Google Hangouts: Keine XMPP-Unterstützung und andere Baustellen

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Google Hangouts

Auf der Google I/O 2013 stellte der Konzern den Dienst vor, der sich schon über diverse Gerüchte etliche Tagen und Wochen im Voraus im Netz breit gemacht hatte. Zwar war da noch die Rede von Babble oder Babel als Bezeichnung aber von der Sache her ist alles dasselbe: Ein universeller Messaging-Dienst im Hause Google. Mit noch etlichen Baustellen und einer Funktion, die komplett eingestellt wird.

Der Vorgänger von Google Hangouts selbst an sich ist Google Talk, was auf nahezu allen Android-Geräten vorinstalliert ist. Damit konnte man zwischen besagten Android-Geräten aber auch der Webversion von Gmail und diversen Multi-Messengern mit seinen Google-Kontakten chatten. Da Gtalk das XMPP-Protokoll unterstützte bzw. sogar selbst nutzte, konnte man mit etwas kleinerem Aufwand über einen Jabber-Server weitere Chat-Dienste wie ICQ und Co. in Gtalk einbinden. Leider wird das Geschichte sein, wie Google nun in seinem Blog bekannt gegeben hat. Google Hangouts selbst wird nicht mehr das XMPP/Jabber-Protokoll unterstützen, weshalb darüber via Gtalk eingebundene Kontakte euch weder online sehen noch Nachrichten schicken können und dergleichen. Ihr selbst könnt diese Kontakte übrigens auch nicht mehr sehen, nur so am Rande.

 

Telefonieren und VoIP’en übers Netz

In den USA sind viele Dienste aktiv, von denen wir hierzulande meistens nur träumen können. Einer dieser Dienste ist Google Voice, womit man übe sein Google-Account kostenfrei über das Internet mit Kontakten telefonieren kann. Sozusagen ein VoIP-Konkurrent für Skype im großen weiten Google-Universum. Zwar können wir Google Voice nach wie vor nicht in Deutschland nutzen aber das ist derzeit auch nicht allzu tragisch. Schließlich kann Google Hangouts derzeit keine ausgehenden Gespräche tätigen, weder in der Android-App noch im Gmail-Applet noch in der Chrome-Erweiterung. Laut dem Google-Manager für Real-Time Kommunikation Nikhyl Singhal wird sich das aber demnächst wieder ändern.

Abgesehen davon will Google seinen neuen Messenger, der als Multi-Plattform ausgelegt ist, demnächst mit einer SMS-Funktion versehen. Dadurch würde sich auch erklären, wieso Google Hangouts beim ersten Start nach der eigenen Handynummer gefragt hat. Wie das Ganze dann letzten Endes realisiert wird und ob SMS dann sogar via Browser verschickt und in der Google-Cloud gesichert werden können, steht noch offen. Dennoch werden wir das Gefühl nicht los, dass Google Hangouts noch eine einzig große Baustelle ist, bei der gerade mal einige Grundfunktionen gehen. Immerhin läuft der Google+ Messenger ebenfalls noch parallel weiter.

Hangouts
Entwickler: Google Inc.
Preis: Kostenlos
[Quellen: Google DevelopersNikhyl Singhal & Dori Storbeck | via AndroidPolice]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

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