Google Car soll innerhalb von 3 Jahren fertig sein

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google_car_2Autonomes Fahren mit intelligenten Fahrzeugen ist eine der großen Zukunftsvisionen, bei welchen Google mit seinem Google Car eines der führenden Unternehmen ist. Die Technologie selbst befindet sich seit Jahren in der Entwicklung und die Google-Ingenieure konnten bereits etliche Erfolge vorweisen. Nun wird sogar behauptet, dass Google früher fertig sein könnte als ursprünglich geplant und so das autonome Fahren Alltagstauglich machen würde.

Offiziell spricht Google respektive der für das Projekt Google Car zuständige Konzernteil davon, dass man die dafür nötige Technik für das autonome Fahren bis 2020 in kommerzieller Sicht fertigstellen will. Die bisherigen Testfahrten im kalifornischen Mountain View und texanischen Austin sind äußerst vielversprechend. Über 1,2 Millionen km haben die Fahrzeuge bisher zurückgelegt und das nahezu unfallfrei (zum Beitrag). Allerdings könnte es schon früher losgehen behauptet Larry Burns.

Google als Vorreiter einer ganzen Branche

Der Berater von Google und ehemalige Chief Technology Officer von General Motors hat auf der National Press Club Conference gesagt, dass das Google Car beziehungsweise die in dem Fahrzeug genutzte Technologie in ihrer Gesamtheit schon innerhalb der nächsten drei Jahre marktreif sein könnte. Sollt das zutreffen, wäre Google zwei Jahre schneller mit der Entwicklung und Optimierung fertig, als bisher geplant. Der Konzern selbst will die Sache zudem selbst etwas beschleunigen (zum Beitrag).

Das Thema der autonomen Fahrzeuge liegt dem gelernten Ingenieur ganz besonders am Herzen, da statistisch gesehen weltweit 1,2 Millionen Menschen bei einem Verkehrsunfall laut der „Association for Safe International Road Travel“ ums Leben kommen. Hochgerechnet entspricht das pro Tag bis zu 3.000 Verkehrstote. Von diesen Menschen sind knapp 1,08 Millionen durch einen menschlichen Fehler ums Leben gekommen und genau deswegen ist laut Burns jeder Tag wichtig, welcher das Projekt Google Car früher fertig wird.

Abseits der erhöhten Verkehrssicherheit durch das Projekt Google Car sieht der Experte und vehemente Verfechter autonomer Fahrzeuge noch andere Vorteile. So sieht Robbie Diamond als CEO und Präsident von Securing Americas Future Energy (SAFE) den Vorteil elektrischer autonomer Fahrzeuge unter anderem darin, dass die USA (und andere Länder) unabhängiger von Öl werden und vermehrt auf regenerative Energiequellen setzen könnten. Schließlich kann man elektrischen Strom auch aus Wasser, Wind, Sonnenlicht oder Geothermie gewinnen.

Strom, welcher die einzelnen technischen Komponenten des Google-Autos antreibt und davon gibt es allerhand in dem Fahrzeug, wie unser folgender Beitrag zeigt:

Google Car: 10 Technologien des autonomen Fahrzeugs

Das kommerzielle Fahrzeuge in Anlehnung an das Google Car auch Kosten einsparen können, zeigte auf der Konferenz Domino’s Pizza als größtes Pizza-Unternehmen der USA. Lynn Liddle sagte, dass die Auslieferung der Bestellungen mit autonomen elektrischen Fahrzeugen die Kosten für Franchise-Nehmer drastisch senken und damit den Umsatz sowie Gewinn steigern könnte. Immerhin sei man nicht mehr auf Fahrer mit eigenen Fahrzeugen, Benzin- und Versicherungskosten angewiesen.

Doch bevor das Google Car und andere Fahrzeuge regulär auf die Straßen losgelassen werden, muss die Politik für den rechtlichen Rahmen sorgen. Selbst die Sache mit der Versicherung derartige Fahrzeuge ist noch offen (zum Beitrag). Zum Beispiel ist derzeit nicht geklärt, wer im Fall eines Unfalls mit einem autonomen Fahrzeug überhaupt die Haftung für entstandene Schäden trägt.

In jedem Fall wird der Wechsel nicht schlagartig erfolgen, sondern nach und nach sich in der Auto-Branche etablieren. Denn bei aller Sicherheit die ein Computer gestütztes Auto auch bieten mag: Das Fahrgefühl kann ein solches Auto nicht ersetzen und vollkommen fehlerfrei ist auch ein Computer (Code) nicht.

[Quelle: Christian Sciense Monitor]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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