Google I/O 2016 Keynote: Alles auf einen Blick

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google-io-2016-1Gestern Abend 19:00 Uhr deutscher Zeit, war es nun wieder einmal wieder so weit das Sundar Pichai mit einer circa 2 Stunden langen Keynote die Google I/O 2016 in Mountain View eröffnete. Und wenngleich auf den ersten Blick nicht viel Neues dabei zu sein schien, so ist genauer betrachtet doch ein wichtiger Meilenstein gelegt worden.

Google I/O 2016 Keynote

Die Google Entwicklerkonferenz findet dieses Jahr im Heimatort Mountain View statt, wo man anders als die Jahre zuvor in Moscone Center, sein 10-jähriges Jubiläum feiert. In diesem Beitrag möchte ich mich nur Stichpunktartig mit der gestern Abend (deutscher Zeit) eröffneten Keynote beschäftigen, welche wie ihr wisst ja auch als Livestream übertragen wurde und auch jetzt noch nachträglich angeschaut werden kann (zum Beitrag).
Im Laufe der kommenden Tage wird es dann für die einzelnen Themen und Produkte jeweils einen eigenen Beitrag geben, die ich auch regelmäßig updaten werde, da die kommenden Tage sicherlich noch einige Informationen mehr ans Tageslicht rücken werden.

Liveact

google-io-2016-160519_1_02Gestartet wurde das Ganze von einer Art musikalischen Liveact wo ein DJ auf der Bühne performte und auf den 3 großen Videowänden passend zum Rhythmus Bilder aus unserem Google Alltag gezeigt wurden.

Eröffnung

google-io-2016-160519_1_03Als erster kam natürlich Google CEO Sundar Pichai auf die Bühne und begrüßte das weltweite Publikum. Neben den üblichen Erfolgen der Vergangenheit, ist der CEO im Speziellen noch auf die Google Suche, gerade in, Zusammenhang mit „Okay Google“, eingegangen. Die Konversation mit Google soll nun auf einen nächsten Level gehoben werden, so das im „Gespräch“ mit Google beispielsweise die automatische Buchung von Theaterkarten möglich ist.

Google Home

google-io-2016-160519_1_04Der von uns zuvor unter dem Codenamen Chirp vermutetet Google Lautsprecher wurde wahr (zum Beitrag). Google machte kein Hehl daraus dass es sich im Prinzip um das identische Produkt wie von Amazon handelt, nur eben in dem wesentlich fortschrittlichen Ökosystem von Google. Der Google Home Lautsprecher wird die zentrale Schnittstelle im Haushalt, der alle Google Produkte wie Smartphone, Android TV, Chromecast aber auch Licht und Heizung zusammenbringt.

Der Google Home Lautsprecher, welche noch in diesem Jahr zu einem unbekannten Preis erscheinen soll (Länder unbekannt) ist Multiroom fähig und ermöglicht so, in jedem Zimmer einen Lautsprecher zu positionieren und so eine spontane Sprachsteuerung zu realisieren.

Allo und Duo

google-io-2016-160519_1_06Google greift offensichtlich Facebook mit zwei neuen Kommunikationsanwendungen an. Zum einen Allo als direkter Mitbewerber zu WhatsApp und zum anderen Duo zur Face-to-Face Videotelefonie.
Das Highlight des Allo Messengers sind natürlich die vom User lernenden Bots, welche für uns die Kommunikation übernehmen können, sollen, werden. Skynet lässt grüßen. Doch nicht nur das – ähnlich wie bei Siri, soll auch im Falle das ihr keine Freunde zum chatten habt – Allo direkt mit euch ins Gespräch kommen.

Google Allo
Entwickler: Google Inc.
Preis: Kostenlos

Google Duo
Entwickler: Google Inc.
Preis: Kostenlos

Einerseits gibt Google mehr oder weniger damit zu das Hangouts ein Desaster war und man es nun noch einmal wissen will, ebenfalls Teil der beliebten Messenger Kultur zu werden. Andererseits hat Google eben schon bei Hangouts versagt. WhatsApp hat sich wunderbar etabliert und es sollte auch für Google nicht ganz so leicht sein, in das Geschäft „nachträglich“ Fuß zu fassen.
Beide Anwendungen werden noch diesen Sommer zeitgleich für Apple iOS und Android an den Start gehen.

Android N

google-io-2016-160519_1_07Hier gab es in der Tat nicht viel Neues. Aufgrund der frühzeitig ausgerollten Developer Preview ist im Grunde alles schon bekannt, was die neuen Features von Android N 7.0 sind (zum Beitrag). Auch der Name der neuen Süßigkeit wurde nicht wirklich bekannt gegeben. Vielmehr ruft Google unter https://www.android.com/versions/name-n/ auf einen Namen zu finden.

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Selbstverständlich ging man auch auf die neu gewonnene Geschwindigkeit durch die Vulcan API ein, was neben der erhöhten Sicherheit bei Android thematisiert wurde.
Am selben Abend wurde auch schon ein drittes Update (ca. 570 MB Nexus 6P) für Android N via OTA (over the air) verteilt.

Daydream Google neue VR-Plattform

google-io-2016-160519_1_09Leider wurde es „erst einmal“ kein Hardware Update für die Google Cardboard. In den vergangenen Tagen wurde unter dem Namen Android VR ja eine autarke Google VR-Brille oder Betriebssystem vermutet (zum Beitrag). Stattdessen wurde es unterm Strich ein Meilenstein in der Virtual Reality Geschichte: Denn mit der neuen „Daydream“ genannten VR-Plattform unter Android N, will man alle Smartphone Hersteller auf ein einheitliches System bringen. Während es gerade losgeht das jeder Hersteller, wie Samsung, Huawei, Alcatel, EcoTV und viele weitere ihre eigene VR-Brille veröffentlichen und eigene Stores anbieten, möchte Google mit Daydream eine zentrale Anlaufstelle für die Virtuell Reality werden.

Neben der Software, war auch ein kleiner VR-Controller Bestandteil der Präsentation, bei dem ich sofort an die Xiaomi Ankündigung gedacht habe, welche ja Verkündet haben ein Bestandteil der Google I/O 2016 zu sein. Ob der Controller aber tatsächlich von den Chinesen in Vertretung von Hugo Barra stammt oder Xiaomi noch etwas anderes im Köcher hat, werden wohl die kommenden Tage zeigen.

Android Wear 2.0

google-io-2016-160519_1_12Natürlich musste auch das mobile Betriebssystem für die Smartwatch thematisiert werden. Denn es gibt in Kürze das größte Android Wear Update auf die Version 2.0. Anhand der LG Watch Urbane 2nd Edition – welche wir aktuell zum testen in der Redaktion haben – welche bekanntlich die erste Android Wear Smartwatch ist, welche aufgrund einer Nano-SIM-Karte autark agieren kann, stellte man dazu die passenden Stand-alone-Apps vor. Genau – die Android Wear Uhr muss nach dem 2.0 Update nicht mehr zwingend mit dem Smartphone verbunden sein und kann so beispielsweise bei einem Lauftraining euren Puls, die gelaufenen Schritte und Strecke tracken und euch trotzdem über Spotify Musik abspielen.

Android Instant Apps

google-io-2016-160519_1_01Bei diesem Knaller bin ich tatsächlich einmal gespannt, was die Developer aller Länder daraus machen. Google hat – wie im übrigen in der Vergangenheit schon einmal – Instant Apps unter Android präsentiert. Und es handelt sich genau darum, was ihr schon vermutet: Cloud basierende Anwendungen. Ohne großartige Installation können so anhand eines Links Apps in der „Lite-Version“ genutzt werden und bei Bedarf als „Vollversion“ installiert oder eben nach dem einmaligen Gebrauch, verworfen werden. Der Clou: Instant Apps funktionieren bis runter auf das 4 Jahre alte Android 4.1 Jelly Bean.

Developer Stuff

google-io-2016-160519_1_13Im Anschluss folgte ein wenig Developer Kram, was auf einer Entwicklerkonferenz vielleicht auch nicht ganz verwunderlich ist. Thematisiert wurde die neue Android Studio 2.2 IDE (Integrierte Entwicklungsumgebung), das jüngst aufgekaufte Firebase – nun als praktische All-in-One Cloud-basierende Anwendung für Entwickler, mit Support für die Analyse und Monetarisierung der eigenen Apps und last but not least: Google Cloud Platform für Machine Learning.

Fazit

Wie ihr schon anhand der Länge des Beitrag sehen könnt, gab es einiges auf der Google I/O 2016 Keynote zu erzählen. Glasige Augen bekomme ich natürlich bei dem Android Home Lautsprecher, bei dem ich die größte Hoffnung habe das er kurzfristig auch in Deutschland erscheint. Denn Amazon hat es ja nach wie vor nicht geschafft seinen Amazon Echo in Deutschland zu verkaufen.
Auch das Android Wear 2.0 Update wird einen deutlichen Schub für die smarten Uhren bringen. Weniger spektakulär, aber dennoch Richtungweisend ist die neue Daydream VR-Plattform, die hoffentlich das ganze Durcheinander wieder sortiert und unter ein Dach bringt.
Wie eingangs erwähnt, werde ich mich in den nächsten Tagen den einzelnen Keynote Themen mit je einem Beitrag etwas ausführlicher widmen.

 

 

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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