Die 1&1 FRITZ!Box als intelligenter Home-Server

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1&1 Home-Server

Die heimischen vier Wände werden heutzutage immer vernetzter  und fast alles geht irgendwie über den zentralen Router. Warum also diesen nicht kurzerhand zum kleinen Home-Server umfunktionieren? Genau das kann nämlich die FRITZ!Box 7360 des Berliner Unternehmens AVM, welche unter anderem bei 1&1 als HomeServer angeboten wird. Und die kleine Box ist ein solcher durch und durch.

FRITZ!Box Home-ServerIn einem Modernen Haushalt gibt es schon lange nicht mehr nur einen Rechner der ins Internet geht. Der Desktop-Rechner des Familienvaters im Arbeitszimmer, das Notebook der Mutter, die Spielkonsole des Filius und das Tablet der Tochter: Sie alle wollen ins Internet. Das geschieht heutzutage zumeist per WLAN, da zum einen man keine Kabel legen muss und zum anderen nicht an einen Ort gebunden ist. Da bietet sich eigentlich an einen eigenen Home-Server aufzubauen, welcher als mediale Zentrale Filme, Musik und so weiter bereithält.

Eine solche Rundum-Lösung bietet AVM mit der FRITZ!Box 7360 SL, welche es ohne Aufpreis unter anderem bei 1&1 gibt. Lediglich die Web-Oberfläche zur Einrichtung und Verwaltung ist verändert sowie ein schwarz gefärbtes Gehäuse. Ansonsten gleichen sich beide Modelle wie aufs Haar was die Technik und Funktionen betrifft. So unterstützen beide Modelle WLAN b/g/n im 2,4-GHz-Band, bieten dank MIMO (Multiple In Multiple Out) 3×3 eine gesteigerte Reichweite im Heim, zwei USB 2.0 Schnittstellen sowie 2x LAN und 2x Gigabit-LAN. Für einen einmaligen Aufpreis gibt es mit dem HomeServer+ die FRITZ!Box 7490, welche zusätzlich WLAN-ac mit bis zu 1,3 Gbit/Sekunde unterstützt, Dualband-WLAN, USB 3.0 und bei der alle vier LAN-Anschlüsse Gigabit-LAN sind.

Der Router als Home-Server

Die Einrichtung der FRITZ!Box 7360 ist ziemlich einfach: Netzteil an den Router anschließen, DSL-Kabel zwischen DSL-Buchse und Router verbinden, LAN-Kabel einstecken und die Web-Oberfläche von AVM bzw. 1&1 aufrufen. Das gilt auch für die Einrichtung als kleiner Home-Server, worauf ja 1&1 beispielsweise in seinem Marketing besonderes Augenmerk legt. Heißt eigentlich nichts anderes, als das man USB-Speicherlaufwerke an den Router anschließen und diese als NAS-Laufwerk im Netzwerk freigeben kann. Dazu braucht es allerdings ein Benutzerkonto welches in der Web-Oberfläche eingerichtet wird.

Ist die USB-Festplatte oder der USB-Stick erfolgreich als Netzlaufwerk eingebunden, kann man sogar vom Smartphone problemlos auf die darauf gespeicherten Daten zugreifen dank spezieller Apps. So kann die FRITZ!Box 7360 bzw. der 1&1 HomeServer ohne großartige Anstrengungen zu einem Home-Server ausgebaut werden, auf welchem zentral Medien, Dokumente und andere Arten von Dateien gespeichert werden können. Und dank zweier USB-Anschlüsse kann neben einer USB-Festplatte auch ein Drucker als Netzwerk-Drucker eingerichtet werden. Hier würde sich ein Drucker wie der Epson-XP-615 anbieten, welchen wir unter dem Gesichtspunkt „drahtloses Drucken vom Smartphone aus“ angeschaut haben.

[Test] Epson XP-615 – Ein Drucker gemacht für Android

Die angesprochenen Apps für gespeicherte Medien haben aber noch eine andere nützliche Funktion: Man kann auch von unterwegs aus auf seine Daten zugreifen. Dazu braucht es nur die Anmelde-Daten für das Benutzerkonto auf der FRITZ!Box 7360 bzw. dem 1&1 HomeServer.

1&1 Fotoalbum
Entwickler: 1&1 Internet AG
Preis: Kostenlos
1&1 Musik
Entwickler: 1&1 Internet AG
Preis: Kostenlos

Energie-effizienter Betrieb des Heimnetzes


Mit einem Verbrauch von etwa 6 Watt im regulären Betrieb ist die FRITZ!Box 7360 bzw. der 1&1 HomeServer einer der sparsameren Vertreter seiner Zunft. Wer dennoch mehr Kontrolle über den Energie-Verbrauch seines Home-Server und der darin eingerichteten Geräte haben will, für den bietet sich die SmartEnergie-Steckdose an. Mit einer speziellen App können automatisierte Schaltzeiten eingerichtet werden, die sich nach dem Kalender, Auf- und Untergang der Sonne sowie anderen Vorlieben. Der rudimentären Heimautomatisierung mit manueller Steuerung vom Smartphone oder Tablet aus steht damit nichts im Wege.

1&1 MobileHome
Entwickler: 1&1 Internet AG
Preis: Kostenlos

Nützlich ist die statistische Funktion der Steckdose, welche den Verbrauch an elektrischer Energie angeschlossener Geräte misst. Die SmartEnergie-Steckdose gibt es für einmalige 39,99 Euro bei 1&1 und basiert auf der FRITZ!DECT 200 von AVM.

Eine praktische Sache für den Home-Server von AVM ist der Gastmodus. Dabei wird dank der Mehr-Antennen-Technik kurzerhand ein zweites WLAN-Netz aufgebaut, welches vollkommen getrennt vom Heimnetzwerk arbeitet. Darüber können Freunde, Verwandte und Bekannte ohne großartiges Einrichten lossurfen und neue witzige Fundstücke im Internet zeigen. Die privaten Daten auf dem Home-Server sind somit vor dem Zugriff Fremder geschützt.

Gratis Samsung Galaxy Tab

In den Tarifen Doppelflat 16.00 und 50.000 gibt es derzeit zudem ein Samsung Galaxy Tab 4 7.0 respektive Galaxy Tab 4 10.1 jeweils als WLAN-Modell kostenlos dazu. Damit lassen sich die Home-Server-Fähigkeiten direkt von einem kompatiblen Tablet aus nutzen, falls noch kein solches im Haushalt vorhanden ist.

Fazit

Der Gedanke mit dem 1&1 HomeServer ein kleines Netzwerk inklusive Home-Server einzurichten ist sehr verlockend. Vor allem die einfache Umsetzung in nur einem Gerät wie dem 1&1 HomeServer – welcher auf der FRITZ!Box 7360 SL basiert – weiß zu gefallen. Zumal die Einrichtung kinderleicht ist und umfassende Zugriffsmöglichkeiten vom Smartphone aus bietet. In Kombination mit der SmartEnergie-Steckdose gibt es sogar eine gewisse Kontrolle über den Energieverbrauch. Und als wenn dies noch nicht genug wäre lässt sich durch den Fernzugriff per Smartphone und der Möglichkeit geplanter Abschaltzeiten eine gewisse Heimautomatisierung vornehmen. Der Griff zum besseren 1&1 HomeServer+ basierend auf der FRITZ!Box 7490 für einmalige 49,99 Euro ist jedoch sehr zu empfehlen.

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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