Cookies: Mobile-Payment-App aus Berlin

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cookiesMobile Bezahlsysteme gibt es bereits einige, aber keines konnte sich bisher flächendeckend in Deutschland durchsetzen und genau da will das Berliner Startup-Unternehmen Cookies mit seiner App ansetzen. Nichts geringeres als ein schnelles und einfaches Bezahlsystem ist das Ziel. Erste Screenshots zeigen nun erste Einblicke in das hoffnungsvolle Projekt.

Mit den großen und bekanntesten Mobile-Payment-Lösungen wie Apple Pay, Android Pay, Samsung Pay oder GiroGo hat Cookies eine Sache gemeinsam und das ist die Basis Smartphone. Im Gegensatz zu diesen beschränkt sich die App jedoch darauf, das Verschicken von Geld im Freundeskreis unabhängig von IBAN, Bankautomaten oder TAN-Listen zu machen.

Von daher gibt es auch diese fünf wichtigen Punkte, womit sich Cookies von der Konkurrenz abheben will:

  • IBAN- und BIC-freie Überweisungen: Für das Versenden von Geld reicht bereits die Handynummer oder Mail-Adresse aus, die über das Adressbuch heraus gesucht werden.
  • Keinerlei TAN benötigt: Auch das umständliche Heraussuchen der richtigen TAN-Nummer für eine Überweisung entfällt. In Auftrag gegeben werden Überweisungen entweder mit einer PIN oder – falls im Smartphone vorhanden – per Fingerabdruck-Sensor.
  • Paymoji als Verwendungszweck: Spezielle Emojis werden bei der Cookies App den sonst üblichen Verwendungszweck ersetzen. Mit einigen dieser Paymoji genannten Emojis sollen Geldtransfers zudem schneller abgewickelt werden als üblich.
  • Für alle Banken verfügbar: Funktionieren soll die App ausnahmslos mit jeder Bank in Deutschland und jedem anderen deutschen Kreditinstitut.
  • Hoher Stellenwert für KI: Zu diesem Punkt hat sich das Berliner StartUp nicht allzu gesprächig gezeigt. Mehr als das innerhalb der Cookies App und dem Startbildschirm eine künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt, verrieten die Entwickler nicht.

Vom Ausbau her erinnert Cookies am ehesten an einen Messenger, wie man ihn schon Dutzend-fach in den einschlägigen App Stores findet. Die Besonderheit ist jedoch, dass neben dem Chatten das Versenden von Geld unter den Kontakten im Vordergrund steht. Dies zeigt sich auch darin, dass die aktuellen Beträge die man verschickt oder empfangen hat, unter dem jeweiligen Kontakt angezeigt werden.

Kommt eine neue Überweisung an, wird dies in der Benachrichtigungsleiste angezeigt, inklusive des Geldbetrages und des Kontakts, von welchem man die Zahlung erhalten hat.

Cookies verrät noch nicht alles

Damit sind die wichtigsten Eckpunkte der neuen App angesprochen, welche das Unternehmen auch mit den Screenshots zu erklären versucht. Dennoch bleiben noch einige Fragen rund um die Mobile-Payment-Lösung offen. Neben der technischen Realisierung dürfte vor allem die Frage bestehen, wie denn überhaupt das Geld auf das Konto in der Cookies App kommt.

Spätestens an dieser Stelle dürfte man auch weiterhin mit den üblichen Bankdaten wie IBAN, BIC und TAN in Berührung kommen. Es sei denn, man gewährt der Smartphone-App eine Einzugsermächtigung im Lastschriftverfahren, sodass bei dem Verschicken von Geld automatisch der Betrag vom eigenen Bankkonto abgebucht wird.
In diesem Zusammenhang dürfte die Zusammenarbeit zwischen Cookies und den Kreditinstituten selbst von Interesse sein, in wie fern die Bank letzten Endes mit den Überweisungen tatsächlich in Berührung kommt und was für Daten übertragen werden.

Auch welches Geschäftsmodell für Cookies genutzt wird ist noch unklar. Denkbar wäre, das ein kleiner Prozentsatz der jeweiligen Überweisung an Transaktionsgebühren fällig wird, die sich die Kreditinstitute und das Startup-Unternehmen teilen.

Spätestens zum offiziellen Start der App dürfte es dahingehend weitere Informationen geben, denn noch befindet sich Cookies in der geschlossenen Betaphase für iOS, Android und den Webbrowser. Wer schon jetzt in den Dienst hinein schnuppern will, kann sich unter dieser Adresse für den geschlossenen Betatest anmelden.

Starke Unterstützung aus der Szene

In jedem Fall hat das Unternehmen aus der Berliner StartUp-Szene schon letztes Jahr ordentlichen Wirbel machen können. In einer Finanzierungsrunde von 1,5 Millionen Euro ist zunächst nichts außergewöhnliches festzustellen, sondern eher die Norm. Erst der Blick auf die Investoren von Cookies lässt aufhorchen. Unter anderem sind der Gründer von StudiVZ Ehssan Dariani zu finden und die erfolgreichen Macher hinter Wunderlist – welche sich selbst sehr erfolgreich an Microsoft verkaufen konnten (zum Beitrag).

Man könnte also sagen, dass Lamine Cheloufi und Garry Krugljakow mit ihrem Startup-Unternehmen nach der Zeit bei Number26 auf der Erfolgsspur sind. Vorausgesetzt Cookies wird tatsächlich zum erhofften Hit auf dem Markt des Mobile Payment.

[Quelle: Cookies | via t3n]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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