Bundestrojaner: BKA programmiert Spionagesoftware für Smartphones

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bundestrojaner-bka-flashnewsBerichten der Süddeutschen Zeitung zufolge, welche Einsicht in die aktuelle Haushaltsplanungen hatten, ging hervor dass circa 50 Millionen Euro unter anderen zur Programmierung eines Bundestrojaner der 3. Generation verwendet werden soll, welcher speziell zum ausspionieren auf Smartphones und Tablets eingesetzt werden soll.

BKA programmiert Bundestrojaner selbst

Wer das Ganze noch für einen Scherz hält und auf die Auflösung dessen wartet, den muss ich leider enttäuschen. Das Bundeskriminalamt verfügt bereits schon über zwei unterschiedliche selbstentwickelte Bundestrojaner.
Beide ausschließlich nur auf einen Windows PC einsetzbar, ist die erste „Produktlinie“ für die Quellen-Telekommunikationsüberwachung und der zweite Trojaner dient der umfangreicheren Online-Durchsuchung.

Beide sind jedoch „angeblich“ nur mit sehr geringen Funktionen ausgestattet, was auch die Programmierung und Entwicklung im eigenen Hause erklärt. Kommerzielle Trojaner bieten nämlich ein weit umfangreichere Auswertung und Spionage des PC, wie Screenshots, Tastenanschläge loggen oder sogar End to End verschlüsselte Chats klar lesen. Doch solche Funktionen wurden im Jahre 2008 durch das Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt.

3. Generation auch für das Smartphone

In der nun 3. Generation des Bundestrojaner, welche nach offiziellen Aussagen nur in „konkreten Gefahren Situationen“ zum Einsatz kommt, will man nun die Verschlüsselung wie beispielsweise von WhatsApp umgehen, in dem man die Nachrichten auf den Endgeräten wie das Smartphone oder Tablet direkt ausspionieren kann.

Für welches mobile Betriebssystem sich das Bundeskriminalamt nun für die „3. Produktlinie einer behördeneigenen Software für Quellen – TKÜ“ entscheidet, geht aus den von der Süddeutschen Zeitung eingesehenen Unterlagen nicht hervor. Doch eine große Auswahl besteht da ja im Grunde nicht. Nun könnte es sich zum ersten Mal als positiv beweisen, ein Apple iPhone sein eigen zu nennen. Es sei denn man greift auf ein Android Smartphone dessen Sicherheitsstandards über dem Durchschnitt sind – Stichwort BlackBerry.

[Quelle: Süddeutsche Zeitung | via Golem]

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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