ARM stellt neue Mali-Grafikchips vor

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Der britische Chipdesigner ARM dürfte nahezu jedem bekannt sein, steckt dessen Werk in fast jedem Smartphone und Tablet. Egal ob Exynos, TI OMAP, Snapdragon S4 oder Tegra3, überall steckt ARM drin. Die Briten sind darauf spezialisiert, sparsame Chipdesigns für mobile Geräte zu entwerfen. Mit der Mali-Reihe hat man seit einiger Zeit auch Grafikchips im Angebot.

Das diese Grafikchips ebenfalls enorm viel Leistung haben, zeigt nicht zuletzt das Galaxy S III. In Samsungs Exynos 4412 steckt die vom Exynos 4210 bekannte ARM Mali 400MP drin, wobei diese gegenüber dem Vorgänger im Galaxy S II und Galaxy Note mit knapp 400 MHz fast doppelt so schnell taktet. Das verhilft dem Galaxy S III zu Bestleistungen, bei denen selbst der Grafikspezialist NVIDIA und sein Tegra3 ins Schwitzen kommen. Das ein solcher Erfolg auf einen Nachfolger hoffen lässt, bestätigte ARM nun mit der Vorstellung von neuen GPUs. Damit soll die Leistung für Spiele enorm ansteigen und Smartphones sowie Tablets zu richtigen Zocker-Plattformen machen.

Den künftigen Einstieg wird die Mali 450 für die Mittelklasse bilden, deren höchste Ausbaustufe über vier Kerne verfügen wird. Die Mali T604 ist für die gehobene Mittelklasse mit ebenfalls bis zu 4 Kernen vorgesehen, während die Mali T624 eine leicht verbesserte Version der T604 darstellt. Die Mali T628 schließlich ist eine Mali T624 mit bis zu 8 statt nur 4 Kernen. Für die Oberklasse wiederum sind die GPUs Mali T658 sowie T678 vorgesehen, welche ebenfalls über bis zu 8 Kerne verfügen können. Allen gemein ist ein Leistungszuwachs von etwa 50% gegenüber den Vorgängern, wobei Größe und Stromverbrauch gleich bleiben sollen.

 

GPU-Computing goes Mobile

Das sparen von Strom bei gleicher Leistung oder gar gestiegener Leistung ist immer gerne gesehen, keine Frage. Dennoch können die neuen Chips mit einer weiteren Neuerung aufwarten, welche vor allem für mobile Geräte von Vorteil werden können: Alle Chips der Mali-T600-Reihe beherrschen das sogenannte GPU-Computing. Dabei kann die GPU Aufgaben übernehmen, in denen bisher die CPU genutzt wurde. Damit wird den immer aufwändiger gestalteten Benutzeroberflächen Tribut gezollt, welche die CPUs immer stärker fordern. Damit will ARM zu einer flüssigeren Benutzererfahrung verhelfen.

Von GPU-Computing können zum Beispiel Google RenderScript und OpenCL im Full Profile  einen Nutzen ziehen. Selbst eine OpenCL-1.1-Zertifizierung kann die Mali-T600-Reihe vorweisen. ARM und Entwickler wollen damit vor allem eines erreichen: Mobile Plattformen sollen in ihrer Leistung den klassischen Desktop-Systemen in Nichts nachstehen. Nur eines ist noch nicht bekannt: Wann wir erste Smartphones und Tablets mit den neuen Grafikchips zu Gesicht bekommen werden.

[Quelle: ARM | via PC-Welt und TomsHardware]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

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