Chrome Benachrichtigungscenter wird eingestellt

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Google Chrome Browser

War anfangs noch der Firefox Browser von Mozilla die größte Konkurrenz für den Microsoft Internet Explorer, so hatte sich in den letzten Jahren Googles hauseigener Chrome Browser zu der Alternative schlechthin entwickelt. Einige Funktionen gibt es zum Beispiel nur bei Google, aber das heißt noch lange nicht, dass diese auch erfolgreich sind und so einen dauerhaften Bestand haben.

Aktuell ist das beim Benachrichtigungscenter zu sehen, welches diverse Mitteilungen vom Browser selbst und von verknüpften Browser-Apps anzeigen kann. Vor fünf Jahren wurde es erstmals in der Desktop-Version des Chrome Browser eingeführt und seit dem kontinuierlich weiter entwickelt. Der Zuspruch bei den Nutzern ist allerdings so gering gewesen, dass Google nun die Funktion mit der aktuellen stabilen Version wieder entfernt.

Ersatzlos gestrichen für den Chrome Browser

Chrome Benachrichtigungscenter

Chrome Benachrichtigungscenter

Das heißt, dass neue Mails in Gmail, anstehende Termine, Erinnerungen, neue freigegebene Dateien in Google Drive nicht mehr zu sehen sind. Jedoch betrifft das nur den Chrome Browser für Windows, Mac OS X und Linux: Googles Betriebssystem Chrome OS wird dieses Benachrichtigungscenter aus nahe liegenden Gründen auch weiterhin behalten. Die Android- sowie iOS-Versionen haben dies jedoch noch nie besessen, weswegen sich hier die Frage einer weiteren Existenz nicht stellt.

Der Wechsel in Googles Strategie kommt durchaus überraschend, da sich ein führender Entwickler von Google vor einigen Wochen noch dahingehend äußerte, dass man die Desktop-Benachrichtigungen von Windows 10 sowie Mac OS X nicht unterstützen und weiterhin auf die eigene Plattform setzen wolle. Mit dem Entfernen des Benachrichtigungscenters geht somit auch ein Wechsel bei Googles Strategie einher: Benachrichtigungen im Chrome Browser landen bei Windows 10 und Mac OS X daher vermutlich nun dort, wo man all die anderen Benachrichtigungen ebenfalls vorfindet.

Ob man die neue Version des Google Chrome Browser mit dem abgeschafften Benachrichtigungscenter hat, lässt sich sehr einfach herausfinden. Denn sobald eine App eine Benachrichtigung an besagtes Center schicken will, wird dies mit einer Fehlermeldung quittiert und es ist nichts zu sehen. Zu beachten ist, dass dies nur für installierte Web-Apps und Chrome Extensions gilt – der Rest sprich „alle „weiteren Benachrichtigungen“ funktioniert weiterhin wie gewohnt. Aus dieser Formulierung könnte man schließen, dass einige Websites auch weiterhin das Benachrichtigungscenter nutzen können.

Vielleicht nutzt Google den Kurswechsel ja auch aus, um demnächst den Start von Google Now im Browser anzukündigen. Denkbar wäre es.

[Quelle: Chromium Blog | via GoogleWatchBlog]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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