Galaxy Tab S: Samsung bestreitet gekaufte Bewertungen

Geschrieben von

Samsung Galaxy Tab S

Seit einigen Tagen kann man die neusten Tablets von Samsung kaufen die auf den Namen Galaxy Tab S hören. Das Besondere dieser Modelle ist die Display-Technologie AMOLED, welche kräftigere Farben und vor allem ein richtiges Schwarz liefern kann. Nun wurde der Vorwurf von gekauften Meinungen zu diesen Tablets laut, was der Konzern so nicht stehen lassen will.

Es ist nicht das erste Mal, dass Samsung unlauterer Wettbewerb vorgeworfen wird. In der TV-Sparte gab es mal einen ziemlich großen Fall, wo noch etliche weitere Größen der Branche involviert waren, allerdings ging es damals um unerlaubte Preisabsprachen zwischen den Herstellern. Etwas besser in Erinnerung dürfte da der Fall aus Taiwan sein, wo Studenten von einer örtlichen Agentur – die im eigenständig im Auftrag Samsungs handelte – dafür bezahlt wurden, Konkurrenz-Geräte von HTC gezielt schlecht zu machen (zum Beitrag). Und nun gibt es ähnliche Vorwürfe im Fall des Galaxy Tab S (zum Beitrag), welches seit Kurzem in Deutschland verkauft wird.

Die Krux mit den Galaxy Tab S Bewertungen

Aufmerksam auf die Sache wurden die Kollegen von Heise Online, welche ungewöhnlich viele positive Bewertungen für das Tablet bei Amazon veröffentlicht hatten. Was sie so verräterisch machte ist eine Einleitung, dass man das Galaxy Tab S von Samsung als Testmuster zugeschickt bekommen hätte und andere sinngemäße Formulierungen. Da liegt der Verdacht nahe, dass die Verfasser der Rezensionen für ihre (positive) Meinung bezahlt werden, immerhin dürfe man das Galaxy Tab S nach Erfüllung bestimmter Aufgaben kostenfrei behalten. Zu den Aufgaben gehörte unter anderem mindestens zwei veröffentlichte Rezensionen auf verschiedenen Plattformen inklusive den Belegen per E-Mail für Samsung.

Der südkoreanische Konzern weißt die Vorwürfe der gezielten Manipulation freilich zurück mit der Begründung, dass man sich durch solche Tests wie mit denen für das Galaxy Tab S auch negative Bewertungen und Kritiken einfangen könnte. Von einer gezielten Manipulation für bessere Bewertungen könne also demnach keine Rede sein, so Samsung.

Außerdem gibt Samsung an, dass die Tester das jeweilige Produkt behalten können, egal ob die Bewertung bzw. Rezension positiv oder negativ ausfällt. Die einzige Bedingung dafür ist die Erfüllung der jeweils im Rahmen des Tests gestellten Aufgaben. Dazu zählen wie schon erwähnt die Veröffentlichung der Rezensionen auf vorgegebenen Portalen mit dem Hinweis, dass es sich um einen „Produkttest“ handelt. Die Auswahl der Testpersonen erfolgt übrigens nach dem Zufallsprinzip und nicht gezielt.

[Quelle: AppDated]

The following two tabs change content below.
Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

  1. fritz lakritz schreibt:

    Etwas besser in Erinnerung dürfte da der Fall aus Taiwan sein, wo Studenten dafür bezahlt wurden, Konkurrenz-Geräte von HTC gezielt schlecht zu machen (zum Beitrag).

    Nee nee neee Leute, so nicht! Samsung hat HTC schlecht gemacht. Nicht andersherum. Lest doch mal das was ihr zitiert!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*


210 Abfragen in 0,475 Sekunden