor ganz bestimmte Auflagen erfüllen müssen. Dazu gehört die aktuellste Android-Version und eine unberührte Oberfläche oder zumindest eine mit nur ganz wenigen Anpassungen. Was Google genau unter „sehr wenig Anpassungen“ versteht bleibt an dieser Stelle offen und der eigenen Fantasie überlassen.

Verkauft und ausgestellt werden diese fünf Android Silver Smartphones in den Shops der Netzbetreiber. Neben einer bestimmten Menge an vorrätigen Geräten der Silver-Reihe muss es entsprechendes Zubehör ebenfalls vor Ort geben. Immerhin wird sich Google selbst um die Schulungen für Verkäufer kümmern, damit diese Kunden passend zu den Android Silver Geräten beraten können.

Premium-Service inbegriffen

Was Android Silver letztlich aber erst ausmacht ist der Premium-Service, der rund um das Projekt aufgebaut wird. Unter anderem müssen Verkäufer ihre Kunden beim Umzug von einem alten auf ein neues Smartphone unterstützen. Dazu zählt Google neben der Einrichtung des Accounts und der Daten-Migration auch die ersten Käufe im Google Play Store. Letztlich will der Konzern hinter Android damit vermutlich den Play Store ein wenig schmackhaft machen, damit mehr und häufiger Inhalte gekauft werden.

Im Prinzip kann man das mit Motorola Migrate vergleichen oder Xperia Transfer. Bei diesen Apps kann der Nutzer die au das neue Gerät zu migrierenden Daten selbst festlegen und braucht dazu nicht einmal einen Desktop-Rechner dazu. Anhand diesem Teil der Informationen könnte man eigentlich davon ausgehen, dass Google an einer ähnlichen App arbeitet für genau diesen Einsatzzweck. Könnte man beispielsweise auch auf die Nexus-Familie bzw. Google Play Editionen ausweiten.

Niemals verloren mit Never Lost

Ein weiterer Teil von Android Silver sind anscheinend erweiterte Funktionen für den Android Geräte-Manager. Unter der Bezeichnung „Never lost“ bietet das Tool von Google die Möglichkeit zum Sperren, Löschen, Umbenennen des Smartphones aus der Ferne bieten sowie das Ausschalten von Mobilfunk, Datensicherung aller privater Daten (in der Google Cloud natürlich), die bekannte Tracking-Funktion inklusive Navigationsmöglichkeit zum aktuellen Aufenthaltsort und die Anzeige des aktuellen Akku-Zustandes. Alles Funktionen die mehr oder weniger schon vorhanden sind.

Ein nicht ganz uninteressantes Detail haben die Kollegen auch noch parat: Anscheinend kann im Rahmen von Android Silver ein Ersatzgerät eingefordert werden, wenn man das eigene Smartphone kaputt geht, verloren ist oder was auch immer. Selbst ein rund um die Uhr erreichbarer Support via Hangouts ist in dem Programm inbegriffen, wenn man mal ein paar speziellere Fragen rund um Android hat.

Ein nicht ganz uninteressanter Gedanke ist aber ein anderer: Könnte Android Silver eventuell das Nachfolge-Programm für die Nexus-Familie sein? Schließlich soll es spätestens im kommenden Jahr kein Nexus mehr geben und da wäre Android Silver jetzt eine recht interessante Alternative. Womöglich wird bis dahin das Limit von maximal 5 Smartphone-Modellen auch aufgehoben, sollten die Pläne nicht einfach so wieder eingestampft werden.

Was haltet ihr eigentlich von dem Gerücht rund um das Premium-Programm von Google: Wäre das was für euch oder eher nicht?

[Quelle: AndroidPolice]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

  1. roberto schreibt:

    Sorry, aber wenn das wirklich kommt, gesteht Google ein, daß Android früher oder später scheitern wird.
    Das Fragmentationsproblem kann man nicht mit solchen Maßnahmen bekämpfen. Im Prinzip handelt es sich hier einfach um Google Play Editionen bestimmter Geräte, die nicht über den Play Store, sondern die Netzbetreiber verkauft werden. Ansonsten sehe ich hier keinen großen Unterschied.

    Google muss endlich den Schritt zum modularen System wagen. Dazu gehört auch die Anpassungen ein wenig einzuschränken. Ich denke die Einstellungsapp sollte androidweit einheitlich sein. Zumindest die oberste Ebene. Und es sollten maximal 2 Untermenüs erlaubt sein.

    Und zum Thema Umzug, Migration und Einrichtung fällt mir folgendes ein.
    Wer kein Googlekonto hat, wird am Anfang freundlich darauf hingewiesen eines anzulegen. Das sollte noch jeder, der so ein Gerät mal bedienen möchte schaffen.

    Die Migration der Daten von einem Gerät auf ein neues ist bei leider Android sehr schlecht umgesetzt. Hier könnte Google wesentlich mehr Service bieten und zwar für alle Nutzer. Es gibt ja sogar die Option die Appdaten über das Googlekonto zu synchronisieren, allerdings ist mir keine einzige App bekannt, die das unterstützt. Das heißt im Umkehrschluss, daß die Funktion nicht funktioniert, zu kompliziert ist einzubauen oder die Entwickler unfähig sind. Letzteres würde ich definitiv ausschließen.

    Anstatt immer neue halbfertige Features einzubauen,sollte Google sich mal hinsetzen und die elementaren Lücken bei Android stopfen. Gerade bei Android kaufen sich die Leute öfter ein Handy oder Tablet (zum Teil auch wegen der fehlenden Updates!!) und benutzen gerne mehrere Geräte gleichzeitig. Dem sollte das System auch Rechnung tragen.

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