Google Baukasten-Smartphone Ara bekommt eigene Android-Version

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Google Projekt Ara

Das Projekt Ara von Google, soviel ist vielleicht bekannt, wird ein Smartphone aus dem Modulbaukasten werden. Doch dass dafür nun auch ein eigenes Betriebssystem nötig sein soll, war nicht unbedingt zu erwarten. Wie es aussieht, läuft aber alles darauf hinaus, dass es ein „Android Ara“ Betriebssystem geben wird.

Projekt Ara

Entwickelt wird die Android-Version „Ara“ von der Firma Linaro, die das Google Betriebssystem auch schon für verschiedene andere Tablets und Smartphones angepasst haben. Im Gespräch mit IGN erläutert einer der Entwicklungsleiter den Anpassungsbedarf für Ara, allerdings nur bis zu einem bestimmten Punkt, denn alle weiteren bzw. Sicherheitsrelevante Informationen können natürlich wegen einer entsprechenden Vereinbarung noch nicht herausgegeben werden.

If you add more battery, Android has to [recognize] a new battery, update the icon and now you have more life. Some interesting changes to Android will be needed to score this functionality.

Plug’n’play?

Bisherige Android Geräte und genau da unterscheidet sich Ara ja von seinem Vorgängern, waren eben nicht modulare sondern fertige Gesamtsysteme, für die man endgültige Treiber schreiben kann. Will man aber eben von Zeit zu Zeit mal etwas ändern, den Akku wechseln oder ein externes Gerät anschließen, kann das System damit noch nicht so gut umgehen wie man es von einer automatischen Erkennung erwarten würde.

Dass man an vielen Smartphones eine SD-Karte einstecken kann, die ja auch automatisch erkannt wird, genügt eben nicht für ein modulares Smartphone wie das Ara. Abgesehen von zugesteckten Funktionsbausteinen muss beispielsweise auch die Restlaufzeit nach oben gehen wenn man einen Akku einsteckt, was einen Refresh der Abfrage erfordert.

Klingt insgesamt ja irgendwie sinnvoll. Trotzdem macht sich so ein bisschen die Sorge breit, Google könnte den Microsoft-Weg gehen und „mit 17 verschiedenen Vista  (Android) Versionen“ den Durchblick und die Beliebtheit zerstören. Doch das bleibt natürlich abzuwarten.

All diese technischen Kleinigkeiten müssen also noch geregelt werden, bevor voraussichtlich 2015 die Ara-Modelle in den Handel kommen. Das günstigste Basismodell soll übrigens bereits für 50 Euro erhältlich sein…wie weit man mit dem Preis nach oben kommt, ist aber noch nicht klar.

[Quelle: SmartDroid]

 

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Matthias Schleif

Blogger mit Bastelneigung, kaufmännischer Ader und sozialem Anspruch, seit 2008

Ein Kommentar

  1. roberto schreibt:

    Andere immer anweisen keine Insellösungen zu planen und Google macht es selbst vor mit Android, Wear, Auto und Ara. Offenbar kommt es wie es immer kommen muss. Wächst eine Firma zu schnell, verliert sie den Blick für das Wesentliche, betreibt Kosmetik und vernachlässigt Grundlegendes. Auf der I/O wurde kein Wort zu Aktualisierungen, Wege zur Verringerung der Defragmentation oder ähnliches angesprochen.
    Das wird Android irgendwann das Genick brechen, weil solche Sachen immer nur bei einem Majorrelease passieren und dieser wurde erneut verpaßt.
    Zum Glück gibt es ja gute Konkurrenz!

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