Google Car: Bisher 11 Unfälle, aber nie selbst verschuldet

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Selbstfahrendes Auto Google Car

Seit etwas mehr als zwei Jahren arbeitet Google an einem selbstfahrenden Auto, welches auch als Google Car bekannt ist. Nun gibt es erstmals nähere Details von den Verantwortlichen des Projektes zur Unfallstatistik des Fahrzeugs und hier kann das Auto beweisen, dass die Technik  schon sehr fortschrittlich ist: Der Mensch ist Unfallrisiko Nummer Eins.

Auch wenn die Fahrzeugbranche selbst mit Hochdruck daran forscht, das Autofahren immer angenehmer und vor allem auch sicherer zu machen, hat sich Google als führend entpuppt im Bereich der autonomen Fahrzeuge. Zumindest ist das die öffentliche Wahrnehmung, denn die Technologie für das Google Car ist schon seit mehr als zwei Jahren aktiv auf den Straßen Kaliforniens unterwegs und genau dazu hat sich Google nun zu einer Äußerung genötigt gesehen.

Unfallfrei mit dem Google Car

Einem Bericht der Associated Press (AP) zufolge waren die autonomen Google-Fahrzeuge in den acht letzten Monaten in drei Unfälle verwickelt. Da könnte man fast meinen, dass das Google Car (zum Beitrag) doch nicht ganz so sicher sei, wenn Google sogar selbst von 11 Unfällen seit Beginn der öffentlichen Fahrten spricht. Allerdings muss man bedenken, dass in allen Unfällen die Autos von Google nicht die Verursacher waren und sich die Unfälle in einem Umfang von etwa 1,7 Millionen gefahrener Kilometer ereigneten.

In sieben Fällen ist ein anderes Fahrzeug dem Google Car ganz einfach hinten aufgefahren, in zwei anderen Fällen wurde das Fahrzeug von Google seitlich gestreift und im schlimmsten Fall ist der Unfallgegner bei Rot über die Ampel gefahren, sodass auch das Google Car den Unfall nicht mehr verhindern konnte. Unterm Strich ist die Technologie von Google also gar nicht so schlecht wenn es darum geht, unfallfrei zu fahren. Das zeigt auch die tiefer gehende Analyse der Unfälle, die Google gleich noch in einem Bericht mitliefert. Anhand der Analysen geht hervor, dass selbst nicht regel-konforme Verkehrsteilnehmer das Google Car nicht allzu stark aus dem Konzept bringen.

In einigen Fällen reagierte das Fahrzeug sogar vorbildlich und schneller als es womöglich einem menschlichen Fahrer möglich gewesen wäre. Gerade wenn ein anderes Fahrzeug das Google Car schneidet oder ein allzu draufgängerischer Radfahrer, hat das System von Google die Situationen rechtzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen. In dem Bericht heißt es sogar, dass eine Notbremsung die Situation ebenfalls gerettet hätte, aber dadurch wären auch die nachrückenden Verkehrsteilnehmer einer unmittelbaren Gefahr ausgesetzt gewesen. Unter dieser Berücksichtigung kann man die Software als durchaus ziemlich ausgereift einstufen.

Wichtig bei diesem Bericht ist zu beachten, dass Google den vorhergehenden Bericht von AP in erster Linie ins richtige Licht rücken will, um etwaigen Behauptungen über unsichere Technik etwas entgegensetzen zu können. Zumal es der erste richtig umfassende Blick hinter die Kulissen des Google Car sind, die der Konzern bisher überhaupt gestattete. Vermutlich wird sich noch einiges verändern, bevor der angestrebte Marktstart bis 2020 erfolgen kann.

Wichtige Erfahrungen

Neben der Analyse, dass die Technik von Google ungemein sicher ist, sind aber auch all diese kleinen Erfahrungen wichtig, um das Projekt insgesamt voran zu bringen. Denn bei ihren Fahrten haben die Google-Techniker so allerhand erlebt. Vom üblichen Handy-Gebrauch hinter dem Steuer über Buch-lesende Fahrer bis hin zu solch Kuriositäten wie einen trompete spielenden Fahrer gab es so einiges zu sehen.

Für den Projektleiter Chris Urmson ist jedoch der Fakt von besonderer Bedeutung, dass das Google Car im Gegensatz zu den Beispielen jederzeit zu 100 Prozent aufmerksam ist und seine komplette Umgebung im 360 Grad Radius beobachtet. Unterm Strich fährt die Google-Autoflotte damit deutlich sicherer als andere Verkehrsteilnehmer.

[Quelle: The Verge]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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