Bild und Ton an Fernseher und Monitor: Nexus 4 beherrscht SlimPort

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Das diesjährige Nexus-Lineup von Google ist nicht nur aggressiv in der Preisgestaltung, sondern verfügt auch noch über technische Spielereien, die dem Anspruch eines Android-Flaggschiffs allemal gerecht werden. Aller technischer Verspieltheit zum Trotz ist es im Umkehrschluss ärgerlich, dass schon wieder ein neuer Standard eingeführt wird.

Für die Übertragung von Multimedia-Inhalten wie Videos, Bilder oder Musik an Fernsehgeräte hat sich seit einigen Jahren der zu HDMI recht ähnliche Standard MHL (Mobile High Definition Link) im Smartphone-Bereich durchgesetzt. Dieser ermöglicht die Übertragung von Filmen in 1080p inklusive 7.1 Mehrkanalton über die MicroUSB-Schnittstelle des Smartphones. Allerdings wird überwiegend eine technisch limitierte Form von MHL verbaut, die nur Videos bis 720p mitmacht, der MHL-Standard als solcher macht lediglich bis zu 1080i mit. Das Nexus 4 von LG setzt deswegen als eines der ersten Android-Smartphones statt auf MHL auf den sogenannten SlimPort, der technisch gesehen auf dem offenen Standard DisplayPort basiert.

Vom Prinzip her machen MHL und SlimPort dasselbe: Übertragung von Bild und Ton an einen Fernseher oder eine andere Ausgabequelle für Mediendateien. Nur das MHL wie schon erwähnt in einer leicht limitierten Version verbaut wird, während SlimPort den vollen Leistungsumfang bietet. Der größte Unterschied und zugleich Vorteil für SlimPort gegenüber MHL ist allerdings, dass keine zusätzliche Energieversorgung für die Übertragung der Inhalte notwendig ist. Außerdem beherrscht SlimPort zusätzlich die Übertragung von 3D-Inhalten und kann dank der DisplayPort-Spezifikation ebenso die Inhalte über einen normalen VGA-Anschluss ausgeben wie über DVI und HDMI.

Allerdings ist die Nutzung von SlimPort wiederum ein neuer Adapter fällig, der bei Amazon derzeit rund 30 Euro kostet. Zwar ist es letzten Endes egal auf welche Technologie der Nutzer zurückgreift, da sowohl SlimPort als auch MHL über die MicroUSB-Buchse des Smartphones realisiert werden, dennoch ist das Technik-Wirrwarr in Sachen Übertragung eher kontraproduktiv für den Nutzer. Wir erinnern uns nur ungern an die MHL-Sache beim Galaxy S3, wo Samsung eine veränderte PIN-Belegung einführte und somit extra MHL-Adapter von Nöten sind.

[Quelle: Analogix & SlimPortConnect | via AppDated]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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