Enterprise 3D Project: Das Star-Trek-Raumschiff in VR erkunden

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enterprise_3d_projectDurch moderne PC-Technik und mindestens ebenso leistungsfähige Software lassen sich beeindruckende Projekte realisieren wie unter anderem das Enterprise 3D Project zeigt. Wer schon immer mal eines der bekanntesten Raumschiffe der SciFi-Welt auf eigene Faust erkunden wollte, wird sich über eben dieses Virtual Reality Projekt ganz besonders freuen.

Zu Beginn war das Universum von Star Trek rund um Captain James Tiberius Kirk, welches von Gene Roddenberry erdacht wurde, nicht sonderlich erfolgreich. Erst über die Jahre hinweg entwickelte sich die Serie und die Kinofilme zum Kult, nachdem das Projekt selbst mehrfach kurz vor der Absetzung stand. Nicht unerheblichen Anteil an der Popularität hat Star Trek: The Next Generation – unter anderem mit Patrick Stewart als Captain Jean-Luc Picard oder Jonathan Frakes als Commander William Thomas Riker – mit dem Raumschiff USS Enterprise (NCC-1701-D), welches im Rahmen des Enterprise 3D Project komplett digital nachgebaut wird.

An Bord der USS Enterprise

Wie weit fortgeschritten die Arbeiten sind, zeigt ein kürzlich veröffentlichtes Video mit einem kleinen Rundgang durch die Enterprise. Als technische Grundlage für das Enterprise 3D Project Erlebnis kommt die Unreal Engine 4 zum Einsatz, um die Eindrücke möglichst realistisch wirken zu lassen.

Zwar merkt Betreiber und 3D-Animator Jason an, dass es zuvor schon etliche Projekte zum virtuellen Erkunden von Objekten gab, aber keines mit einen solch großen Umfang oder Qualität. Denn neben der möglichst exakten Nachbildung der USS Enterprise NCC-1701-D liegt das Hauptaugenmerk des Enterprise 3D Project auf der Umsetzung als Virtual-Reality-Tour. Gerade die mangelnde Freiheit bei früheren 360-Grad-Touren oder die fehlende Immersion ist in seinen Augen exakt der Punkt, welches Enterprise 3D Project von anderen Umsetzungen ähnlicher Art abhebt.

Noch ist das Raumschiff sehr steril und unbelebt, was im Laufe der weiteren Arbeiten geändert werden soll. So sind bereits Crew-Mitglieder als langfristiges Ziel geplant. Ebenso soll man irgendwann selbst virtuelle Außeneinsätze im Enterprise 3D Project durchführen und das Hauptquartier der Sternenflotte oder die Raumstation Deep Space Nine erkunden können.
Theoretisch könnte irgendwann auch ein Spiel auf Basis des Projektes erscheinen. Aber nur falls die Macher des Enterprise 3D Project eine offizielle Lizenz der Rechte-Inhaber des Star-Trek-Kosmos erhalten. Angesichts der Popularität in der Trekkie-Szene dürfte es dabei keine allzu großen Schwierigkeiten geben. Wenn dann – wie so oft – bei dem Thema Geld.

Wer auch nur etwas Verständnis vom Star-Trek-Universum hat und einige der Filme sowie Episoden der Serien gesehen hat wird wissen, welche Sisyphus-Arbeit in Enterprise 3D Project stecken muss. Wer die Arbeit untertsützen möchte, kann dies über die Crowdfunding-Plattform Patreon machen, welche speziell für Künstler geschaffen wurde.

Übrigens: Google hat sich schon mehrfach als große Fans des Star-Trek-Universums geoutet. Unter anderem wurde Google Now intern unter dem Projektnamen Majel entwickelt. So hieß nicht nur die künstliche Intelligenz des Bordcomputers der USS Enterprise, sondern auch die Frau von Gene Roddenberry. Majel Barrett war nicht nur für die erste Fassung der ursprünglich Pilotfolge der originalen Serie von 1966 angedacht: Sie war auch die einzige Schauspielerin, welche bis zu ihrem Tod 2008 in allen Kinofilmen und Serien nebst deren Ableger mitspielte.

[Quelle: Enterpise3DProject | via WinFuture]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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