[BUILD 2015] Microsoft HoloLens: So sieht die Zukunft aus

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Microsoft HoloLens

Ende Januar gab Microsoft offiziell die ersten Ausblicke auf Windows 10 und stellte während der damaligen Veranstaltung gleich noch mit die Microsoft HoloLens mit vor. Völlig überraschend und aus dem Stand heraus zeigte der Konzern, was er technisch auf dem Kasten hat. Gestern Abend gab es weitere Details und die machen richtig Lust auf mehr.

Zwar konnte Google damals zur Google I/O 2012 mit seiner Google Glass die Massen begeistern bei der Vorführung während der Keynote, aber die Begeisterung ebbte in den letzten Jahren zunehmend ab. Bis Microsoft Ende Januar zusammen mit Windows 10 die Microsoft HoloLens vorstellte (zum Beitrag). Damals verriet Microsoft relativ wenig zur Brille selbst sodass bereits vermutet wurde, dass der Konzern noch nicht wirklich so weit ist mit der Technik. Gestern Abend gab es aber den Gegenbeweis mit einer Überaschung.

Die Zukunft mit der Microsoft HoloLens

Zwar gab es wie damals im Januar lediglich einen Overlay auf dem Kamerabild zu sehen, welches auf einen großen Monitor für das Publikum dargestellt wurde, aber das funktionierte ein sichtliches Stück besser als zur ersten Vorstellung der Microsoft HoloLens. Natürlich wurden die holografischen Fähigkeiten präsentiert und das betrifft die Oberfläche der Microsoft Holo UI – Videos, Desktop oder Skype lassen sich als virtuelle Wand-Verzierungen platzieren – und dabei wurde unter anderem gezeigt, wie man Inhalte dem Nutzer „folgen lassen“ kann. Das geht sowohl mit der Skype-App, einem an die Wand angepinnten Video oder sogar einem virtuellen Haustier. Auf Wunsch kann ein solches „Follow me“-Video auf dem virtuellen Screen der Microsoft HoloLens. in seiner Größe verändert werden.

Die zweite Demo zeigte einen kleinen relativ einfachen Mini-Roboter namens B15, welcher über die Microsoft HoloLens zu einem größeren und ungleich niedlicherem Roboter heranwuchs und sich über die Brille mit virtuellen Bedien-Elementen steuern sowie optisch ein bisschen anpassen lässt. Bei dieser Demo wurde gezeigt, wie sich virtuelle Inhalte mit realen Objekten kombinieren lassen und auf diese reagieren können. Der Roboter selbst braucht nicht unbedingt eine Vielzahl an Sensoren, denn die Microsoft HoloLens scannt die Umgebung und stellt die nötigen Informationen bereit. Selbst falls sich ein Hindernis vor dem Roboter befindet.

Auch wenn die AR-Brille mit neuen Möglichkeiten vorgeführt wurde, so sind noch immer die groben technischen Spezifikationen unbekannt. Mehr als das von einem Desktop-Rechner autark agierende System über eine Vielzahl an Sensoren und Kameras betrieben wird ist nicht bekannt. Auch nicht wir lange eine Akku-Ladung der Brille hält, bevor diese wieder an eine Steckdose muss. Es bleibt nur zu hoffen, dass es sich um mehrere Stunden handelt, wenn Microsoft tatsächlich einen geschäftlichen Einsatz für die Brille vorsieht.

Denn geht es nach dem Konzern, dann sind AR-Brillen wie die Microsoft HoloLens in fünf Jahren so alltäglich wie ein Smartphone. Zumindest bekräftige Microsoft erneut, dass sich die Brillen untereinander vernetzen können und man so in der Lage ist zu sehen, was die anderen HoloLens-Nutzer ebenfalls sehen. Nur halt aus dem eigenem Blickwinkel, was Microsoft jüngst auch als Patent zugesprochen bekommen hat. Was der Konzern nach wie vor offen lässt ist der Start der Microsoft HoloLens und was sie überhaupt mal kosten soll.

Zeit zum Ausprobieren

Natürlich kann man skeptisch sein, ob das was Microsoft da zeigte, wirklich existiert und mit der aktuellen Technik möglich ist. Während wir Zuschauer zu Hause nur ungläubig und voller Begeisterung der Präsentation beiwohnen und fast schon argwöhnisch eine Täuschung vermuten, geht Microsoft auf Angriff: Jeder Entwickler der BUILD 2015 Entwickler-Konferenz kann die Technologie an Hunderten von Demo-Geräten vor Ort selbst ausprobieren. Eine weitere Überraschung des gestrigen Abends.

Dabei stehen insgesamt drei Demos bereit: Eine Skype-Konversation, eine Tech-Demo einiger Apps aus dem Bereich Architektur und die sogenannten Academies. Bei letzterem können Entwickler selbst kleinere Programme erstellen und diese in der virtuellen Umgebung ausprobieren.

[Quellen: The VergeHeise]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

  1. Juppdich schreibt:

    Microsoft hatte bisher immer beide Hände am Bremshebel der IT-Weiterentwicklung. Warum ausgerechnet der Dinosaurier nun zeigen können soll, wie die Zukunft aussieht, kann ich in keinster Weise nachvollziehen.

    • Dann zeige uns doch mal eine vergleichbare Entwicklung die a) technologisch so weit fortgeschritten ist (siehe die Demo-Geräte vor Ort auf der BUILD 2015!), b) sich so einfach mit der Windows-Welt vernetzen lässt und c) diese Möglichkeiten der Interaktion bietet. Also ich kenne bisher nichts was auch nur annähernd diese Qualität in ihrer Gesamtheit erreicht.

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