[CES 2014] Nvidia Tegra K1 in 32- und 64-Bit-Version vorgestellt

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Nvidia Tegra K1

Wie schon die Jahre zuvor hat der kalifornische Chip-Entwickler und Grafikspezialist Nvidia die CES 2014 genutzt, um mit dem Nvidia Tegra K1 seinen neusten Prozessor für mobile Geräte vorzustellen. Wie erwartet findet im Bereich der GPU die Technik der Kepler-Plattform Einzug und noch etwas macht den Nvidia Tegra K1 besonders: Es gibt eine 64-Bit-Variante.

Die Consumer Electronics Show 2014 wird wie die Jahre zuvor nicht nur neue Produkte für den Endverbraucher bieten. Auch Hersteller von Komponenten geben sich die Ehre, von denen Nvidia als Erstes die Gelegenheit nutzte, um seine Neuheiten dem interessierten Publikum vorzustellen. Ein Nvidia Tegra 5 ist es zwar nicht ganz geworden, der Nvidia Tegra K1 hat dennoch ordentlich Feuer unterm Hintern, was insbesondere mobile Zocker ansprechen dürfte. Aber nicht nur im grafischen Bereich geht der Nvidia Tegra K1 neue Wege.

 

Die zwei Gesichter des Nvidia Tegra K1

Eine Besonderheit des Nvidia Tegra K1 ist eine Version mit vier Cortex A15 Kernen und dem bereits bekannten Companion Core, sowie eine zweite Dualcore-Variante. Ersteres Modell des Nvidia Tegra K1 ist ein klassischer 32-Bit-Prozessor, der mit bis zu 2,3 GHz getaktet wird. Das zweite Modell basiert im Gegensatz zum Quadcore-Tegra-K1 auf selbstentwickelten Kernen der ARMv8-Plattform, was neben 2,5 GHz Maximaltakt die 64-bit-Architektur mit einbezieht. Die Dualcore-Variante bezeichnet Nvidia als Denver und kommt ohne einen Companion Core aus.

Die Größte Neuerung dürfte jedoch die Verwendung der Kepler-GPU-Architektur sein, womit Nvidia erstmals Desktop-Technologie in einem mobilen Chip integriert. Zum Vergleich: Die Kepler-Architektur nutzt Nvidia auch in der Nvidia GeForce GTX780 Ti, einer der aktuell schnellsten Grafikkarten der Welt. Die Kepler-GPU selbst besitzt satte 192 Shader-Einheiten, Nvidia spricht hier von 192 Kernen. Der Vorgänger Nvidia Tegra 4 brachte es lediglich auf 72 solcher Shader. Durch die Kepler-Architektur beherrscht der Nvidia Tegra K1 bereits Hardware-seitig OpenGL 4.4, DirectX 11, HDR für Kameras und Tesselation für eine noch bessere Darstellung. Selbst die CUDA-Plattform von Nvidia unterstützt der Nvidia Tegra K1.

 

Ein Sprung in Sachen Grafik?

Im Zuge dessen kündigte Nvidias CEO Jen-Hsun Huang gleich mal die Unreal Engine 4 von Epic an, die Konsolengrafik für mobile Geräte verspricht. Allerdings dürfte es sich wie bei der Unreal Engine 3 lediglich um eine Portierung für mobile Geräte handeln, die entsprechend auf die Nvidia-Hardware angepasst wird. Um die Leistung zu demonstrieren, hat Nvidia ein entsprechendes Promo-Video veröffentlicht.

Sollte das Video bereits eine finale Version der Unreal Engine 4 für den Nvidia Tegra K1 zeigen, hat das Unternehmen allerdings noch etwas Arbeit vor sich, was insbesondere in hektischen Szenen zu sehen ist. Auf der anderen Seite sind die 192 Shader des Nvidia Tegra K1 nicht gerade mit den 1.344 Shader einer GeForce GTX660 Ti der Mittelklasse-Grafikkarten zu vergleichen. Echte Konsolenqualität dürfte da nur schwerlich zu erreichen sein. Das Endergebnis wird im Laufe des Jahres eventuell bereits zu sehen sein, denn der Nvidia Tegra K1 in der Quadcore-Variante soll noch im ersten Halbjahr in entsprechenden Geräten verfügbar sein, die Denver-Dualcore-Variante im zweiten Halbjahr.

[Quelle: Nvidia]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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