Freemium ist ein Erfolg, trotz weniger zahlender Spieler

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Freemium-Studie

Ein in den letzten Jahren immer stärker aufkommendes Spielprinzip ist das sogenannte Freemium-Modell, dass sich auf einer Vielzahl von Plattformen wiederfinden lässt. Insbesondere für Android, iOS und dergleichen sind solche Spiele anzutreffen, was den wenigsten wirklich gefällt. Dabei zeigt eine Studie durchaus einigen Erfolg für dieses Modell.

Früher kosteten Spiele entweder nichts oder zwischen 5 und 20 Euro für mobile Geräte. Das war noch zu Zeiten von Windows Mobile, als weder an iOS noch an Android wirklich zu denken war, falls sich noch wer erinnern kann. Aber heutzutage setzen sich auf den ersten Blick kostenlose Spiele immer häufiger durch. Das Spiel selbst ist dabei ohne was bezahlen zu müssen in den App Stores von iOS, Android oder Windows Phone verfügbar, was vor allem Gelegenheitsspieler freut. Je weiter man allerdings voranschreitet umso schwieriger wird das Ganze und umso aufdringlicher werden InGame-Güter, die man gegen Echtgeld kaufen kann. Oder das Balancing ist so schlecht das man zu einem Kauf regelrecht genötigt wird, um überhaupt voranzukommen. Wie auch immer das Prinzip umgesetzt wird, alles hat eine Sache gemeinsam: Freemium scheint sich wirklich zu lohnen für Entwickler.

Freemium besser als gedacht?

Das Marketing-Unternehmen SWRVE hat sich etliche Spiele mit dem Freemium-Modell im September letzten Jahres für 90 Tage angeschaut und etliche Millionen Spieler dabei erfasst. Gewertet wurden dabei nur die tatsächlich per InApp-Kauf generierten Umsätze, Werbung und dergleichen blieb außen vor. Aber nun zu den durchaus interessanten Zahlen der Studie selbst. Zum Beispiel wurde ermittelt, dass 19 Prozent der neuen Spieler das neu heruntergeladene Spiel nur einmal starten und dann nicht mehr. Das dürften Spieler sein die ein neues Spiel herunterladen, ausprobieren und danach wieder wegen Nichtgefallens deinstallieren. 45 Prozent der erfassten Spieler geben neuen Spielen immerhin eine Chance von fünf Versuchen bevor es aufgegeben wird.

Richtig heftig statistisch gesehen ist der Wegfall der aktiven Spieler im einem Zeitraum von 30 Tagen. Nach dem ersten Tag sind 33,9 Prozent der Spieler noch aktiv, während nach sieben Tagen der Anteil bereits auf 16,4 Prozent gesunken ist. Nach 30 Tagen sind immerhin noch 5,5 Prozent der regelmäßig aktiv, was nicht gerade nach vielen Spielern aussieht. Aber selbst diese 5,5 Prozent können für ein Freemium-Spiel ausreichen, wenn es etliche Hunderttausend Mal heruntergeladen wurde.

Weiter zeigt die Studie, dass lediglicxh 2,2 Prozent der aktiven Spieler überhaupt bereit ist für Spiel-Inhalte zu zahlen. Bei diesen Freemium-Spielern liegt der Durchschnitt bei 20,62 US-Dollar (etwa 14,85 Euro), von denen am ersten Tag allein 25,8 Prozent ihre ersten Käufe tätigen. 39,9 Prozent belassen es immerhin bei nur einer einzigen Zahlung und danach nicht mehr in dem betreffenden Freemium-Spiel. Der für die Entwickler wohl wichtigste Punkt ist jedoch der pro Installation erzielte Gewinn: 0,45 US-Dollar bzw. 0,32 Euro stehen unterm Strich nach gerade mal 90 Tagen. 53,5 Prozent der erzielten Einnahmen durch InApp-Käufe werden zudem in der ersten Woche erzielt, wovon alleine 21,1 Prozent wiederum am ersten Tag generiert werden.

Und was heißt das nun am Ende? Das Freemium sich zumindest für Entwickler richtig lohnen kann, sobald eine kritische Masse an Installationen vorzuweisen ist. Dennoch können sich die wenigsten Spieler wirklich mit diesem Modell anfreunden und würden lieber entweder komplett kostenlos oder das „Einmal und nie wieder“-Bezahlen vorziehen. EA Mobile für seinen Teil sieht in Freemium jedenfalls die Zukunft, allerdings fällt die Umsetzung selbst bei EA Mobile zum Teil sehr unterschiedlich aus, siehe Real Racing 3 als positives und Plants vs. Zombies 2 als eher negatives Beispiel. Um Freemium-Spiele auf den ersten Blick zu erkennen, bietet der Google Play Store entsprechende Hinweise an.

Was haltet ihr eigentlich von Freemium-Spielen und wo würdet ihr euch bei der Studie denn einordnen?

Real Racing 3
Entwickler: ELECTRONIC ARTS
Preis: Kostenlos+
Plants vs. Zombies® 2
Entwickler: ELECTRONIC ARTS
Preis: Kostenlos+
[Quelle: re/code]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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