EA Mobile sieht Zukunft mobiler Spiele im Freemium-Bereich

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EA Mobile Freemium

Mobile Plattformen, allen voran iOS und Android, werden immer beliebter als tragbarer Ersatz zu stationären Konsolen, auch wenn ein Smartphone oder Tablet nie eine Playstation oder Xbox ersetzen werden kann. Dennoch steigt die Anzahl an neuen Spielen für Smartphones und Tablets unaufhörlich, sodass sich die Entwickler immer öfters Gedanken um ein tragfähiges Geschäftsmodell machen müssen.

Ein solches Geschäftsmodell scheint immer öfters das sogenannte Freemium-Modell zu werden, welches nicht ganz umstritten ist bei den Spielern. Aufgetaucht war der Begriff erstmals im Jahre 2006 und findet seither immer stärkeren Anklang bei Spiele-Entwicklern. Vom Prinzip her beschreibt Freemium einen für die Nutzer kostenlosen Basis-Dienst, den man gegen Gebühr um weitere Funktionen erweitern kann. Ein Beispiel wäre an dieser Stelle Skype, wo man als Nutzer kostenlos mit anderen Skype-Nutzern chatten und Videotelefonate führen kann. Will man jedoch ins Festnetz oder Mobilfunknetze telefonieren, verlangt Skype dafür eine Gebühr.

Eine Unterart des Freemium-Modells ist dabei Free2Play, womit Spieler ein Spiel kostenlos downloaden und spielen können. Wird dem Spieler das Fortkommen im Spielverlauf jedoch zu schwer oder verliert er die Geduld, so kann man mittels In-App-Käufen sich diverse Vorteile gegen echtes Geld erkaufen, in der Regel sind das bessere Ausrüstungsgegenstände, eine spezielle InGame-Währung oder ganz einfach nur extra Rohstoffe. Das tückische am Freemium- bzw. Free2play-Modell ist jedoch der kaum zu überschauende Kostenaufwand, der sich mit der Zeit zusammenläppert. Nicht selten wird auf diesem Wege wesentlich mehr Geld ausgegeben, als wenn man das Spiel mit all seinen Funktionen zu einem festen Preis kaufen würde.

 

Ein lohnendes Geschäft

Kein Wunder also, dass Freemium bzw. Free2play immer beliebter wird bei Entwicklern, dass verrät unter anderem ein Blick in die Top-Listen für Spiele. Aktuell besonders erfolgreich in diesem Segment ist das Aufbau-Spiel „The Simpsons: Tapped Out“, bei welchem der Spieler gegen Echtgeld diverse Erweiterungen kaufen kann. Das Konzept ist für EA sogar mittlerweile dermaßen erfolgreich geworden, dass „The Simpsons: Tapped Out“ ähnlich viel Umsatz generiert wie die erfolgreichsten Konsolenspiele von EA.

Laut Nick Earl, Senior Vice President und General Manager für EA All Play, hat daher das Freemium-Modell als die Zukunft für mobile Spiele bezeichnet und angesichts des Erfolges von The Simpsons: Tapped Out oder Real Racing 3 kann man ihm diese Aussage auch kaum verübeln. Zumal in den Top50 der mobilen Spiele gerade mal eines ein Vollpreis-Titel ist, wie Earl hinzufügt.

The market has absolutely spoken so loudly that freemium is the future. There’s only one premium game in the top 50 grossing, so the market has spoken.

Deutsche Übersetzung:

Der Mart hat definitiv gesprochen und zwar so laut, dass Fremium die Zukunft ist. Es gibt nur ein Premium-Spiel in den Top50, also hat der Markt gesprochen.

die Simpsons™ Springfield
Entwickler: ELECTRONIC ARTS
Preis: Kostenlos+
Real Racing 3
Entwickler: ELECTRONIC ARTS
Preis: Kostenlos+
[Quelle: Pocket-Lint | via SmartDroid]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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