Der etwas andere Test: Smartphone-Benchmark im Eiswasser

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liquid_coolingUm die Leistungsfähigkeit eines Smartphones oder jedes anderen PC-ähnlichen Gerätes zu bestimmen werden diese Geräte für gewöhnlich von einem populären Benchmark-Tool untersucht. Desktop-Rechner können mit spezieller Kühlung zum Beispiel auf Basis von Wasser noch einiges mehr an Leistung aus der verbauten Hardware herausholen und genau dies funktioniert auch mit etlichen Smartphones.

Auch wenn sich manchmal der Sinn verschließt für einen möglichst hohen Benchmark-Score, so ist die Jagd nah dem nächsten Rekord beim Übertakten und der daraus resultierenden Leistung eine bei Moddern beliebte Freizeitbeschäftigung. Auf der anderen Seite zeigt ein solcher Test auch, wie gut der jeweilige Hersteller das Problem der Abwärme in den Griff bekommen hat, was ja gerade bei Android-Geräten mit einem Snapdragon 810 eine wichtige Rolle spielt.  Linus Tech Tips hat genau dies mit einigen populären Flaggschiff-Smartphones gemacht.

Der YouTuber hat sich kurzerhand ein iPhone 6s, Samsung Galaxy S6 edge, HTC One M9, LG G4 und das ZTE Axon geschnappt, diese geschützt in einen ZipLock-Beutel in Eiswasser versenkt und dann mehrere Benchmark-Tests durchgeführt. Das Ergebnis fällt dabei nicht ganz so wie erwartet aus: Während die Android-Smartphones ihre Werte verbessern konnten, blieb das iPhone 6s nahezu unverändert. Auch das LG G4 mit seinem Snapdragon 808 Hexa-Core-Prozessor zeigte nur bedingt verbesserte Werte nach dem Bad im Eiswasser.

Benchmark ohne und mit Eiswasser

Der Test selbst wurde mit der App GeekBench 3 durchgeführt, nachdem die sechs Kontrahenten für mehrere Minuten in Eiswasser gelegt wurden. Natürlich nur in einem ZipLock-Beutel, denn direkter Kontakt mit dem Wasser würde die Geräte nur funktionsuntüchtig machen. Danach wurden mehrere Durchläufe mit der Benchmark-App innerhalb von 10 Minuten durchgeführt, um fortlaufende Ergebnisse zu bekommen.

Deutlich verbessert haben sich das Samsung Galaxy S6 edge, das HTC One M9 und das ZTE Axon. Vor allem die beiden Smartphones von HTC und ZTE boten eine echte Leistungssteigerung und beweisen somit dass der Snapdragon 810 unter entsprechender Kühlung tatsächlich ein sehr starker Prozessor ist. Das Samsung-Modell hatte hingegen nahezu alle Werte konstant halten können, nur eben auf einem höheren Level.

Anhand der Kurve des Benchmarktest sieht man eindrucksvoll welche Unterschiede mit einfacher Luftkühlung entstehen. Nach kurzer Zeit bricht dessen Leistung massiv ein, nachdem sowohl das HTC One M9 und das ZTE Axon zu Beginn mit voller Leistung losgelegt haben. Bei dem Benchmark-Durchlauf mit Eiswasser-Kühlung ist die Leistung zu Beginn zwar nicht mehr so hoch, dafür aber erheblich konstanter über den gesamten Testzeitraum hinweg. Der Snapdragon 810 im ZTE Axon hat sich sogar nochmals steigern und das HTC One M9 überflügeln können.

Somit ergibt sich ein durchaus zu erwartendes Bild, wobei bemerkenswert ist, wie unterschiedlich sich die Kühlung auf die einzelnen Smartphones auswirkt. Interessant wäre es an dieser Stelle nur noch, wie sich andere beliebte Geräte wie ein Sony Xperia Z5, Xiaomi Mi Note Pro oder das Motorola X Style  verhalten, wenn sie durch einen Benchmark gejagt werden, nachdem sie ein Bad im Eiswasser hatten.

[Quelle: Linus Tech Tips]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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