Drohnen in den USA müssen per Gesetz angemeldet werden

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drohneWas zunächst für den militärischen Einsatz entwickelt wurde, findet im Privatbereich immer mehr Anklang: Aus der Ferne gesteuerte Drohnen. Die unbemannten Flugobjekte gibt es in nahezu allen Größen, Formen und vor allem Preisklassen, weswegen der Himmel in Kürze immer voller werden wird. Eben dies gefällt den USA nicht unbedingt, weswegen man die Voraussetzungen für den Kauf einer Drohne deutlich verschärft.

Das US-amerikanische Verkehrsministerium US Department of Transportation kurz DoT hat bekannt gegeben, dass künftig jede Drohne auf US-amerikanischem Boden meldepflichtig wird. Wenn man sich etliche der Zwischenfälle und mögliche Gefahren durch Drohnen anschaut, dann ist die Zwangsregistrierung für Drohnen alles andere als überraschend. Vor allem die Sicherheit auf den Flughäfen des Landes soll dadurch massiv erhöht werden.

Wenn Drohnen die Sicherheit gefährden

Auslöser für die Pläne dürfte vermutlich ein Zwischenfall gewesen sein, der sich im Juli auf dem John F. Kennedy International Airport im Norden von New York City ereignete. Damals wären ein Passagierflugzeug mit 159 Menschen an Bord und eine unbemannte Drohne beinahe zusammengestoßen. Bei dem Vorfall war besagte Drohne gerade mal 100 Fuß respektive knapp 30 Meter von dem Jet entfernt gewesen. Dabei sind laut der US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) mindestens 1.000 Fuß – umgerechnet 305 Meter – mindestens an Abstand vorgeschrieben. Zusätzlich dürfen Drohnen maximal 400 Fuß oder knapp 122 Meter in die Luft steigen.

Selbst eine kalifornische Feuerwehr-Mannschaft hatte mit ihrem Wasserflugzeug bereits problematische Begegnungen mit den unbemannten Flugobjekten, als diese einen Waldbrand löschen wollten. Ihre Einsätze wurden durch das Flugobjekt massiv behindert, weil der Pilot der Drohne einfach nur beeindruckende Aufnahmen des Waldbrandes machen wollte. Das Resultat war ein Übergreifen des Feuers auf einen Freeway am Cajon Pass mit 20 zerstörten Fahrzeugen, nachdem das Flugzeug das Gebiet für etwa 20 Minuten aus Sicherheitsgründen verlassen musste.

Aus diesen und anderen Gründen haben immer mehr Drohnen ein GPS-Modul integriert, womit sogenannte Flugverbotszonen automatisch eingehalten werden. Zu solchen Zonen gehören neben Flughäfen, Industrieanlagen und andere öffentliche Gebäude der USA, immer öfter auch Privatgrundstücke. Da man diese GPS-Daten jedoch auch manipulieren kann, sieht sich das US-Verkehrsministerium eben zu dem Schritt mit der Zwangsregistrierung für Drohnen genötigt.

In Kraft treten soll das neue Gesetz zur Zwangsmeldung von Drohnen bis Weihnachten 2015. Bis dahin will das DoT mit etlichen Drohnen-Herstellern zusammenarbeiten und einen möglichst einfachen Weg zu finden, wie man diese Registrierung am besten umsetzen kann. Ob solch eine Maßnahme auch nach Europa kommt ist bisher unklar. Auch in Deutschland gibt es Gesetze im Zusammenhang mit einem Aufstieg einer Drohne und Multicopter, welche in der Regel das Bundesamt für die zivile Luftfahrt festlegt. Hier verweisen wir auf einen ausführlichen Beitrag der Kollegen von Scope-Design.

[Quelle: NBC News]

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