Fragmentierung von Android optisch dargestellt

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Freiheit und Offenheit bei einem System bringt nicht nur Vorteile mit sich, sondern zwangsläufig auch einige Nachteile. Gerade Android hat mit dem Problem der Fragmentierung zu kämpfen, es gibt viele hunderte Smartphones und Tablets aller Größen und Ausstattung mit dem Betriebssystem von Google. Wie zersplittet der markt mit Android wirklich ist, zeigt eine Studie des Projektes Open Signal Maps recht eindrucksvoll.

Open Signal Maps ist ein Dienst, der verschiedene Infos zu Funknetzwerken findet und anzeigen kann. Mit der App lassen sihc beispielsweise Funkmasten für 2G und 3G in der Umgebung finden, bei denen sich das eigene Gerät eingebucht hat. Hinzu kommen diverse Anzeigen von Signalstärke, Geschwindigkeiten und einiges anderes. Und basierend auf den Downloads der App aus dem Google Play Store und der ermittelten Geräte, haben sich die Jungs von Open Signal Maps eine kleine Karte der Androidverteilung erstellt. Eines noch vorneweg: Trotz Datenerfassung von über 681.900 Geräten aus 195 Ländern besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit der Ergebnisse!

Bildquelle: OpenSignalMaps.com

Bildquelle: OpenSignalMaps.com

Anhand dieser Grafiken wird die Übermacht aus dem Hause Samsung sehr gut veranschaulicht, das Galaxy S II (GT-I9100) dominiert den Markt sehr deutlich. Danach folgen mit etwas Abstand die Modelle Galaxy S (GT-I9000), HTC Desire HD, Samsung Galaxy Ace (GT5830), das HTC Desire sowie das Samsung Galaxy Note (GT-N7000). Gerade das Galaxy Ace macht deutlich, das vor allem die Einsteigerklasse nicht unterschätzt werden sollte. Mit dem HTC Wildfire und dem Samsung Galaxy Mini finden sich zwei weitere Einsteigersmartphones in der Top 10 der Geräte wieder. Auf der zweiten Grafik ist ebenfalls ersichtlich, das Samsung mit knapp 40% bzw. 270.144 Geräten deutlicher Marktführer bei den Open Signal Maps Nutzern ist.

Anzumerken sie ebenfalls, das sich die Identifizierung des Gerätes verändern lässt, was 1.363 nur einmal vorkommende Modelle bei insgesamt 3.997 erfassten Geräten untermauert. Mit 55,6% ist Android 2.3.3 bis 2.3.7 deutlich in der Überzahl, während Android 4.0.3 zusammen mti 4.0.4 auf 8,5% kommt und Android 2.2 immerhin noch auf 20,5%. Wichtiger ist hingegen für Entwickler von Apps die enorm hohe Anzahl an Displayauflösungen, Größen und Formfaktoren. Von 240×180 bis 2.040×1.152 Pixeln ist quasi alles vertreten, während der Trend im Formfaktor deutlichst zu 5:3 tendiert.

Mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich hat Google begonnen die Sache für Entwickler zu vereinfachen, was die Portierbarkeit von Apps auf verschiedene Auflösungen und Displayformate erleichtert. Dennoch herrscht gerade im Vergleich zu Apple’s iOS ein riesen Loch, schaut man sich die verfügbaren Displaygrößen und verfügbaren Formfaktoren in Relation zu einander an.

Links: Android; Rechts: iOS - Bildquelle: OpenSignalMaps.com

Geschwindigkeits-Test 3G & 4G
Entwickler: OpenSignal.com
Preis: Kostenlos

[Quelle: Open Signal Maps | via Computerbase.de]
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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

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