ASUS App Editorial: [04] ASUS PixelMaster Kamera App

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ASUS PixelMaster Kamera-App

Mit dem ersten Modell der Zenfone-Reihe führte ASUS erstmals die PixelMaster-Technologie ein, die sich seither auf einer Vielzahl an Geräten des Konzerns wieder findet. Im vierten Teil unseres großen ASUS App Editorials steht genau diese Kamera-Software im Mittelpunkt, denn mit ihr sind einige Dinge möglich, die man so bisher kaum kannte. Und mit möglicher Bloatware – wie von einigen vermutet – hat sich definitiv nichts zu tun.

Jeder größere Hersteller, welcher das vorinstallierte Android Betriebssystem verbessert, entwickelt auch seine eigene Kamera-App zum Aufnehmen von Fotos und Videos. Schließlich gehört die Kamera heutzutage mit zu den wichtigsten Kriterien für den Kauf und wenn da die App überzeugen kann, ist das umso besser. Die ASUS Zenfone-Modelle haben dafür die PixelMaster Kamera, die es auch nur für ASUS-Geräte zum Download gibt und wie nahezu alle ASUS-eigenen Apps über den Google Play Store aktualisiert wird.

ASUS PixelMaster Camera
Preis: Kostenlos
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Was ist überhaupt ASUS PixelMaster?

Grob gesagt, handelt es sich bei ASUS PixelMaster um eine einzigartige Kombination aus Soft- und Hardware, welche zu beeindruckenden Fotos verhelfen soll. Technisch kommt dabei ein Kamera-Sensor von Toshiba zum Einsatz, ein Objektiv mit 5 Linsen, einem speziellen Blauglasfilter und eine mit f/2.0 besonders lichtstarke Blende. Auf einen optischen Bildstabilisator verzichtet ASUS, denn die Stabilisierung des Bildes wird komplett von der Software übernommen. Dabei nimmt die PixelMaster Kamera-App mit Hilfe mehrerer Bilder einen Fixpunkt zu Hilfe, woran schließlich Fotos und auch Videos „entwackelt“ werden. Hierbei werden wiederum bei Bedarf einzelne Frames zurecht gerückt.

Das ist auch mit ein Grund, warum nicht die volle Sensor-Auflösung genutzt wird: Die außerhalb des Bildbereich liegenden Pixel werden als Pufferzone für die Software-gesteuerte Bildstabilisierung genutzt.

[Expertentipp: Wenn man im Standby die Lautstärke-Taste zweimal schnell hintereinander drückt, wird das Zenfone automatisch entsperrt und die Kamera-App gestartet.]

Vielfältige Möglichkeiten

Worin sich die PixelMaster Kamera-App von ASUS im Vergleich zu anderen Kamera-Apps im Wesentlichen unterscheidet – neben der speziellen Kombination aus Hard- und Software – sind deren Vielzahl an Aufnahme-Modi. Standardmäßig ist der Automatik-Modus aktiv, welcher alle Optionen von ISO-Wert, Weißabgleich, Belichtung bis hin zum Fokussieren automatisch regelt.

[Expertentipp: Per Drag&Drop kann man die Anordnung der einzelnen Modi neu sortieren und so häufig benutzte Modi weiter vorne platzieren.]

Die Liste der verfügbaren Foto-Modi ist in jedem Fall sehr umfangreich, da insgesamt über 19 verschiedene Modi zur Auswahl stehen. Einige von ihnen werden sogar automatisch vorgeschlagen, je nachdem wie die Aufnahme-Situation vom ASUS Smartphone und dessen Kamera-Software beurteilt wird.

Manuell: Wie der Name schon sagt, ermöglicht die PixelMaster Kamera-App in diesem Modus weitreichenden Einfluss auf verschiedene Parameter der Fotografie. So lassen sich vom Nutzer Fokussierung, Verschlusszeit der Blende (wie lange wird das Motiv belichtet), dem ISO-Wert (Lichtempfindlichkeit), die Helligkeit der Aufnahme und den Weißabgleich. Im Manuell-Modus wird zudem eine digitale Wasserwaage eingeblendet welche dabei hilft, das Bild jederzeit gerade zu halten. Links unten befindet sich zusätzlich Histogramm.

Leider unterstützt das ASUS Zenfone 2 trotz Android 5.0 Lollipop nicht die Camera-API2, welche noch mehr Möglichkeiten und vor allem den direkten Zugriff auf die Kamera-Hardware ermöglicht. Ein Punkt, den wir auch in unserem Test des ASUS Zenfone 2 Deluxe kritisiert haben.

HDR: High-Dynamic-Range Fotos kurz HDR gehören mittlerweile zum Standard-Umfang einer Kamera-App. Hierbei nimmt das Smartphone mehrere Bilder kurz hinterienander mit verschiedener Belichtung auf und rechnet diese zusammen. Das Ergebnis sollte dabei eine ausgewogene Belichtung, viele Details und vor allem hohe Kontraste sein.

Verschönerung: In diesem Modus kann man ein Selfie von sich aufnehmen und vorher automatisch „Schönheitskorrekturen“ von der PielMaster Kamera-App vornehmen lassen. Egal ob das Gesicht schlanker machen, Augen vergrößern, Hautunreinheiten entfernen oder einfach nur den Teint aufhellen: Für Selfie-Fans gibt es allerhand Optionen.

Superauflösung: Wählt man diesen Modus, nimmt das ASUS Zenfone mit der PixelMaster Kamera-App insgesamt vier Fotos hintereinander auf und fügt diese zu einem einzigen bis zu 51 Megapixel großen Foto zusammen. Man könnte auch sagen, dass ASUS sich damit in den Bereich der Gigapixel-Fotos begibt. Das Ergebnis kann sich dabei wirklich sehen lassen: Fotos sind nicht nur detailreicher, sie besitzen gefühlt auch weniger Bildrauschen und eine höhere Bildschärfe. Zu beachten ist jedoch, dass die Aufnahme im Modus Superauflösung auch etliche Sekunden mehr für das eigentliche Foto in Anspruch nimmt.
Bei aktiviertem Modus kann man über das Zahnrad-Icon in der linken oberen Ecke die Auflösung des Ergebnisses festlegen, wobei die genannten 51 Megapixel im 4:3 Kleinbildformat zur Verfügung stehen.

Schwaches Licht: Wie der Name schon andeutet, ist dieser Modus vor allem bei sehr schwach beleuchteten Objekten zu gebrauchen. Hierbei wird die Größe des Fotos auf 3 Megapixel künstlich reduziert, was wiederum eine erheblich bessere Belichtung auf dem Sensor selbst bedeutet und theoretisch bis zu 400% mehr Licht einfangen soll. Und das wirkt: Die PixelMaster Kamera-App macht die Aufnahme in der Tat deutlich natürlicher, ohne dabei das Motiv zu sehr aufzuhellen oder zu verdunkeln. Da Smartphone-Kameras gerade Nachts mit künstlichem Licht Schwierigkeiten haben, ist der Modus „Schwaches Licht“ am Besten für beeindruckende Erinnerungsfotos in der Nacht. Eine kleine Eule in der linken unteren Ecke des Bildschirms symbolisiert den aktiven Modus

Nachtaufnahme: Für allgemeine Nachtaufnahmen hat ASUS einen eigenen Modus mit eben dieser Bezeichnung implementiert, welcher die Bildgröße nicht künstlich reduziert und automatisch mit dem LED-Blitz fotografiert. Ist vor allem für größere Motive oder auch Gruppen geeignet, jedoch nimmt das Bildrauschen hierbei deutlich zu.

Tiefenschärfe: HTC hatte es 2014 mit dem HTC One M8 vorgemacht, HUAWEI ist mit dem Honor 6 Plus letztes Jahr gefolgt und nun kann auch das ASUS Zenfone Fotos mit einem nachträglich veränderbaren Fokus aufnehmen. Im Gegensatz zu den anderen Smartphones mit einer zweiten Kamera erfolgt die Veränderung bei der PixelMaster Kamera-App rein Software-basiert. Für die Aufnahme muss man möglichst ruhig das zu fotografierende Objekt im Sucher halten, damit die Software genügend Bildinformationen sammeln kann. Über einen Schieberegler kann man nach erfolgter Aufnahme den Grad der Hintergrundunschärfe justieren – je nach Motiv fallen die Ergebnisse unterschiedlich gut aus.

Effekt: Während der Aufnahme kann man das zu fotografierende Motiv mit einem Effekt oder Rahmen versehen. Neben Sepia, Schwarzweiß, Bleistift oder Ölgemälde stehen noch zahlreiche weitere Filter für den künstlerischen Anspruch bereit.

Selbstaufnahme: Selfie-Modus, bei welchem die hochauflösende Hauptkamera genutzt wird. Man stellt ein wie viele Personen aufzunehmen sind, woraufhin ein Countdown gestartet wird, welcher nach Ablauf automatisch drei Fotos anfertigt.

GIF-Animation: Will man mehr als einziges Foto aufnehmen aber kein Video, dann eignet sich die Aufnahme einer GIF-Animation. Bis zu 50 Bilder werden dabei für ein GIF-Bild verwendet, indem man den Auslöser gedrückt hält. Im Anschluss kann man die Geschwindigkeit zum Abspielen der GIF einstellen sowie die Richtung – ob vor- oder rückwärts – und das Bild an sich nachträglich drehen. Der Export dauert je nach Anzahl der einzelnen Bilder entsprechend lange.

Panorama: Dieser Modus dürfte selbsterklärend sein. Über einen virtuellen Horizont auf dem Sucherbild kann man ein Panorama-Foto anfertigen, wobei neben horizontalen auch vertikale Panorama-Fotos möglich sind.

Miniatur: Mit diesem Modus kann man ein Objekt oder eine Szene quasi zum Miniatur-Modell machen. Dazu wird das Motiv selbst scharf gestellt und der Bereich herum per Software künstlich weicher gezeichnet. Das Objekt selbst lässt sich dabei in Kreis- oder Balkenform einfangen. Der zu fotografierende Bereich lässt sich dabei nach Belieben vergrößern, um den Miniatur-Effekt passend der Situation zu verbessern.

Zeitrücklauf: Bei diesem Modus nimmt die PixelMaster Kamera-App nimmt in einem Zeitfenster von 2 Sekunden vor dem Auslösen und 1 Sekunde danach bis zu 31 Bilder auf, aus denen man das beste Ergebnis heraussuchen und behalten kann. Ist vor allem dann hilfreich, wenn man kurz nach dem Drücken des Auslösers zu kleineren Wacklern neigt, die sich damit bis zu einem gewissen Grad beheben lassen.

PanoSphere: Die PixelMaster Kamera-App beherrscht auch die Aufnahme von 360-Grad-Fotos, die man am ehesten mit Google PhotoSphere vergleichen kann.

InellEntfernen: Bereits mit dem Samsung Galaxy S4 wurde das intelligente Entfernen von störenden Objekten in einem Motiv eingeführt, was ASUS mit der PixelMaster Kamera-App wieder aufgreift. Vereinfacht gesagt nimmt man in kurzen Zeitabständen einen belebten Platz oder ähnliches auf und anhand eines Vergleichs dieser Aufnahmen rechnet die Software störende Personen aus dem Motiv heraus. Die Effektivität hängt jedoch maßgeblich damit zusammen, wie viele Personen oder andere Objekte auf dem Motiv ihre Position verändern und wie schnell dies passiert. Auf deren Grundlage das Ergebnis schließlich ermittelt.

Ges.Lächeln: Insbesondere für Gruppen-Selfies sowie Gruppenfotos ist dieser Modus geeignet, wenn man alle auf dem Foto lächeln sehen will. SO werden bis zu fünf Aufnahmen hintereinander angefertigt.

Zeitlupe: In diesem Modus nimmt die PixelMaster Kamera-App ein Video viermal langsamer als üblich auf, um den Effekt der Zeitlupe zu erzielen.Im Gegensatz zu anderen Geräten wird das Video jedoch nicht mit mehr Frames aufgenommen – es bleibt bei 30 Frames pro Sekunde in der Videoaufnahme.

Zeitraffer: Auch hier wird ein Video ganz normal aufgenommen, im Gegensatz zur Zeitlupe jedoch schneller wieder abgespielt. Die maximale Beschleunigung beträgt den Faktor 5.

[Expertentipp: Je nachdem welche Kamera ausgewählt ist – Haupt- oder Frontkamera – stehen unterschiedlich viele Modi zur Auswahl.]

Direkt aus der Kamera-App heraus kann man alle aufgenommenen Fotos in der ASUS-eigenen Galerie-App betrachten und bei Bedarf auch noch nachträglich mit einfachen Mitteln bearbeiten. Neben diversen Filtern, Bilderrahmen und Effekten kann man Fotos auch schneiden, drehen

Fazit zur ASUS PixelMaster Kamera-App

In Zeiten wo die Kamera eines Smartphones immer entscheidender wird für den Kauf, versucht ASUS mit einer Vielzahl an Kamera-Modi der PixelMaster Kamera-App für neue Kunden zu sorgen. Dabei gibt es erstaunlich viele Modi, die im Alltag tatsächlich einen Mehrwert bieten. Insbesondere die Modi Manuell, Superauflösung, Schwaches Licht und IntellEntfernen wissen zu begeistern. Wer sich ein wenig mit der Software auseinander setzt, wird in Zukunft zu bedeutend besseren Aufnahmen kommen, die einem auch ein besseres Verständnis zur Fotografie im Allgemeinen vermittelt.
Einen weiteren Pluspunkt sammelt die Kamera-App dadurch, dass sich die Modi nach Belieben neu sortieren lassen und die PixelMaster Kamera-App je nach Situation auch einen Foto-Modus automatisch anbietet. Im Alltag funktioniert das erstaunlich gut.

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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