Facebook: Gesichtserkennung wird gestoppt und alle Daten gelöscht

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Facebook Gesichtserkennung
Ein Sieg für die Datenschützer, die in der Vergangenheit alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpften um die von Facebook initiierte Gesichtserkennung  in Europa zu stoppen.Facebook gab nun bekannt diesen Dienst bis auf weiteres für neue Nutzerkonten bereits abgestellt zu haben und vorhandene Datenbanken bis einschließlich den 15. Oktober zu löschen.

Die sogenannten „Markierungsvorschläge für Fotos“ waren nun seit Juni 2011 im Einsatz und dienten im Grunde dazu, seine Freunde mit Hilfe der Markierung in einem Foto, diese auf anderen Fotos besser wieder zu erkennen.
Doch Datenschützer wie der deutsche Johannes Caspar hatten immer wieder kritisiert das ein digitaler „Gesichtsabdruck“ bei der Menge an Facebook Nutzern und dessen Fotos ein erhebliches Risiko- und Missbrauchspotenzial beinhalte.

Am Freitag den 21/09/12 tagte nun die irische Datenschutzbehörde (The Office of the Data Protection Commissioner) und gab unter anderem aus dem 200 Seiten starken Prüfbericht bekannt das Facebook, mit europäischen Hauptsitz in Dublin/Irland, nun eine 4 Wochen Frist eingeräumt bekommt um Punkte wie

  • Datenschutz-Informationen für neue Nutzer
  • vollständige Löschung von Accounts
  • Verbot von Datenschutz relevantes Werbetargeting
  • und die o.g. Gesichtserkennung sowie dessen Datenspeicherung

nachzubessern bzw. Lösungsvorschläge zu unterbreiten.

Richard Allen, Europachef von Facebook äußerte sich gegenüber dpa „Wir glauben weiter, dass man Gesichtserkennung in Europa legal anbieten kann“ und verdeutlicht, dass das Projekt „Gesichtserkennung“ nicht vom Tisch ist, sondern zu gegebenen Zeitpunkt, mit einem neuen Konzept wieder bei Null begonnen wird.

In wie weit sich die Regularien der irischen Datenschutzbehörde auch auf Google, dessen europäischer Hauptsitz ebenso in Irland ist, auswirkt ist bis zum jetzigen Zeitpunkt unbekannt.
Denn Google hat beispielsweise mit dem Fotoalbum Picasa weit aus früher begonnen Gesichter zu taggen und dessen Daten zu speichern.

[Quelle: heise online]

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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