Fakten über die Hardwarebeschleunigung in Android

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Bis Android 4.0 Ice Cream Sandwich war Hardwarebeschleunigung durch das Betriebssystem eher stiefmütterlich behandelt worden. So war die Darstellung des grafischen User Interfaces bislang Job der CPU und der Grafikchip langweilte sich durch die Gegend. Dianne Hackborn von Google, ihres Zeichens Android Framework Engineer seit 2005, räumt nun in einem Eintrag bei Google+ mit ein paar Mythen über das Thema auf.

Mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich wird die volle Unterstützung für Hardwarebeschleunigung eingeführt doch schon seit Android der Version 1.0 ist diese im System vorhanden, hauptsächlich für die Fensteranimationen wie Menüs, Übergangsanimationen zwischen verschiedenen Activities oder das zeigen und verstecken von Dialogen. Das neu zeichnen innerhalb eines Fensters wurde von der CPU, sprich softwareseitigem Rendering, übernommen.

Mit der Einführung von Android 3.0 Honeycomb für Tablets konnte man durch den Eintrag „android:hardwareAccelerated=“true““ in der manifest.xml der App diese Funktion auf die GPU auslagern. Mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich ist das hingegen der Standard, solange als Ziel mindestens das API-Level 14 und höher definiert wird. Die Hardwarebeschleunigung ist somit nicht mehr wirklich mit derselben in Android 3.0 Honeycomb vergleichbar, zudem man in Android 4.0 Ice Cream Sandwich in den Entwickler-Einstellungen zwangsweise alles per Hardware rendern lassen kann. Im Falle des Nexus S und Galaxy Nexus werden für jeden einzelnen Prozess bis zu 8 MB zusätzlicher Arbeitsspeicher verbraucht, was auch mit an den PowerVR-Treibern liegen soll. Laufen jetzt mehrere solcher OpenGL aktivierten Prozesse nebeneinander, kann das zu langsameren Multitasking führen.

Wie man sieht kann man die Hardwarebeschleunigung unter Android 4.0 Ice Cream Sandwich kaum noch mit der aus Android 3.0 Honeycomb vergleichen. Ice Cream Sandwich bringt aber einige tolle neue Features mit, welche die User Experience nochmals auf ein neues Level heben dürften. Wer noch mehr zu dem Thema wissen möchte, der kann auf der Google+-Seite von Dianne Hackborn mehr erfahren.

[Quelle: Google+]
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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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