Für bessere Rechtsvertretung: Anwaltskanzlei spendiert Klienten ein Nexus 7

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Das die Leute in den USA gerne mal ein wenig anders ticken, dürfte angesichts des ausgebrochenen Streits über das Waffengesetz keiner bestreiten wollen. Aber es geht auch ganz anders und das in einer Vorreiter-Rolle, die man so vielleicht nicht unbedingt in Erwägung gezogen hatte. Denn wie wäre es, von einer Anwaltskanzlei ein Nexus 7 zu bekommen?

Auf den ersten Blick ist das sicherlich etwas irritierend, denn einfach mal so ein 200 Dollar Tablet geschenkt bekommen? Wer würde denn so etwas machen? Nun, die US-amerikanische Anwaltskanzlei Disparti Law Group macht genau das, wie Firmengründer und Namensgeber Larry Disparti erzählt. Man wolle damit einen kleinen Vorgeschmack auf die Anwaltskanzlei des 21. Jahrhunderts geben und sieht weniger ein Anreiz für neue Klienten anstatt der Möglichkeiten, welche die moderne Technologie bietet.

Vor allem die Kommunikation mit den Klienten und die Dokumentation des Falles, der Genesung oder eines Unfalles soll der Kanzlei dabei helfen, ihre Mandanten vor Gericht besser vertreten zu können. Als konkrete Beispiele nannte Disparti die Dokumentation mi Fotos und Videos von Verletzungen, Schäden oder die Auswirkungen einer Verletzung und deren Genesungsprozess für die Familie beispielsweise. Aber auch die Kontrolle per Kalenderfunktion, ob Klienten regelmäßig zum Arzt gehen ist machbar. Selbst Google Docs und Google Talk sollen von den Anwälten und ihren Klienten genutzt werden, um die Verteidigung so gut wie möglich vorbereiten zu können.

Zwar ist das nicht der erste Versuch mit Tablets der Anwaltskanzlei Disparti Law Group, aber der bisher kosteneffizienteste. Zuvor versuchte es die Kanzlei mit einem iPad, dessen einzige Vorteile in den zwei Kameras lag. Dennoch sieht die Anwaltskanzlei im Nexus 7 von Google und ASUS mehr Potential und vom Kostenpunkt mal ganz abgesehen. Da während eines Rechtsverfahrens die Kosten für einen guten Anwalt ziemlich schnell in die Höhe schießen können, ist ein Nexus 7 die deutlich preiswertere Alternative zum iPad von Apple.

Ein nicht ganz ungewollter Nebeneffekt: Durch diese Dokumentation, dürften Streitigkeiten vor Gericht schneller bearbeitet werden können und das dürfte im Sinne aller sein. Außerdem ist das mal wieder ein hervorragendes Beispiel, wie moderne Technologie uns im Alltag unterstützen kann. Nur eines würde mich interessieren: Dürfen die Klienten das Nexus 7 nach Abschluss des Verfahrens das Nexus 7 behalten oder muss dieses wieder zurück gegeben werden? Was meint ihr eigentlich zu der Sache: Sinnloses verpulvern von Geld oder tolle Sache für Anwalt und Klient?

[Quelle: TabTimes | via MobileGeeks]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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