Com 1: Android Wear SmartWatch auf Googles drängen beendet

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Com 1 Android Wear SmartWatch

Wer eine SmartWatch mit Android Wear haben will muss mindestens 199 Euro auf den Tisch legen, um eine LG G Watch, Samsung Gear Live oder sobald verfügbar eine ASUS ZenWatch sein Eigen nennen zu können. Das IndieGoGo-rojekt Com 1 bei Kickstarter wollte die Sache deutlich günstiger machen, aber dagegen scheint Google etwas zu haben.

Der Markt für smarte Uhren – allgemein unter  Wearable Devices zusammengefasst – existiert bereits seit einigen Jahren und hat in der Vergangenheit mehr oder minder erfolgreiche Vertreter hervor gebracht. Obwohl Geräte wie die Pebble, eine Samsung Gear 2 oder eine Sony SmartWatch 2 einige Erfolge verbuchen konnten, glauben viele erst an einen größeren Durchbruch sobald Apple den Markt betritt. Oder Modelle wie die Com 1 (zum Beitrag) mit einem sehr günstigen Preis zum Kauf anregen, aber letzteres ist Google eventuell ein Dorn im Auge.

Das Ende von Com 1

Denn Google hat bei den Betreibern der IndieGoGo-Plattform die unmittelbare Beendigung des Crowdfunding-Projektes Com 1 verlangt und dafür Urheberrechtsverletzungen als Grund genannt. Mit der unerlaubten Nutzung der Standard-Bilder von Android Wear sowie dem Logo sehen die Vorwürfe gegen die Macher der Com 1 SmartWatch auch schlüssig aus, aber Google selbst dürfte noch andere Gründe für den Schritt gehabt haben und einer davon hat mit Open Source zu tun.

Genau das ist Android Wear bisher nämlich nicht und wird es vermutlich auch nicht so schnell sein. Das heißt jeder der das System nutzen will muss mit Google zusammenarbeiten und eine Zertifizierung erhalten, was bei der Com 1 Uhr nicht der Fall ist. Ohne die Erlaubnis bzw. Zusage von Google ist keine SmartWatch mit Android Wear über den Crowdfunding-Weg realisierbar.

Ohne Google, ohne Android Wear

Der Grund dafür wiederum ist einfach: Google will ganz einfach bei einer so jungen Plattform die Zügel komplett selbst in der Hand halten und einen Wildwuchs wie er bei Android für Smartphones und die Dutzenden Hersteller-Oberflächen eingetreten ist vermeiden (zum Beitrag). Man will zunächst eine stabile und funktionell komplette Plattform erschaffen bevor ein Gedanke an Open Source und damit die freie Verfügbarkeit für jeden verschwendet wird. Und das wiederum betrifft Com 1, die ihr IndieGoGo-Projekt kurzerhand einstampfen mussten.

Google selbst will übrigens den Quellcode von Android Wear zusammen mit Android L an das Android Open Source Project übergeben aber auch das heißt noch lange nicht, dass jeder eine SmartWatch mit Android Wear bauen kann. Denn ohne den Android Wear Manager von Google wird es trotzdem nicht klappen und der wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nie Open Source werden. Auch wenn technisch gesehen die Com 1 SmartWatch alles andere als attraktiv war, so konnte sie immerhin mit einem sehr niedrigen Preis locken.

[Quelle: Crowdfund Insider | via AndroidPolice]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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