Gmail warnt künftig bei unverschlüsselten Verbindungen

Geschrieben von

Gmail

Sichere Kommunikation ist in der heutigen Zeit von Spionage ein wertvolles Gut, was zwischen Gmail-Nutzern schon lange durch eine standardmäßig aktivierte Verschlüsselung der Nachrichten gewährleistet wird. Damit allein will sich Google jedoch nicht mehr zufrieden geben und künftig die Schutzmaßnahmen kräftig erweitern. Es gibt sogar schon konkrete Pläne wie das am Beispiel Gmail erfolgen soll.

Im eigenen Blog rund um das Thema Sicherheit bei Google-Diensten haben die Forscher Einblicke in ihre Arbeit gewährt und dabei gleich noch angekündigt, dass die Browser-basierende Version von Gmail demnächst irgendwann bei unsicheren Verbindungen ins Netz warnt. Zwar habe man bereits etliche Technologien als Standard etablieren können – wie beispielsweise HTTPS-Verbindungen – aber dennoch scheint es einiges an Arbeit zu geben.

Gmail rüstet weiter auf

Um die direkte Verschlüsselung von Mails selbst geht es bei der Ankündigung jedoch nicht, denn solche Maßnahmen wie die nach wie vor als sicher geltende PGP-Verschlüsselung bleiben auch weiterhin Sache der Anwender – oder auch nicht. Letztes Jahr wurde bekannt, dass Google an einer einfacheren Integration von PGP-Verschlüsselung in Gmail forscht (zum Beitrag).

Mit dieser und den neuen Maßnahmen will das Team hinter Gmail seine Nutzer noch besser vor Angreifer schützen und auch weiter für das Thema Verschlüsselung im Allgemeinen sensibilisieren. Gerade nach den Enthüllungen von Edward Snowden ist dieses Thema umso brisanter geworden.

Wirklich neu ist Gmail allerdings nicht bei der Sache dabei. Schon seit Jahren versuchen die Entwickler den Dienst noch sicherer zu machen. Unter anderem war der Mail-Client von Google der erste Anbieter kostenloser E-Mails überhaupt, der HTTPS-Verbindungen zum Standard machte und die vollständige verschlüsselte Kommunikation zwischen zwei Nutzern einführte.

Studie belegt gesteigerte Sicherheit

In Kooperation mit den Universitäten von Michigan und Illinois hat Google unter anderem eine Studie durchgeführt, welche die Sicherheit von Gmail unter Berücksichtigung von Verschlüsselung und anderen Maßnahmen untersuchte. So verzeichnete Google noch im Jahre 2013 über 33 Prozent verschlüsselte E-Mails, die Gmail-Nutzer von Kunden anderer Mail-Anbieter erhielten. Zwei Jahre später ist dieser Anteil auf 61 Prozent angestiegen – Tendenz weiter steigend.

Bei Antworten ist der Anteil sogar von 60 auf 80 Prozent gestiegen, die über eine TSL verschlüsselte Verbindung übertragen wurde. Im selben Atemzug kann Google nun bis zu 94 Prozent aller Mails eindeutig einem Absender zuordnen, was insbesondere der Identifizierung von Spam-Mails zugute kommt. Immerhin gilt Gmail nicht umsonst als einer der besten Freemail-Anbieter mit wirksamen Spam-Filtern.

Allerdings ist auch nicht alles bestens, wie die Studie weiter herausgefunden hat. So gibt es noch immer Regionen auf der Internetkarte, die sich konsequent gegen Verschlüsselung jeglicher Art verweigern oder versuchen, das anfällige SSL-Verfahren zu initiieren bei einer Verbindung. In diesen Szenarien spielten unter anderem DNS-Server eine größere Rolle, auch wenn derartige Angriffe der Studie zufolge eher selten passieren.
Da ist es schon bedenklicher, dass vor allem kleinere Unternehmen die Kosten scheuen und ihre Mail-Server mit einer wirksamen Verschlüsselung erweitern.

Die gesamten Ergebnisse der Studie kann man sich in englischer Sprache und als PDF hier herunterladen.

[Quelle: Google Online Security Blog]

 

Vielen Dank das du unseren Beitrag gelesen hast! Wenn der Beitrag dir gefallen hat und du uns unterstützen möchtest, so findest unter dem folgenden Link entsprechende Möglichkeiten, wie beispielsweise einem Einkauf in unserem Fan-Shop!

 

The following two tabs change content below.
Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*


204 Abfragen in 0,505 Sekunden