Cook, Page und Musk im Geheimtreffen gegen Donald Trump

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silicon-valleyAktuell finden in den USA die Vorwahlen für den nächsten Präsidenten der USA statt und der Milliarden schwere Donald Trump ist zum Erstaunen aller einer der aussichtsreichsten Kandidaten. Der Bauunternehmer und Milliardär polarisiert und lockt dadurch derzeit die Massen wie kein Anderer, aber nicht jeder ist der illustren Person sonderlich wohlgesonnen. Das Silicon Valley hat sich mit Tim Cook, Larry Page und Elon Musk zu einer geheimen Krisensitzung eingefunden.

Was haben der exzentrische und Politik-Neuling Donald Trump und zahlreiche Chefs der Konzerne aus dem Silicon Valley gemeinsam? Auf den ersten Blick überhaupt nichts, denn der eine kann mit Technik nicht viel anfangen und die anderen schalten sich eher selten in die Politik ein. Dennoch gibt es Grund zur Besorgnis für die Tech-Industrie, sollte Trump tatsächlich zum nächsten und mittlerweile 45. US-Präsidenten gewählt werden.

Politik-Gespenst Donald Trump

Von daher haben sich etliche Führungspersönlichkeiten und CEOs aus der IT-Branche getroffen, um eine Allianz gegen Donald Trump zu schmieden. Erste Gespräche über eine gemeinsame Kampagne gegen Trump gab es während der jährlichen Veranstaltung World Forum des American Enterprise Institute. Dort haben sich mit Tim Cook (Apple), Larry Page (Google-Mitgründer), Sean Parker (Napster-Gründer) und Elon Musk (SpaceX, Tesla Motors) neben einigen hochrangigen Politikern der Republikaner – die Partei für welche Donald Trump zur eigentlichen Wahl antreten will – als auch Milliardär Philip Anschutz sowie New-York-Times-Herausgeber Arthur Sulzberger getroffen.

Der US-amerikanische Kolumnist und Politikwissenschaftler Bill Kristol habe das Treffen indes mit den kommunistischen Lehren von Karl Marx verglichen und berichtete in Anlehnung an sein „kommunistisches Manifest“:

Ein Gespenst geht um auf dem Word Forum – das Gespenst von Donald Trump

Um was genau es bei dem Treffen ging ist nicht bekannt, da es größter Geheimhaltung unterliege.

Fakt ist lediglich: Diese Männer eint die Sorge über den möglichen Sieg von Donald Trump. Dieser hatte mit zum teil sehr markanten und vor allem fragwürdigen Aussagen zahlreiche Wähler für sich gewinnen können. Aktuell liegt Trump im Ranking deutlich an der Spitze, um für die Republikaner in den finalen Wahlkampf um das Amt des US-Präsidenten einzuziehen.

Trotz der Geheimhaltung sind einige kleinere Informationen nach außen gedrungen. So unter anderem ein Vortrag von Karl Rove, Politik-Kenner und ehemaliger Berater von George W. Bush. Laut seiner Meinung würde der Großteil der US-Amerikaner sich schwer tun, Donald Trump tatsächlich als Präsidenten anzuerkennen oder gar ihn als Leitfigur für ihre Kinder anzusehen.

Verschlüsselung ist allgegenwärtig

Schwerwiegender und insbesondere ein Grund für Tim Cook gegen Donald Trump zu werben ist der Punkt, dass Trump zum Boykott von Apple-Produkten aufgerufen hatte. Grund ist die Weigerung des Konzerns im Fall des verschlüsselten iPhone dem FBI zu helfen. Tim Cook weigert sich vehement die Sicherheit der eigenen Produkte auf Anweisung des Staates zu kompromittieren, wofür er von nahezu allen Größen der Branche breite Zustimmung und Unterstützung erhalten hat.

Allerdings soll es auch Streit zum Thema Verschlüsselung an sich gegeben haben. Unter anderem heißt es, dass Tom Cook und der republikanische Senator Tom Cotton mehr als nur sehr angeregt über diese Thematik gesprochen haben. Es wird sogar von einem regelrechten Streit berichtet.

In jedem Fall lässt sich festhalten, dass der Widerstand gegen Donald Trump als Kandidat für das Amt des US-Präsidenten die US-amerikanische Nation scheidet wie kaum ein anderer Kandidat zuvor. Selbst Sarah Palin, Gouverneurin des US-Bundesstaates Alaska von 2006 bis 2009, wurde nicht ganz so kritisch beäugt.
Fakt ist: Mit Donald Trump an der Spitze werden die USA wohl kaum zu altem Glanz aufsteigen können – und der IT-Industrie drohen schwere Zeiten.

[Quelle: Huffington Post | via t3n]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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