GameStick: Fernseher per HDMI-Stick zur Spielkonsole umfunktionieren

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Der Markt für Spiele mit Android scheint in letzter Zeit enorme Beachtung zu erfahren, was vermutlich erste Auswirkungen der medialen Präsenz der OUYA-Konsole sein dürften. Immerhin schaffte es der kleine Würfel sogar in die Fernseh-Nachrichten, was Android als Spiele-Plattform möglicherweise einen kleinen Schub verpassen könnte.

Und da die Finanzierung solch großer Projekte eine gewisse Finanzkraft benötigt, bedienen sich aufstrebende Unternehmen gerne der Möglichkeit der Crowdfinanzierung. Beliebteste Plattform für solche Projekte scheint Kickstarter zu sein, welche durch die OUYA Videospielkonsole nochmals an Popularität gewonnen haben dürften. Der nächste Crowdfunding-Erfolg jedenfalls scheint sich einzustellen, da das Spendenziel des GameStick-Projektes der Firma PlayJam die anvisierte Summe von 100.000 US Dollar nach nur 2 Tagen erreicht hat.

Der Name des Gerätes, GameStick, verdeutlicht dabei bereits, wozu das kleine Stück Hardware im Kunststoff-Kleid gedacht ist: Zum Zocken an jedem x-beliebigen HDMI-fähigen Fernseher. Durch den unerwartet frühen Erfolg beim Erreichen der Spendenkampagne kann der Stick jedenfalls wie geplant noch im Frühjahr auf den Markt kommen und das zum preis von günstigen 79 US Dollar. Nicht nur preislich sondern auch zeitlich tritt der GameStick damit in Konkurrenz zum bisherigen Vorzeige-Projekt OUYA, es dürfte sich hier also ein spannender Wettstreit auftun, auch wenn technisch die OUYA-Konsole deutlich die Nase vorne hat.

Bedient wird der GameStick über einen mitgelieferten Bluetooth-Controller, der mit 2 Joysticks, einem Analog-Steuerkreuz und weiteren Konsolentypischen Tasten ausgestattet ist. Der Controller dient übrigens bei Nicht-Gebrauch des GameStick als Aufbewahrungsort, der Stick kann in den Controller eingeschoben werden. Der Stick selber verfügt über bekannte Hardware, wie sie bei den meisten HDMI-Sticks chinesischer Firmen zum Einsatz kommt:

  • Amlogic AML 8726-MX Dualcore mit 1,5 GHz
  • 1 GB RAM
  • 8 GB interner Speicher
  • HDMI, WLAN, MicroUSB (falls der Fernseher kein MHL unterstützt)
  • Android 4.1 Jelly Bean

Der große Vorteil dürfte jedoch das Angebot an Spielen sein, denn PlayJam will mit etlichen Entwicklern zusammenarbeiten, damit diese ihre Spiele für den GameStick anpassen und optimieren können. PlayJam selbst ist kein allzu unbeschriebenes Blatt mehr in der Branche, kümmerte sich das Unternehmen schließlich bisher um den Vertrieb von Spielen für Smart TV’s.

Mittlerweile sind übrigens über 200.000 US Dollar von etwas über 2.000 Spendern zusammen gekommen, das Interesse an Android-Hardware zum Spielen scheint also gar nicht mal so klein zu sein.

[Quelle: Kickstarter | via Liliputing]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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