Facebook M: Digitaler Assistent startet in den USA

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Facebook M

Jede große Smartphone-Plattform hat ihre eigene virtuelle Assistentin, wo Facebook mit der Facebook M genannten Alternative nicht zurückhängen will. Auch wenn es eher nur eine Art Chat-Bot ist mit menschlicher Hilfe, klingt der Ansatz, künstliche Intelligenz mit dem Wissen und der Eigenart von echten Menschen zu kombinieren, durchaus vielversprechend. Aber wie schlägt sich die Software überhaupt?

Eine berechtigte Frage angesichts der fortschrittlichen Möglichkeiten, die Apple Siri, Google Now und mittlerweile auch Microsoft Cortana beherrschen. Eben dieser Frage ist Alex Kantrowitz als Buzzfeed-Redakteur nachgegangen, denn er hat die Chance Facebook M als einer von wenigen US-Bürgern bereits ausprobieren zu können. Das es sich nach wie vor um eine Beta-Software handelt, wird denn auch direkt zum ersten Start mit dem entsprechenden Hinweis und sehr umfangreichen Nutzungsbestimmungen deutlich.

Herausforderungen für Facebook M

Das es sich noch um eine Beta-Fassung handelt hat Kantrowitz auch gleich zu Beginn feststellen müssen: Die Bestellung eines Uber-Taxi mit Facebook M schlug fehl. Ob das etwas mit den wachsenden Bedenken gegenüber Uber zu tun hat oder einfach noch nicht implementiert ist, sollte nebensächlich sein. Fakt ist, dass diese einfache Anfrage trotz der menschlichen Hilfe im Hintergrund nicht funktionierte. Bei einem Beta-Test kann eben noch nicht alles glatt laufen.

Dafür funktionierte das Suchen nach einem veganen Restaurant mit Facebook M. Einfach die Adresse nennen wo man sich gerade befindet und nach einiger Zeit taucht das entsprechende Ergebnis auf – inklusive einem kleinen Bildchen, der Adresse und der Entfernung zum aktuellen Standort. Ebenso waren die Suchanfragen nach Yelp-Screenshots und passenden App-Reviews von Erfolg gekrönt.

Schwierigkeit bravourös bewältigt

Doch die eigentliche Stärke von Facebook M sollte erst bei einem anderen Test zum Vorschein kommen: Dem Buchen eines Fluges und das mit einigen Fallstricken. Denn Kantrowitz änderte mehrfach die Zeiten für den Hin- sowie Rückflug, was die künstliche Intelligenz von Facebook M ohne Probleme meisterte. Inklusive Preisangaben, der Suche nach dem preiswertesten Flug und dem direkten Buchen via Kayak innerhalb des Facebook Messenger. Selbst ein Vielflieger-Konto lässt sich während des Buchens berücksichtigen und eine Kalender-Erinnerung per Mail senden.

Etwas ungewöhnlich für Facebook: Auf Nachfrage bestätigte Facebook M, dass die virtuelle Assistentin nicht die Daten von Alex Kantrowitz speichert, sondern bei einer nächsten Anfrage erneut nach den wichtigen Details nachfragt.

Man kann also durchaus behaupten, dass Facebooks eigene Plattform innerhalb des Facebook Messenger (zum Beitrag) bereits recht gut funktioniert, wenn auch noch nicht perfekt. Aber allein die Sache mit dem Buchen eines Fluges sowie ähnliche Dinge, könnten eine Stärke von Facebook M gegenüber den Mitbewerbern werden. Bleibt nur die Frage, ob ein solcher Dienst auch in Europa realisierbar wäre.

[Quelle: Buzzfeed | via Caschys Blog]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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