Galaxy Note 3: Erstaktivierung nur mit regionaler SIM

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Galaxy Note 3: Erstaktivierung nur mit regionaler SIM

Die IFA 2013 ist wieder etliche Wochen her, wir erfreuen uns noch immer an den diversen Mitbringseln und Samsung macht im Bezug zu Updates, der Galaxy Gear und dem eigentlich seit heute verfügbaren Galaxy Note 3 von sich Reden. Nur doof, wenn die Informationen zum neuen Phablet-Flaggschiff eher schlechter Natur sind, auch wenn es sich schlimmer anhört als eigentlich letzten Endes zu sein scheint.

Als im Jahre 2011 Samsung das erste Galaxy Note vorstellte, legte der Konzern aus Südkorea den Grundstein für die neue Phablet-Klasse, welcher nur wenige Chancen eingeräumt wurden damals. Heute drängen immer mehr Konkurrenten in diese Größenregionen vor aber mit dem Galaxy Note 3 zeigt Samsung einmal mehr, wer die Krone der Phablets auf hat. Dennoch hat das Galaxy Note 3 eine unschöne Seite an sich, die in gewisser Weise an einen Region-Lock von DVD’s und BluRays erinnert.

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Ortsbeschränkung eines Phablets

Konkret geht es um eine Sperre auf Seiten der SIM-Karte, welche anfangs für einiges an Verwirrung sorgte. Denn auf einem britischen Modell war ein Aufkleber zu sehen, welcher die Nutzung des europäischen Modells nur mit europäischen SIM-Karten andeutete. Für Reisende ein riesen Unding, schließlich lauft man sich im Ausland bevorzugt lokale Prepaid-SIM-Karten, um von den dortigen deutlich günstigeren Preisen bei Telefonaten, SMS und mobilem Internet profitieren zu können. Glücklicherweise möchte man fast sagen, ist es aber auf dem zweiten Blick weniger schlimm, wie Samsung Schweiz via Facebook mitteilte.

Denn lediglich die erste Aktivierung des Galaxy Note 3 muss mit einer SIM-Karte erfolgen, welche im Land des gekauften Phablets erhältlich ist. Nach dieser Erstaktivierung lassen sich wieder wie gewohnt jegliche SIM-Karten im Galaxy Note 3 nutzen, die einem so über den Weg laufen.

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Dennoch ist das eine mehr als fragwürdige Sache, die Samsung da mit dem Galaxy Note 3 abzieht. Da hilft nicht einmal die eher dürftige Erklärung von Samsung, welche der Konzern anlässlich der Bedenken gegenüber diesem Schritt veröffentlicht hat.

SIM-Karten Nutzung in aktuellen Samsung Produkten

Einige aktuelle Samsung Produkte sind ab sofort mit einer regionalen SIM-Karten-Sperre versehen. Das bedeutet, dass Geräte, die in der Europäischen Union erworben wurden, mit SIM-Karten von Mobilfunkanbietern aus Deutschland sowie aus der Europäischen Union und dem Europäischen Wirtschaftsraum (die „Region Europa“) wie gewohnt funktionieren.

Nutzer dieser Samsung Geräte können diese gemeinsam mit ihrer SIM-Karte eines Mobilfunkanbieters aus der Region Europa auch weiterhin Via Roaming-Dienst gegen entsprechende Roaming-Gebühren ihres Mobilfunkanbieters auf der ganzen Welt verwenden. Sollte ein in der Europäischen Union erworbenes und bislang noch nicht in Betrieb genommenes Gerät im Ausland erstmals aktiviert werden, können Nutzer bei lokalen Samsung Servicepartnern ihr Gerät für die Region kostenlos freischalten lassen.

Die regionale SIM-Karten-Sperre betrifft nur die folgenden Samsung Modelle, die ab Ende Juli 2013 hergestellt und mit einem entsprechenden Aufkleber versehen sind:

Samsung GALAXY S III, GALAXY Note II, GALAXY S4, GALAXY S4 mini und das GALAXY Note 3.

Geräte, die bereits von Samsung ausgeliefert wurden und sich in Lagern oder bereits bei Endkunden befinden, sind nicht betroffen.

Konkret besteht eine Funktionsfähigkeit der Geräte mit SIM-Karten von Mobilfunkanbietern aus folgenden Ländern:

Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR):
Österreich, Belgien, Bulgarien, Zypern, Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Island, Irland, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, Großbritannien, Schweiz, Kroatien

– Nicht-EU/EWR-Länder:
Albanien, Andorra, Belarus, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Moldawien, Monaco, Montenegro, San Marino, Serbien und Vatikanstadt

 

Fragwürdige Maßnahme

Man könnte jetzt fast spekulieren, dass die Lobby der Mobilfunk-Provider ihre Finger im Spiel hat, schließlich reguliert die EU Kommission immer stärker die Entgelte in Europa bezüglich des Roamings und das zum Negativen der Provider. Im schlimmsten Fall für die Provider könnten im Sommer 2014 die Roaming-Gebühren innerhalb des EU-Raumes sogar komplett abgeschafft werden, was die europäischen Provider mit Verlusten in Höhe von 7 Milliarden Euro beklagen. Solange sich Samsung zu dieser Thematik aber nicht äußerst, sind das alles nur Vermutungen ohne Grundlage. Allerdings durchaus glaubhafte Vermutungen.

[Quellen: Caschys Blog & AllAboutSamsung]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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