Das Tesla Model 3 ist offiziell und die Käufer stehen Schlange

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tesla-model-3Mit großer Spannung wurde die gestrige Presseveranstaltung von Tesla Motors erwartet, wo das Unternehmen mit dem Tesla Model 3 das erste massentaugliche Elektroauto der Welt offiziell vorstellen wollte. Der erste Resonanz des Fahrzeugs ist so groß, dass das Unternehmen von Elon Musk in der gestrigen Nacht einen Ansturm an Vorbestellungen erhielt.

Wirklich viel an Technik hatte Elon Musk vom neuen Tesla Model 3 allerdings nicht gezeigt. Das Fahrzeug mit seinem kraftvollen Elektromotor selbst war natürlich der Star des Abends, denn obwohl das Mittelklasse-Modell kürzer als die Luxus-Limousine Tesla Model S ist, passen trotzdem bis zu fünf Personen in den Fahrgastraum. Das Geheimnis für den großen Innenraum soll ein deutlich kleineres Armaturenbrett sein.

Der Tesla Model 3 für die Masse

Eine der auffälligsten Veränderungen im Vergleich zu den anderen beiden Fahrzeugen von Tesla ist das Armaturenbrett selbst: Dieses ist quer anstelle hochkant positioniert, worüber sich die Funktionen des Fahrzeugs bedienen lassen. Ob dies tatsächlich einen Zugewinn im Bezug auf den Komfort bedeutet, bleibt abzuwarten. In jedem Fall hält sich Tesla sehr bedeckt, wenn es um die Frage geht ob dies bereits der finale Innenraum des Tesla Model 3 sei. Ein extra Armaturenbrett für den Fahrer scheint es nicht mehr zu geben.

Dennoch verzichtet der Hersteller nicht auf einen großzügigen Kofferraum, wovon es sogar zwei gibt: Einen im hinteren Bereich und einen im vorderen Bereich des Fahrzeugs. Der Zugang zum Fahrgastraum erfolgt im Gegensatz zum Luxus-SUV Tesla Model X mit ganz klassischen Türen, die sich nicht wie ein Flügel nach oben öffnen lassen. In diesem Punkt will der Tesla Model 3 bereits seine Bodenständigkeit beweisen.

Sehr flott und ausdauernd unterwegs

Nur muss das noch lange nicht auch für die Motorisierung gelten. Auch wenn genaue Angaben zu den Eckdaten des Elektromotors fehlen hat Elon Musk verraten, das ein Tesla Model 3 innerhalb von 6 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen kann. Wohlgemerkt für das Basismodell, denn Musk plant noch weitere Varianten mit mehr Leistung und natürlich größerer Reichweite anzubieten, wie man es schon mit dem Model S und Model X handhabt. Auch wenn die Reichweite von etwa 350 km mit einer Akkuladung nicht schlecht ist, soll Gerüchten zufolge das Top-Modell sogar bis zu 500 km weit kommen.

Elon Musk kommentierte die beeindruckende Beschleunigung damit, dass Tesla ganz einfach keine langsamen Autos bauen würde.

Selbst auf kleine extravagante Dinge verzichtet man nicht: Das Dach des Tesla Model 3 ist aus einer einzigen großen Glasscheibe gefertigt, sodass auch die Passagiere auf der Rückbank jederzeit einen hervorragenden Blick nach draußen haben.
Außerdem soll bereits die nötige Technik für den Tesla Autopiloten verbaut sein, sodass man das Fahrzeug einfach automatisch fahren lassen kann.

Preise und Verfügbarkeit

Allerdings sind die schnelleren Varianten des Tesla Model 3 auch entsprechend teurer im Vergleich zum Basis-Modell, welches tatsächlich wie zuvor vermutet gerade mal 35.000 US-Dollar kostet und das ohne die staatlichen Subventionen. Die Auslieferung soll erst gegen Ende 2017 erfolgen. Man hat bisher sogar über 130.000 Vorbestellungen verzeichnen können, bei denen jeweils 1.000 US-Dollar an Kaution für eine verbindliche Bestellung fällig werden. Ein Verkaufsvolumen von mal eben 4 Milliarden US-Dollar, wenn man den ersten Hochrechnungen glaubt. Die Vorbestellung des Tesla Model 3 ist auf dieser Website möglich.

Im Kaufpreis bereits mit enthalten ist die Nutzung der Supercharge-Technik, welche Tesla Motors immer weiter ausbaut. Damit sollen auch Überlandreisen mit dem Tesla Model 3 ermöglicht werden, da die Reichweite wie gesagt bei 350 km in der Basisvariante liegt. Derzeit gibt es weltweit etwa 3.600 dieser Supercharge-Ladestationen, was das Unternehmen bis Ende 2017 auf 7.200 Stationen im Netz ausbauen will.

Auch das Netz aus Destination Charger bei Raststätten, Tankstellen und so weiter will man bis Ende 2017 von 3.700 Stück weltweit auf über 15.000 erhöhen. Denn wenn nun immer mehr Tesla-Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind, muss auch das Netz an Ladestationen für die Akkus kräftig ausgebaut werden. Gut möglich, dass sich der Tesla Model 3 wie das Model S per Android Wear steuern lässt (zum Beitrag).

Apropos Akkus: Deren Produktion erfolgt in der Milliardenschweren Gigafactory von Tesla Motos, deren Start Elon Musk damit in gewisser Weise auch bestätigte.

Kein Ende des Hype in Sicht

VISA hat den Hype zum Anlass genommen, Zahlungen per Kreditkarte über exakt 1.000 US-Dollar oder Euro an Tesla Motors kurzfristig komplett einzustellen. Das Kreditunternehmen befürchtete hinter diesen Beträgen einen möglichen Hackerangriff und damit verbundenen Betrugsversuch, was man allerdings nach wenigen Minuten wieder behoben hatte.

Das Elon Musk mit dem Tesla Model 3 einen echten Knaller gelandet hat, zeigt sich aber auch an anderer Stelle: Mancherorts könnte man meinen, dass der Verkauf eines neuen Apple iPhone angelaufen ist. Denn vor den Telsa Stores sind in zahlreichen Ländern lange Schlangen an potentiellen Käufern entstanden.

https://twitter.com/LisaRemillard/status/715607198697533440

Sie alle wollen das gestern offiziell vorgestellte Elektroauto und das zeigt sich auch positiv an der Börse, wo der Aktienkurs bereits ein deutliches Plus hingelegt hat. In den kommenden Tagen dürfte der Kurs sicherlich noch weiter zulegen, denn mit dem Model 3 hat Tesla gezeigt, dass Elektrofahrzeuge sehr wohl günstig und dennoch leistungsstark sein können.
Eine offene Kampfansage an die europäischen Fahrzeugbauer, auch wenn sich Experten der Branche nicht so ganz sicher sind über den möglichen Erfolg dieser Fahrzeugklasse (zum Beitrag).

[Quelle: Golem]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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