Apple iPhone 7 Keynote: Beste Zusammenfassung ever!

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iphone-7-flashnewsEinmal im Jahr wird im Hause Apple ein neues iOS Smartphone vorgestellt, welches von seinen Fans selbstredend sehnsüchtig erwartet wird. Gestern Abend deutscher Zeit war es wieder einmal soweit und Tim Cook präsentierte das iPhone 7 und iPhone 7 Plus zuzüglich einer Apple Watch Series 2 und AirPods und es war wohl die beste Keynote ever.

Super Mario Run

Die übliche Lobhudelung in Sachen Verkaufszahlen (unter anderem von Apple Music) einmal außen vorgelassen begann das Unternehmen aus Cupertino mit einer fullminanten Eröffnung: Man präsentierte Super Mario für das iPhone! Und Mann war nicht irgendwer, sondern kein geringerer als Nintendo Godfather Shigeru Miyamoto, der das noch in diesem Jahr verfügbare Super Mario Run mobile Game präsentierte.
Gerüchteweise wird im übrigens auch eine Android OS Verfügbarkeit gemunkelt. Aber gestern Abend war es erst einmal Apple iPhone exklusiv.

Pokémon GO für die Apple Watch

Mit der nächsten Bekanntmachung blieb man gleich dem Unternehmen Nintendo treu. Denn von dem aktuellen Erfolg des in Kooperation mit Niantic Labs entstandenen Virtual Reality Game Pokémon GO, will auch Apple partizipieren. Und zugegeben ein wenig neidisch muss ich gestehen ist dem Unternehmen ein genialer Schachzug gelungen. Man wird Pokémon GO auf der Apple Watch funktionstüchtig machen. Zwar nicht im kompletten Umfang, aber Dinge wie mithilfe des GPS Sensor Kilometer zählen, ausgebrütete Eier und Pokémon in deiner Nähe anzeigen und sogar an einem PokéStop Items einsammeln.

Wer braucht da noch ein Pokémon GO Plus Armband, welches wie ein Kinderspielzeug aus dem Überraschungsei aussieht (zum Beitrag) und nun in diesem Monat ja endlich erscheinen soll.

Apple Watch Series 2

Mit der Bekanntgabe der Pokémon GO Anwendung für die Apple Watch hatte man auch eine hervorragende Überleitung zu dem Nachfolger der aktuellen Apple Watch geschaffen. Während man sich zu dem neuen Betriebssystem WatchOS 3 bereits schon zum WWDC 2016 ausgelassen hatte, konnte man selbstredend all die neuen Funktionen auch für die nun vorgestellte Apple Watch Series 2 präsentieren.

Rein optisch unterscheidet sich diese rein gar nicht zu seinen Vorgänger, was Apple unter Umständen auch dazu bewegt hat die Smartwatch nicht Apple Watch 2 zu nennen. Die Uhr der Series 2 ist nun bis zu 50 Meter wasserdicht, hat einen doppelt so schnelle S2 Dual-Core-Prozessor verbaut und beeindruckt mit einer Display-Helligkeit von 1.000 Nits. Das ist schon einmal eine Ansage die seines Gleichen sucht. Dagegen ist der neue GPS Sensor zwar für Nutzerd der Apple Watch Serios 2 durchaus nützlich, aber kalter Kaffee.

Wie bei Apple üblich wird es die Apple Watch Series 2 in den unterschiedlichsten Materialien und Ausführung geben. Angefangen von einem Aluminium Gehäuse über das ebenfalls bekannte Edelstahlgehäuse wird es auch eine Version aus Keramik geben. Ja ihr habt richtig gelesen: Keramik. Das lässt sich das Unternehmen aus Cupertino auch mit Preisen ab 1.449 Euro teuer bezahlen.

Ebenfalls neu ist eine Apple Watch Nike+, welche nicht zu verheimlichen in Kooperation mit Nike entstand. Was ich gesehen habe unterscheidet sich die Smartwatch aber nur durch ihr atmungsaktives Armband in vier zugegebenen coolen Neon Design und exklusven Watchfaces.

Während man die Apple Watch Series 2 Uhren ab dem 9. September zu einem Einstiegspreis von 419 Euro in den Größen 38 und 42 mm vorbestellen und ab dem 16. September am Handgelenk tragen kann, muss man auf die Apple Watch Nike+ (Series 2) ebenfalls zum Preis von 419 Euro noch bis Ende Oktober mit der Auslieferung warten.

Apple Watch Series 1

Apple verpasst allerdings auch der „alten“ Apple Watch ein Upgrade und damit die Namensänderung auf Apple Watch Series 1. Diese unterscheidet sich neben einem günstigeren Preis ab 319 Euro, durch den Austausch des schnelleren S1P Dual-Core-Prozessors. Diese ist ebenfalls in den Größen 38 und 42 mm ab dem 16. September erhältlich.

Apple iPhone 7 und iPhone 7 Plus

Design: Nun ist es aber Zeit für die Hauptattraktion des Abends: Die Präsentation des iPhone 7 und iPhone 7 Plus, welches nicht nur in der neuen zusätzlichen Farbe Jet Black daher kommt, sondern auch sonst einige neue Features zu bieten hat.
Design hin oder her – darüber lässt sich hervorragend streiten und Gott sei Dank sind die Geschmäcker so unterschiedlich wie sonst nichts. Von daher enthalte ich mich auch jeder Bewertung ob das Design nun anders, außergewöhnlich schick oder häßlich ist.

Homebutton: Fakt ist, Apple hat den Homebutton von einer mechanischen Taste in einen Taptic und Force Touch Technologie basierenden Button geändert. Somit kann nun auch der Fingerabdrucksensor wie von Huawei und Honor bekannt, mit Gestensteuerung für bestimmte Anwendungen interagieren.

Stereo Sound: Ebenfalls auch von Android Smartphones schon länger bekannt sind Stereo-Lautsprecher, welche wie beim HTC 10 (zum Test) auf der Front durch den oberen Lautsprecher und auf der Unterseite bei dem iPhone 7 realisiert werden.

IP67 Zertifizierung: Doch nicht nur Stereo Sound scheint bei den Mitbewerbern keine schlechte Idee zu sein, auch die IP67 Zertifizierung, welche das iPhone 7 vor Staub und Wasser schützt, findet nun Einzug in die beiden neuen Apple iPhone Flaggschiffe.

Kamera: Dafür glänzt das Unternehmen aus Cupertino aber im Kamera-Sektor mit neuen Innovationen. Erstmalig präsentiert man ein Quad-LED-Flashlight. Das iPhone 7 hat neben der 7 Megapixel Frontkamera eine 12 Megapixel Hauptkamera verbaut (Blende f/1.8), welche nun erstmalig einen optischen Bildstabilisator spendiert bekommen hat.
Deutlich spektakulärer ist da die schon im Vorfeld publizierte Dual-Kamera des iPhone 7 Plus (zum Beitrag). Diese besteht aus dem identischen 12 Megapixel Weitwinkelobjektiv des iPhone 7 und zusätzlich aus einem weiteren 12 Megapixel Teleobjektiv mit 2-fachen Zoom. Neben der bis zur 10-fachen Vergrößerung des Fotomotiv, können so auch tolle Schärfentiefe-Effekte erziehlt werden.

CPU: Auch in Sachen Prozessor hat das Unternehmen nachgelegt und mit dem A10 Fusion den schnellsten SoC aller Zeiten präsentiert. Apple realisiert mit der Quad-Core-CPU doppelt so schnelle Werte wie noch mit dem hauseigenen A8 Prozessor. Man bedient sich ebenfalls dem big.LITTLE Prinzip, welches zwei Kerne für maximale Power und zwei Kerne für Strom sparende Anwendungen vorsieht. Auch der Grafikchip ist im iPhone 7 nun zu neuen Höchstleistungen fähig. Dieser ist nun dreimal so schnell wie die GPU des iPhone 6.

Speicher: In Sachen internen und traditionell nicht erweiterbaren Programmspeicher hat man bei dem Apple iPhone 7 eine ordentliche Schippe drauf gelegt. So hat man schlicht und einfach sämtliche bisherigen Speicherkonfigurationen verdoppelt. Bedeutet man erhält das iPhone 7 und iPhone 7 Plus ab dem 16. September mit 32, 128 und 256 GB.

Kopfhörerbuchse: Hat man in den vergangenen Wochen über mutmaßliche Bilder und Spekulationen zu dem neuen Apple Smartphone gelesen, ging es fast immer um den Verbleib der 3,5 mm Audio-Klinkenbuchse für den Kopfhörer oder Headset (zum Beitrag). Und in der Tat hat Apple diesen nun bei beiden Modellen weggelassen. Ein Entschluss über dessen Tragweite sich das Unternehmen laut Phil Schiller bewusst ist.
Doch neben den üblichen AirPods, welche nun mit einem Lightning-Stecker ausgestattet sind, packt Apple dem iPhone 7 auch einen entsprechenden Adapter mit dazu. Doch Gott sei Dank gibt es da ja auch noch die Apple AirPods, zu denen wir gleich kommen.

Preis & Verfügbarkeit: Das 4,7 Zoll (1.334 x 750 Pixel) große iPhone 7 kann ebenfalls ab dem 9. September in den Farben Roségold, Gold, Silber, Schwarz und Diamantschwarz (Jet Black) ab 759 Euro (32 GB) bestellt werden. Wie auch das 5,5 Zoll (1.920 x 1.080) große iPhone 7 Plus, welches in der identischen Farbauswahl zu uns nach Deutschland kommt und mit 32 GB für einen Preis von 899 Euro beginnt, sind beide ab dem 16. September bei autorisierten Apple Händler erhältlich.
Lediglich die Farbe Jet Black gibt es nur in der 128 und 256 GB Speicherversion. Wer sich für das Maximum an iPhone 7 Plus entscheidet, legt satte  1.119,- Kracher auf den Tisch des Apple Store.

Apple AirPods

Zuguterletzt und bevor die Sängerin Sia ihren aktuellen Hit „The Greatest“ präsentierte, gab es noch die Vorstellung der neuen Apple AirPods, welche nicht nur durch ihr simple Kopplung, sondern auch durch ihre nahezu intelligente Steuerung. Nach dem die AirPods mit einem iPhone, Apple Watch, iPad oder Mac verbunden wurden (One-Touch-Setup), erkennen diese automatisch ob sie sich in einem Ohr befinden und schalten sich dann automatisch ein (oder aus).

Jede weitere Steuerung der Musik wird über die Sprachassistentin Siri erledigt, welche durch zweimaliges tippen auf die AirPods aktiviert wird. Das dürfte unter Umständen noch interessant werden, wie zuverlässig diese funktioniert und wie peinlich es unter Umständen in der Öffentlichkeit ist, seine Musik zu steuern.
Als Laufzeit mit einer Akkuladung gibt Apple 5 Stunden Musik-Konsum an. Doch die Apple AirPods kommen gleich mit einer kleinen aber praktischen Lade- und Aufbewahrungs-Case daher, welches den kabellosen Kopfhörern insgesamt 24 Stunden Batterie-Laufzeit gewähren.

Der Preis der Apple AirPods beträgt 179 Euro und werden Voraussichtlich Ende Oktober bei uns in Deutschland erhältlich sein.

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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