Fujitsu: Aus 2D mach 3D

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3D Smartphones wie das LG Optimus 3D als erstes kommerziell erhältliche Smartphone mit 3D Kamera und brillenlosem 3D Display oder das HTC Evo 3D, sind nie richtig erfolgreich gewesen. Viele halten die Technik für unpraktikabel für ein Smartphone, die derzeitige Paralaxen Technik erfordert einen konstanten Blickwinkel, damit der Benutzer in den 3D Genuss kommt. Der Reiz an 3D Fotos scheint hingegen da zu sein, wenn man Fujitsu Glauben schenkt.

Der japanische Elektronik Konzern Fujitsu möchte zumindest den interessierten 3D Fotografen die Aufnahme von 3D Fotos auch ohne echtem 3D Gerät ermöglichen. Um das zu realisieren arbeitet der Konzern an einem aufsteckbaren Adapter für normale Smartphone Kameras, welcher mittels Spiegeln zwei Bilder an den Kamerasensor weiterleitet. Diese Aufnahme wird zu einem Cloud Dienst von Fujitsu hochgeladen, der daraus schlussendlich das fertige 3D Bild berechnet. Der Tiefeneffekt wird durch die unterschiedlichen Positionen er Bildobjekte berechnet, wie gut das Ergebnis ist wird sich noch zeigen müssen.

Bildquelle: The Verge

Die Idee dahinter ist zwar nicht neu, der Ansatz von Fujitsu mit dem cloudbasierten Umrechnen der Aufnahmen zu einem 3D Bild könnte allerdings zum Durchbruch für die Massen verhelfen. Dr. Donald Simanek von der Lock Haven Universität in Pennsylvania beschrieb in einem Whitepaper bereits im Jahre 2008 das Verfahren ausführlich nebst einer Bauanleitung für den Selbstversuch. Allerdings besteht auch ein Nachteil bei dieser Methode: Da jedes 3D Bild aus 4 Einzelnaufnahmen (2 Stereobilder) besteht, werden nur 25% des Kamerasensors effektiv genutzt, weswegen 3D Aufnahmen bei weitem nicht an die Qualität von herkömmlichen 2D Aufnahmen derselben Kamera heranreichen werden.

[Quelle: The Verge]
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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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