[Download] Google Now: Ok Google Offline ist im Anmarsch

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Gestern hat Amazon mit der Alexa SDK einen großen Schritt nach vorn im Bereich der Sprachsteuerung gemacht, was Google als einer der führenden Hersteller mit Google Now nicht auf sich sitzen lassen kann. Zwar sind eigene Sprachbefehle noch nicht in Sicht, aber dafür will Google mit etwas ganz anderem punkten: Einem echten Offline-Modus.

Vor sehr vielen Jahren, als Smartphones noch als Pocket PCs bezeichnet wurden und ein Stylus die Bedienung Nummer Eins war, haben sich bereits einige Entwickler mit der Thematik der Sprachsteuerung auseinander gesetzt. Mit dem ersten iPhone im Jahre 2007 verlagerte sich alles auf die reine Touchscreen-Steuerung und Apple hatte 2010 abermals den Markt revolutioniert und die Sprachsteuerung erneut populär gemacht. Ein Jahr später folgte Google und hier steht etwas Großes an.

Google Now geht Offline

Diese Woche hat Google wieder mal etliche seiner eigenen Apps aktualisiert, worunter sich auch die sogenannte Google App befindet. Diese dürfte den meisten eher als Google Now bekannt sein und stellt neben der Sprachsteuerung auch Info-Karten im Idealfall genau dann zur Verfügung, wenn man diese braucht. Die große Stärke von Google Now ist die Sprachsteuerung, welche einen Nachteil hat: Man benötigt eine aktive und möglichst schnelle Internetverbindung. Der Grund dafür ist, dass die Erkennung und Auswertung der Sprachbefehle auf den Servern von Google erfolgt und nicht auf dem Android Smartphone selbst.

Das wird sich mit einem der nächsten Updates für Google Now aber ändern wie die Kollegen von AndroidPolice bei einem ihrer bekannten APK Teardowns herausgefunden haben. In den einsehbaren XML-Dateien sind mehrere Verweise auf eine Offline-Funktion zu finden, wodurch zumindest einfache Befehle zur Steuerung von Funktionen des Android Smartphones oder Android Tablets auch ohne die bisher nötige Online-Verbindung funktionieren. Zu den bekannt gewordenen Befehlen für Google Now soll das Starten eines Anrufs, das Senden einer Textnachricht, die Musikwiedergabe oder das Einschalten von WLAN gehören.

name=“offline_header_text“>Offline voice tips</string>
name=“offline_on_start_cue_cards_header_listening“>Offline</string>
name=“offline_on_start_cue_cards_header_timeout“>Offline voice tips</string>
name=“offline_on_start_cue_cards_second_header_listening“>You can still say…</string>
name=“offline_on_start_cue_cards_second_header_timeout“>You can still say „Ok Google,“ then…</string>
name=“offline_on_start_cue_cards_second_header_timeout_without_hotword“>You can still touch the mic, then say…</string>
name=“offline_options_start_hotword_disabled“>You can still touch the mic, then say…</string>
name=“offline_options_start_hotword_enabled“>You can still say „Ok Google,“ then…</string>
name=“offline_error_card_title_text“>Something went wrong.</string>
name=“error_offline_no_connectivity“>Check your connection and try again.</string>

name=“offline_options“>
<item>Make a call</item>
<item>Send a text</item>
<item>Play some music</item>
<item>Turn on Wi-Fi</item>
</string-array>

Unklar an dieser Stelle ist, ob diese Sprachbefehle nur mit einer bestimmten Wort-Phrase funktioniert, oder ob auch Variationen möglich sind. Google Now soll den Nutzer in Zukunft zudem darauf hinweisen, dass bestimmte Befehle bei Verlust der Online-Verbindung auch offline funktionieren. Dabei ist gerade die Offline-Erkennung eine enorme Herausforderung was die Hardware-Leistung betrifft. Zum Beispiel ist in einem Versuchsprojekt von Ford ein NVIDIA Tegra K1 in seiner 32-Bit Quad-Core-Variante alleine mit der Spracherkennung zu gut 30 Prozent ausgelastet (zum Beitrag).

Sieht man mal von der technologischen Herausforderung zur Offline-Erkennung von Sprachbefehlen in natürlicher Sprache mal ab, planen Googles Entwickler eine stärker gesicherte Verbindung zu den Google-Servern. Zumindest ein Warnhinweis könnte in Zukunft erscheinen, wenn die Verbindung zu den Servern nicht ausreichend gesichert ist. Schon heute erfolgt der gesamte Datenverkehr zwischen dem Nutzer und Google auf verschlüsselter Basis, was bei all den personenbezogenen Informationen unabdingbar geworden ist.

name=“error_insecure_network“>Attackers might be able to monitor your searches and activities on websites.</string>
name=“insecure_network_error“>Your connection is not private</string>
name=“learn_more_about_security“>Learn More About Security</string>
name=“network_error_continue_insecurely“>Continue Insecurely for Once</string>
name=“network_error_continue_insecurely_1_hour“>Continue Insecurely for 1 Hour</string>

Jedenfalls will Google Now künftig davor warnen, wenn eine unsichere Verbindung besteht und potentielle Angreifer den Datenverkehr anzapfen können. Wie genau dies umgesetzt wird und was der Nutzer dagegen unternehmen kann ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Auf der anderen Seite zeigt die Platzierung eines solchen Hinweises innerhalb von Google Now mehr als deutlich, wie wichtig die App für Google mittlerweile geworden ist.

Neue Befehle und Chromecast-Unterstützung

Abgesehen von diesen sehr erfreulichen Neuigkeiten bei einer schlechten Internetverbindung, soll die Google-App für das Android Smartphone noch weitere Neuheiten spendiert bekommen. Dazu gehören neue Sprachbefehle zum Verändern der Systemlautstärke als auch der Helligkeit des Displays. Damit werden die vor einigen Monaten eingeführten Funktionen für WLAN, Bluetooth, Taschenlampe und dergleichen sinnvoll erweitert. Im Unterschied zu den genannten Funktionen sind bei Lautstärke und Helligkeit jedoch flexible Werte möglich. Vermutlich wird das Ganze mit Prozentangaben realisiert, zum Beispiel „Okay Google: Stelle Helligkeit auf 50 Prozent“ oder so in der Art.

Interessant dürfte zudem werden, wie Google den Chromecast in Google Now integrieren will. Laut einer Textpassage wird die Google-App eine neue Karte bekommen, welche über den Status einer Chromecast-Verbindung informiert. Denkbar wäre, dass man mit Hilfe dieser Karte eine Verbindung schnell beenden kann, insbesondere dann, wenn eine andere App einfach abgestürzt ist und die Verbindung selbst nicht mehr beenden kann.

Abgesehen davon scheint Google Now im Bereich Google Maps ein wenig erweitert zu werden. Zumindest ist ein neues Icon enthalten, welches vermutlich bei lokalen Suchergebnissen angezeigt wird. Allgemein scheint Google diese zu erweitern, da unter anderem neue Icons für solche Ergebnisse zu finden sind. Auch das Heraussuchen von Verbindungen im öffentlichen Personennahverkehr scheint man weiter ausbauen zu wollen mit Google Now.

Sieht man mal von diesen Dingen ab, ist noch einiges mehr in der APK zu finden, aber diese sind nicht ganz so spannend wie das oben genannte. Wer will kann sich die neue Version von Google Now schon jetzt manuell installieren und muss nicht warten, bis der Google Play Store das Update anbietet. Es ist lediglich zu beachten, dass die Option „Unsichere Quellen“ aktiviert ist in den Einstellungen für die Sicherheit. Außerdem ist zu beachten, dass die hier verlinkte Version nur für 32-Bit fähige Android-Geräte gedacht ist: Die APK-Dateien für Geräte mit 64-Bit-Prozessoren respektive einem Intel Atom Prozessor auf x86-Basis sind noch nicht verfügbar.

Google App v4.8.10.19.arm

[Quelle: AndroidPolice]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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