Entsperren mit Style: NFC Ring für die Hand

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NFC-Ring zum stylischen Entsperren

So manches Projekt ist einfach nur arschgeil von seinen potentiellen Möglichkeiten her aber nicht immer findet sich auch ein Investor, der solch derartige Projekte finanziell unterstützen will oder kann. Daher hat sich für eher ungewöhnliche Ideen der Markt des Crowdfundings etabliert, bei welchem kurzerhand die Community und andere Interessierte als Investoren einspringen können.

Und Crowdfunding ist ein boomendes Geschäft wenn man so will, dass zeigen etliche sehr erfolgreiche Projekte wie beispielsweise die Android-Konsole OUYA, die Smart Watch Pebble oder der „medizinische Tricorder“ Scanadu Scout. Und mit dem Ubuntu Edge hat sich bereits das nächste Projekt an den Start begeben, allerdings um etliche Dimensionen größer. Selbst Software wie eine Android-Firmware für WLAN-Router oder PC-Spiele wie Star Citizen von Wing-Commander-Schöpfer Chris Roberts wird über Kickstarter und Co. finanziert, was mitunter zu enormen Erfolg führt (siehe Star Ciztizen). Und noch andere Dinge gibt es bei Kickstarter: Mit NFC bestückter Schmuck, der zum entsperren von NFC-fähigen Geräten dienen kann.

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Modern und elegant dazu

Ein solcher NFC-fähiger Schmuck ist der sehr einfach genannte NFC Ring, den ihr euch auf euren Finger stecken könnt. Damit ist das stylische Entsperren von NFC-fähigen Türschlössern möglich, selbst NFC-fähige Smartphones (und Dank des neuen Nexus 7 auch Tablets) können damit entsperrt werden, womit die Eingabe eines PIN-Codes unter anderem entfallen würde. Die Initiatoren des Projektes bei Kickstarter sind übrigens keine Unbekannten: John McLear ist an der Entwicklung des Etherpads beteiligt und Matt Muellenweg ist der Initiator der beliebten Blogger-Plattform WordPress.

Der Ring selbst funktioniert eigentlich recht einfach und ohne komplizierte Technik, denn lediglich zwei NFC-Tags befinden sich auf der Unter- und Oberseite des metallenen Rings. Während der untere NFC-Tag die privaten Daten zum Entsperren von NFC-fähigen Geräten beinhaltet, kann die obere Seite zum Austausch verschiedener Daten wie ein Website-Link oder der eigenen Kontaktinformationen in Form einer digitalen Visitenkarte dienen.

 

Sicherheit ist auch vorhanden

Die zwei NFC-Tags im Ring haben übrigens einen äußerst praktischen Nutzen, was dem Sicherheitsgedanken geschuldet ist. Immerhin lassen sich NFC-Tags mit entsprechender Sendeleistung aus der Ferne auslesen und die eventuell darauf gespeicherten Daten missbrauchen. Da sich auf dem Ring allerdings zwei NFC-Tags befinden, senden diese auch beide gleichzeitig bei entsprechenden Abfragen ihre Daten und vermischen diese dadurch zu einem Daten-Kauderwelsch, das keine vernünftigen Informationen preisgibt. Der Entsperr-Schlüssel für NFC-Türen und Smartphones ist damit auf diese Weise auch noch richtig gut geschützt.

Finanzierungsziel von McLear und Muellenweg sind 30.000 Pfund gewesen, welche die beiden Entwickler bereits nach nur 4 Tagen knacken konnten. Wer mindestens 22 Pfund (etwa 26 Euro) spendet, der bekommt einen NFC-Ring und die für den Ring notwendige Android-App gleich mit dazu. Allerdings müssen Besitzer eines Galaxy S4 von Samsung und eines Z10 von Blackberry die „Alpha Man Size“-Version des NFC-Rings ordern, da die NFC-Tags des normalen Rings inkompatibel sind zu besagten Smartphones. Übrigens gibt es das NFC-Inlay auch separat zu erwerben, falls wer sich aus einem 3D-Drucker selbst einen Ring nach seinen Vorstellungen ausdrucken lassen will.

[Quelle: Kickstarter | via TechStage]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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