Apple Watch vs. Samsung Gear S

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Apple Watch vs. Samsung Gear S

Seit vergangener Woche Dienst ist es amtlich: Apple steigt mit der Apple Watch in den Ring der Wearable Devices und versucht dem Markt seinen Stempel aufzudrücken, bzw. überhaupt zum Durchbruch zu verhelfen. Aber kann das Erstlingswerk von Apple gegen etablierte Hersteller und deren Produkte wie die Samsung Gear S bestehen? Wir wagen einen ersten Vergleich.

Zur letzten Woche beendeten IFA 2014 gab es eine regelrechte Flut von Wearable Devices, allen voran Samsung mit ihrer dritten SmartWatch-Generation namens Samsung Gear S. Aber auch andere Konkurrenten wie die ASUS ZenWatch, LG G Watch R oder gar die Motorola 360 wollen um die Gunst der Käufer buhlen und machen das mit Technik sowie Design. Allerdings wird dem Neueinsteiger Apple am meisten zugetraut. Zumindest war das vor der offiziellen Präsentation der Apple Watch, denn mittlerweile zeigt sich: So viel besonders anders ist sie auch nicht. Aber im Vergleich zur Gear S von Samsung gibt es dann doch einige Unterschiede.

Apple Watch und Samsung Gear S im Faktencheck

Technische Daten Apple Watch Samsung Gear S
Apple Watch Samsung Gear S
Display 1,5 oder 1,65 Zoll 2 Zoll Super AMOLED, 360 x 480 Pixel
Pixeldichte n/a 300 PPI
Prozessor Apple S1 Dual-Core mit 1 GHz
RAM n/a 512 MB
Speicher n/a 4 GB
Verbindung Bluetooth 4.0 Bluetooth 4.1
Abmessungen 38 oder 42 mm in der 39,9 x 58,1 x 12,5
Gewicht n/a n/a
Gehäuse Rostfreier Edelstahl/18 Karat Gold/, Verschiedene Armbänder (Leder, Metall) Polycarbonat, wechselbare Armbänder
Akku n/a 300 mAh
Standby n/a n/a
Betriebssystem angepasstes iOS Tizen OS
Wasserdicht Ja (IP67) IP67
Sensoren Puls, Gyroskop, Beschleunigung, e-Kompass Puls, Gyroskop, Beschleunigung, e-Kompass, Barometer, UV, Helligkeit
Sonstiges GPS, WLAN, NFC, induktives Laden GPS, WLAN, 3G
UVP 349 Euro (vermutet) 399 Euro

Design und Verarbeitung

Grundsätzlich ist der Großteil der smarten Uhren auf ein rechteckiges Display ausgerichtet und die Apple Watch sowie Samsung Gear S machen da keine Ausnahme. Allerdings geht Samsung einen etwas anderen Weg, denn das 2 Zoll große Display ist zum einen leicht gebogen und zum anderen länglich und nicht quadratisch. Damit geht der Konzern einen etwas ungewohnten Schritt und hebt sich deutlich von der Konkurrenz ab, da sich die Uhr sozusagen um den Arm herum legt in gewisser Weise. Ein weiteres und wichtiges Design-Merkmal der Samsung Gear S ist die von den Smartphones und Tablets her bekannte Home-Taste, welche einen immer zum ersten Bildschirm zurück bringt.

Gefertigt wird die Samsung-Uhr aus Kunststoff, was sowohl für das Gehäuse als auch das Armband gilt. Dasselbe gilt auch bei Apple, allerdings bietet der Konzern gleich sechs verschiedene Armbänder zur Auswahl für die drei Versionen der Apple Watch. Die erste ist ganz einfach die Apple Watch, welche ein Gehäuse aus Edelstahl besitzt und in Sachen Design nichts allzu außergewöhnliches ist. im Vorfeld hatten die zahlreichen Gerüchte größere Hoffnungen auf eine Design-Revolution geschürt.

Das soll nicht heißen das sie unattraktiv ist, wobei das natürlich in den Augen des jeweiligen Betrachters liegt. Fakt ist aber: Sie ist unerwartet klobig und hält sich mit dem rundlichen Gehäuse an die Design-Sprache des iPhone 6. Dieses ist übrigens das einzige kompatible Apple-Smartphone für die Apple Watch.

Die Apple Watch ist sowohl in der Standard-Ausführung als auch in der Sonder-Version Apple Watch Edition – sie zeichnet sich durch ein Gehäuse mit einer Legierung aus 18 Karat Gold aus – mit einem 1,5 Zoll Display ausgerüstet und misst 38 mm in der Breite. Das Modell Sport hingegen besitzt ein 42 mm großes Gehäuse und ein 1,65 Zoll großes Display und als einziges Modell kein Saphirglas. Abgesehen davon hält sich Apple sehr stark zurück was technische Details betrifft.

Software

Auf der Samsung Gear S kommt wie schon bei den anderen SmartWatch-Modellen des Konzerns Tizen zum Einsatz, für welches mittlerweile über 1.000 Apps in Samsungs Gear App Store bereitstehen. Das bedeutet allerdings auch, dass die SmartWatch (offiziell) ausschließlich mit Smartphones und Tablets von Samsung zusammen arbeitet. Immerhin sind das bereits über 20 Modelle. Was man jedoch positiv werten kann: Lediglich zur ersten Inbetriebnahme braucht es ein Samsung-Gerät, denn danach arbeitet die Samsung Gear S dank des 3G-Modems, WLAN, GPS und einer Tastatur auch komplett autark. Dennoch lässt sie sich auch ganz normal mit einem Smartphone nutzen.

Mit diversen Wischgesten öffnet man Widgets, den App Drawer oder ruft die Schnell-Einstellungen auf. Insgesamt erinnert die Oberfläche mit ihren Funktionen an ein kleines Smartphone als an eine Uhr. Auch wenn sie die üblichen Benachrichtigungen am Handgelenk anzeigen kann, lassen sich mit ihr sogar ganze Texte verfassen, Anrufe tätigen und diverse Apps nutzen.

Apple WatchAuf der Apple Watch kommt hingegen ein stark angepasstes iOS als Betriebssystem zum Einsatz, welches sich sowohl durch einen Touchscreen als auch eine drehbare Krone auf der rechten Gehäuse-Seite bedienen lässt. Auch für die Apple-Uhr wird es mit der Zeit zahlreiche Apps geben, wobei Apple den Fokus eventuell auf HealthKit legen will. Die Oberfläche unterscheidet sich zudem deutlich von anderen Plattformen, indem Apps in einer Art Wabenstruktur angeordnet werden. Durch diese Apps wird mit der Krone gescrollt, in Bildern gezoomt oder per Fingertouch Aktionen ausgewählt. Mit einer separaten Taste lassen sich zudem die Kontakte mit der meisten Kommunikation aufrufen.

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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