Führende Hersteller an Wasserkühlung interessiert

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Wasserkühlung für Smartphones

Der Mobile World Congress in Barcelona ist eigentlich in der Regel die ganz große Bühne für Neuheiten und andere innovative Produkte, um potentielle Vertriebspartner oder Geschäftskunden in der Branche zu finden. NEC hat sich für sein ganz besonderes Smartphone jedoch Mitte Mai ausgesucht, um das Medias X der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dessen Besonderheit könnte noch dieses Jahr bei anderen Herstellern zu sehen sein.

Als der japanische Elektronik-Konzern NEC das Medias X N-06E vorstellte, staunten wir nicht schlecht. Das durch Farben und entsprechender Accessoires vorwiegend für Frauen konzipierte Smartphone bietet als erstes Smartphone der Welt überhaupt eine eingebaute Wasserkühlung. Wer sein HTC One oder Galaxy S4 mal richtig an seine Leistungsgrenzen geprügelt hat, der wird wissen, wie warm moderne Highend-Geräte werden können. Und genau diesem Problem versucht NEC mit dem Medias X entgegen zu wirken. Eine Technologie, welche im Desktop-Bereich sich schon länger wachsender Beliebtheit erfreut, da nicht nur die Kühlleistung durch eine Wasserkühlung ansteigt, sondern der Geräuschpegel ebenfalls effizient gesenkt wird.

 

Wasserkühlung im Micro-Format

Bei Smartphones und Tablets hingegen kommen passive Kühlelemente zum Einsatz, welche jedoch immer öfters an ihre physikalischen Grenzen stoßen. Deswegen wird es angesichts immer weiter steigender Leistungen der Prozessoren notwendig, neue und effizientere Formen der Kühlung zu erforschen, wie NEC es mit dem Medias X es getan hat. Aus Kreisen der Komponenten-Hersteller tönt es daher, dass Apple, Samsung und selbst HTC noch dieses Jahr erste eigene Geräte auf den Markt bringen wollen, welche über eine ultra-dünne Heatpipe mit Wasserkreislauf verfügt, um die vom Prozessor produzierte Wärme abzuführen. Das berichtet das Branchenportal DigiTimes.

Laut DigiTimes arbeiten etliche Unternehmen in Taiwan wie Chaun-Choung Technology, Auras und TaiSol Electronics an einer 6 mm Heatpipe, ebenso das japanische Unternehmen Furukawa Electronics. Allerdings dürfte die Prognose von DigiTimes mit dem Marktstart noch dieses Jahr mit der üblichen Prise Skepsis betrachtet werde, da die Kühlleistung der bisherigen Heatpipes noch bei mageren 30% liegt. Erst wenn die Kühlleistung deutlich größer ausfällt, dürften besagte Smartphone-Hersteller auf Wasserkühlung setzen. Aber interessant ist dieser Ansatz alle mal und schaden tut er den Innereien immerhin ebenfalls nicht.

[Quelle: DigiTimes | via PhoneArena]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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