CyanogenMod: Künftig anonymes sammeln von Daten

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CyanogenMod

Die erfolgreichste weil auf einer Vielzahl von Smartphones und Tablets wiederzufindende Custom ROM oder auch „After Market Firmware“ genannt, ist zweifelsohne CyanogenMod. Etliche Millionen Nutzer schwören auf die schlanke Firmware für alte und aktuelle Geräte, die auch auf Update-vernachlässigte Geräte das neuste Android bringen kann. Aber dazu ist manchmal ein klein wenig Hilfe notwendig.

Denn die Entwicklung des Quellcodes von CyanogenMod für diverser Hardware-Plattformen ist nicht nur zeitaufwendig und mühselig, sondern erfordert manchmal auch etwas mehr Informationen als den Entwicklern im Normalfall zur Verfügung stehen. Von daher hat Gründer und Chefentwickler des CyanogenMod-Teams, Steve „Cyanogen“ Kondik nun via Google+ verkündet, dass CyanogenMod künftig anonymisiert diverse Daten des Smartphones oder Tablets sammeln und an die jeweiligen Entwickler schicken wird.

 

Sammelwut im Dienste der Entwicklung

An Daten werden einfache Dinge über das jeweilige Gerät gesammelt, die von diversen Apps eh schon gesammelt und an den jeweiligen Entwickler geschickt werden. Dazu zählen unter anderem die Geräteart (Smartphone oder Tablet), die derzeit installierte Version von CyanogenMod, eine Device-ID (eine Mischung aus IMEI des Gerätes und Mac-Adresse des WLAN-Moduls, für die Entwickler nicht entschlüsselbar), das Land und je nachdem ob vorhanden auch der Provider. Steve Kondik beteuert, dass sämtliche gesammelten Daten vollkommen anonymisiert an die Server von CyanogenMod übertragen werden, was die meisten eventuell etwas milder stimmen könnte. Abgesehen davon hilft man den Entwicklern, die ROM an das jeweilige Gerät besser anpassen zu können. Die Device-ID dient übrigens lediglich dazu, ein einzelnes Gerät erkennen zu können, ohne Rückschlüsse jeglicher Art auf den Besitzer machen zu können.

Zwar ist eine vollständige Anonymität nicht zu 100% gewährleistet aber bei CyanogenMod können wir schon davon ausgehen, dass die Daten wirklich nur für Entwicklungszwecke herangezogen werden. Und außerdem: So viel mehr Informationen wie Google und Co. von uns haben dürften das eh nicht sein. Dennoch dürfte das Team um Steve Kondik höchstwahrscheinlich die Möglichkeit geben, die Übertragung der Datensammlung zu unterbinden. Spätestens wenn die Community gehörig aufschreit, dürften die Entwickler sich dazu genötigt fühlen. Aber wie seht ihr das eigentlich: Würdet ihr eure Daten für die Verbesserung von ROMs wie CyanogenMod bereitstellen oder lieber nicht? Und überhaupt: Meint ihr, dass die Entwickler mit den Daten überhaupt etwas anfangen können?

[Quelle: Steve Kondik | via SmartDroid]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

  1. Mario schreibt:

    FB und google haben eh schon soviele Daten von uns wenn CM die Daten (wirklich) fürs entwickeln nutzt dann ist es umso besser 😀 Nehmt sie ruhig Cyangenmod ist so ein geiles Projekt, wenn die Infos ihnen helfen, nur zu !

  2. Breser schreibt:

    Ich hatte inständig gehofft, mit den alternativen Betriebssystemen sei die Datensammelwut à la Google passé. Und nun sowas. Das ist doch nicht zu fassen… 🙁

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